Was tun damit der Kamin langsamer abbrennt

Was tun damit der Kamin langsamer abbrennt

Sie stört das ständige Nachlegen von Holz? Ihr Kamin scheint Ihr Brennmaterial regelrecht zu verschlingen, ohne das Ihre Wohnung durchgeheizt wird? Oder Ihre Sichtscheibe verschmutzt innerhalb von wenigen Tagen, da sich Ihr Ofen durch einen vermehrten Bedarf an Holz zu einer regelrechten Rußschleuder entwickelt hat? Alle drei Probleme können mit einer falschen Brenndauer Ihres Ofens zusammenhängen. Doch wie sorgen Sie für einen effektiven und sauberen Brennvorgang, der Ihren Holzvorrat nicht zu verschlingen droht?

Bereits beim Holz auf die richtige Brenndauer achten

Bereits bei der Auswahl des Holzes fangen Sie indirekt an, die Brenndauer in Ihrem Ofen zu beeinflussen, da unterschiedliche Holzsorten unterschiedlich brennen. Grundsätzlich brennt Weichholz schneller als Hartholz. Zu Weichhölzern zählen beispielsweise Fichte, Kiefer und Birke. Diese haben eine geringere Darrdichte 0,55 g/cm³ und können durch die bessere Durchlüftung auch schneller verbrennen. Harthölzer verbrennen durch Ihre größere Dichte viel langsamer und eignen sich deshalb auch besser für ein langanhaltendes Feuer und haben zusätzlich durch das langsame Verbrennen auch eine geringere Schadstoffausschüttung. Für einen langsamen Brennvorgang könnten auch Holzbriketts oder auch das Feuern mit Kohle die richtige Lösung sein. Holzbriketts sind hierbei aber die umweltfreundlichere Variante und haben nahezu den gleichen Heizwert wie Kohle. Preislich unterscheiden sich die Brennmaterialen je nach der Qualität und Heizleistung. Grundsätzlich kann festgehalten werden: Je höher der Heizwert, desto größer der Preis. Doch lohnt sich für einen langanhaltenden Brennvorgang der Blick auf die Holzbriketts, da Sie oft kaum mehr kosten als die gleiche Menge Hartholz. Leider haben Holzbriketts wiederum nicht die gleiche optische Ausstrahlungskraft.   

Neben dem richtigen Produkt ist in Bezug auf die Brenndauer vor allem beim Holz der Wassergehalt entscheidend. Nasses Holz verbrennt langsamer. Aber dies bedeutet nicht zu gleich, dass Sie eine bessere Wärmefreisetzung haben. Bei feuchtem Holz geht im Prinzip der Heizwert gegen Null, da die Energie für das Verdunsten des Wassers verbraucht wird. Das Holz verglimmt eher als zu verbrennen und durch die niedrigen Temperaturen werden die Holzgase nur unvollständig verbrannt. Als Resultat haben Sie neben der Vergeudung von Holz auch eine größere Menge von Rußablagerungen in Ofen, Ofenrohren und Schornstein.  

Weniger ist manchmal mehr!

Ein weiterer wichtiger Aspekt bezüglich der Länge der Brenndauer ist die Art und Weise der Sauerstoffzufuhr, denn nachweislich brennt ein Feuer mit der nötigen Luftzufuhr gar nicht erst an. Doch zu viel Sauerstoff kann sich auch negativ auf das Brennverhalten und die Dauer auswirken. So kann es bei einer falschen Luftregelung dazu kommen, dass Ihr Feuer derart schnell abbrennt, ohne dass Ihr Aufstellraum effektiv beheizt wurde. Deshalb sollten Sie beim Brennvorgang auf eine ausgeglichene Sauerstoffzufuhr achten. Nach dem erfolgreichen Anheizen sollten Sie zu dem die Primärluftzufuhr schließen und die Verbrennung durch die Sekundärzuluft regeln, da ein zu großer Zug die Verbrennung beschleunigt und dafür sorgt, dass die Wärme zum größten Teil in den Schornstein geblasen wird. Für eine zusätzliche Regulierung können Sie auch eine Drosselklappe in das Rauchableitsystem einbauen, um einem zu starken Abfluss der Wärme entgegenzuwirken.   

Schließlich sehen Sie, dass ein langsamer Abbrand noch kein Garant für eine langanhaltende Wärmeentwicklung ist. Es kommt sowohl auf die Art (Weichholz, Hartholz oder Brikett) und Beschaffenheit (Dichte und Wassergehalt) des Holzes bzw. des Brennmaterials an als auch auf eine ordentliche Regulierung der Sauerstoffzufuhr. 


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