Dauerbrand vs. Zeitbrand: Worin besteht der Unterschied?

Veröffentlicht am 09.07.2018 10:09 | 1 Kommentar
Was bedeutet Zeitbrand bei Kaminöfen?
Dauerbrand und Zeitbrand bezeichnen bei einem Kamin verschiedene Prüfvorgaben und die Brennstoffeignung. Der Dauerbrandofen ist für den Betrieb mit Kohle optimiert, während der Zeitbrandofen nur mit Holz oder Briketts befeuert werden sollte. Zudem wird eine gewisse Zeitspanne vorausgesetzt, in welcher die Glut im Ofen bestehen bleiben muss. Beide Varianten können Sie für den 24-stündigen Dauerbetrieb nutzen, allerdings sind die jeweilige Konstruktion und der Brennvorgang entscheidend für das Heizverhalten.

Inhalt:

Dauerbrand ist kein Synonym für Dauerbetrieb. Der Begriff bezeichnet lediglich die Mindestbrenndauer ohne Eingriff, also zum Beispiel ohne Kohle nachzulegen. Die Nennwärmeleistung muss, nachdem die Kohle abgebrannt ist, alleine über die Glut mindestens vier weitere Stunden gehalten werden. Dies gewährleistet die Konstruktion des Kohleofens
In eine Mulde aus gusseisernem Stahl wird der Brennstoff eingelegt, die Belüftung erfolgt von unten durch entsprechende Öffnungen. Durch die Muldenform rutscht die noch vorhandene, unverbrauchte Kohle nach, sodass sie durch die regulierbare Luftzufuhr optimal und vollständig verbrennen kann.

Obgleich der Begriff nichts mit der Betriebsdauer zu tun hat, ist die tägliche 24-stündige Befeuerung gestattet und möglich. Andernfalls hätte der Dauerbrand-Kaminofen seinen Zweck als Heizquelle für Nutzräume verfehlt. Grundsätzlich erlaubt ist auch die Befeuerung mit Holz, worunter allerdings die Leistung leiden würde. Die für Dauerbrandöfen charakteristischen, optimalen Verbrennungswerte könnten nicht erreicht werden.
Brennraum eines Kohleofens
Beim Zeitbrandofen handelt es sich um einen typischen Kaminofen für die Holzbefeuerung. Dazu zählen im Grunde alle klassischen Modelle, welche die obigen Kriterien nicht erfüllen. Darüber hinaus zählen vor allem Grundöfen dazu, die durch die Art der Luftführung sowie der Verkleidung bereits Wärme gut halten und speichern, sodass ein langes Gluthalten nicht erforderlich ist.

Der wesentliche Unterschied zum Dauerbrandmodell liegt folglich im Brennmaterial und in der Betriebsweise. Keinesfalls sagt der Begriff etwas über die mögliche Betriebsdauer aus - jeder moderne Holzofen kann dauerhaft im Einsatz sein. Die Prüfkriterien besagen, dass die Glut für einen 45-minütigen Zeitraum halten muss, um die Nennwärmleistung zu erreichen. Da dieser Zeitraum kürzer ist als bei einem Dauerbrandmodell, ist von einer Zeitbrandfeuerstätte die Rede. Sie müssen also häufiger Brennmaterial nachlegen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten beziehungsweise langfristig die ununterbrochene Wärmeabgabe zu sichern. Alternativ oder zusätzlich zu Holz können Sie Briketts verwenden.
Holscheite in Flammen
Zeitbrand vs. Dauerbrand
Heizen Sie lieber mit Scheitholz oder mit Kohle? Haben Sie Möglichkeit häufiger Brennmaterial nachzulegen, damit der Ofen nicht auskühlt? Dies sind wohl die grundlegenden Fragen, die es vor der Entscheidung für einen Zeit- oder Dauerbrandofen zu klären gilt. Da Holz effektiver verbrennt als Kohle, wird Ihr Wohnraum mit einem Zeitbrandofen schneller warm. Der Wirkungsgrad ist höher. Ebenso kühlt er jedoch schneller aus und die Glut erlischt, wenn Sie nicht rechtzeitig Holz nachlegen. Betreiben Sie einen Dauerbrandofen, können Sie ohne Weiteres einige Stunden außer Haus sein, ohne dass die Glut erlischt und der Ofen auskühlt.
Zeitbrandofen Dauerbrandofen
Abbrand Scheitholz 45 min 90 min
Abbrand Braunkohlebriketts 60 min 240 min
Merkmale
  • flacher Brennraum
  • Ofenrost nicht zwingend erforderlich
  • Brennraummulde
  • Vorhandensein eines Ofenrostes

Bei beiden Varianten können Sie die Dauer des Abbrandes durch die Menge des eingelegten Brennmaterials steuern. Die Wärmeabgabe und Speicherung wird unabhängig vom Modell außerdem durch die Konstruktion beeinflusst. Eine Verkleidung mit entsprechenden Materialelementen wie Naturstein optimiert diese. So erreichen Sie auch mit Zeitbrandöfen eine etwas längere Wirksamkeit, wenn Sie wie üblicherweise nachts einmal kein Holz nachlegen können. 
Entscheiden Sie ganz nach Ihrem persönlichen Bedarf, den individuellen Vorlieben und den Bezugsmöglichkeiten für Brennmaterial, ob ein Zeitbrandofen oder ein Dauerbrandofen die geeignetere Wahl ist. Lassen Sie sich gegebenenfalls von einem kompetenten Fachmann beraten.
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Kommentare

Wir möchten uns einen Ofen in unseren Wohnrwum aufstellen der vom Designe ins Wohnzimmer passt Schick ist und gleichzeitig notfalls zum erwaermen oder kochen von Speisen geeignet ist. wo finde ich die besten Modelle? Was mir wichtig ist, die unabhänigkeit von Elektrik . Wir haben einen Granulatofen für den wir elekt. benötigen (Lüftung). Zusätzlich um davon unabhänig zu sein wollen wir einen Ofen ie oben erwähnt installieren. Von Aussehen spreche ich da der Ofen im Wohn und Küchenbereich gleichermaßen stehen soll. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Antwort Redaktion ofenseite.com:

Hallo Herr Schneider,

Um wirklich kochen zu können empfehlen wir die Küchenöfen von La Nordica, die nicht nur in der Küche gut aussehen: https://www.ofenseite.com/1050002-funkenschutzplatte-stahl-rundbogen

Es gibt aber auch Öfen, bei denen der Fokus auf dem Heizen liegt, die aber über eine Kochplatte oder ein Backfach verfügen: https://www.ofenseite.com/kaminofen_mit_kochplatte#filtered oder https://www.ofenseite.com/kaminofen_mit_backfach#filtered

Vielleicht ist ja Ihr Traumofen dabei, wir würden uns freuen!

Schneider Thomas, 02.11.2019 10:49

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