Zugbegrenzer

Ein Zugbegrenzer - auch Zugregler genannt - ist ein kleines, nützliches Bauteil im Schornsteinsystem. Er reguliert Druckunterschiede im Schornstein durch gezielte selbsttätige Nebenluftzufuhr so, dass stets ein gleichmäßiger Kaminzug gewährleistet ist - eine wichtige Grundlage für den gleichmäßigen Abbrand in ihrem Kaminofen. Bei optimaler Einstellung verbraucht Ihr Ofen wesentlich weniger Holz, Sie heizen Ihren Raum und nicht den Schornstein. Zugbegrenzer werden üblicherweise an das Verbindungsstück nach dem Abgasstutzen des Heizkessels oder Kaminofens in ein T-Stück eingesetzt. Unsere Zugbegrenzer passen sowohl in einwandige als auch in doppelwandige Schornsteinsysteme.


Wofür braucht man einen Zugbegrenzer?

Damit ein Feuer wirklich wirksam brennen kann, braucht es Sauerstoff. Bei der Verbrennung wird also Luft verbraucht, die durch den Schornstein durch den sogenannten Kaminzug angesogen wird. Da die Feuerstätten aber für einen Mindest- und einen Maximalzug ausgerichtet sind, ist der Schornstein optimalerweise auf die Leistung und Abgasmenge des angeschlossenen Kaminofens eingestellt. Da jedoch nicht nur der Schornstein, sondern auch das Wetter einen Einfluss auf den im Kamin entstehenden Unterdruck hat, braucht es manchmal ein kleines Hilfsmittel, um den Luftstrom konstant zu halten. Wird der Druck zu niedrig, braucht es einen Zugverstärker, wird der Unterdruck aber zu hoch, benötigt man einen Zugbegrenzer. Dies geschieht oftmals beim Betrieb im Winter, da die kalte Außentemperatur sowie niedriger Luftdruck für übermäßigen Unterdruck in der Abgasanlage, also für zu viel Zug im Kamin sorgen. Dies wird insofern zu einem Problem, da dann das Brennmaterial in der Feuerstätte zu schnell verwertet wird und der Wirkungsgrad sinkt. Ist jedoch ein Zugbegrenzer im Schornstein integriert, so kann der Kaminzug reduziert werden und die Abbrandbedingungen werden wieder optimiert.

Wie funktioniert ein Zugbegrenzer?

Die Funktionsweise dieser Nebenluftvorrichtung, eine weitere Bezeichnung für den Zugbegrenzer nach DIN 4795, ist relativ einfach. Er wird beim Schornstein-Neubau oder als Nachrüstung in das Rohr integriert. Dann wird er von Ihnen oder vom Schornsteinfeger auf den maximalen Druck eingestellt. Wird dieser Wert im Betrieb überstiegen, so öffnet sich, je nach Modell über einen Motor oder mechanisch, selbsttätig eine Klappe, die Außenluft in das Abgassystem strömen lässt und so verhindert, dass die gesamte Luft aus dem Ofen gezogen wird und die Verbrennung extrem angekurbelt wird. Wenn nun der Druck wieder den erwünschten, günstigen Wert erreicht hat, schließt sich der Klappenmechanismus und der Luftstrom wird nur vom Kaminofen bedient. Durch Öffnen und Schließen der Klappe sorgt die Nebenluftvorrichtung also für optimale, konstante Zugbedingungen in der Abgasanlage.

Geöffneter Zugbegrenzer mit Regler, Zugbegrenzer für Außenbereich

Wo wird ein Zugbegrenzer am besten eingebaut?

Die nachträgliche Integrierung von Zugbegrenzern in den Schornstein ist generell problemlos durchführbar. Beim Einbau des nützlichen Zubehörs sind allerdings einige Dinge zu beachten. Zunächst einmal gibt es zwei verschiedene Arten. Neben den Begrenzern für den Innenbereich gibt es mittlerweile auch solche, die an Außenschornsteine angebracht werden können.

Innen sollte der Zugregler am Ofenrohr oder in die Schornsteinwange eingesetzt werden. Dass diese Orte meist im Aufstellraum des Heizgerätes liegen, muss Ihnen keine Sorge bereiten, denn Zugbegrenzer dürfen problemlos im Aufstellraum installiert werden. Es muss aber darauf geachtet werden, dass Sie den Regler gut nachjustieren können und er die Wartung und Säuberung des Rauchrohres nicht behindert. Generell dürfen Zugbegrenzer im Innenbereich im geschlossenen Zustand nicht durchlässig für Rußpartikel sein. Wenn Sie Ihre Heizanlage mit festen Brennstoffen betreiben und der Zugbegrenzer in den vertikalen Bereich des Abgassystems installiert ist, muss er mindestens 40 cm über der Schornsteinsohle platziert sein. Die Integration einer selbsttätig arbeitenden Nebenluftvorrichtung kann am einfachsten mit einem T-Stück realisiert werden.

Der Einbau eines Zugreglers im Außenbereich stellt auch kein Problem dar, da er, wie zum Beispiel beim Jeremias DW FU Zugbegrenzer aus Edelstahl, einfach auf die Öffnung des Reinigungselementes aufgebracht wird. Dann funktioniert dieses Element gleichzeitig als Zugbegrenzer und Reinigungstür.

Was spricht für einen Zugbegrenzer?

  • verbessertes Brennverhalten im Ofen
  • verringerter Brennstoffverbrauch
  • saubere Verbrennung durch gleichmäßigen Unterdruck
  • weniger Schadstoffe gelangen in die Umwelt
  • Betriebskosten werden reduziert
  • konstant bleibende Zuluft

Gerade die moderne Feuerungstechnik in den Öfen ist auf einen minimalen Verbrauch von Brennstoffen ausgelegt. Damit dieser Verbrauch auch gering bleibt, müssen auch die Strömungen im Abgasrohr gleichmäßig bleiben. Auch wenn für Ihre Feuerstätte der Einbau eines Zugreglers nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, kann er Ihnen nur Vorteile bringen. Deshalb empfehlen wir die Montage einer Nebenluftvorrichtung für alle Feuerstätten im Unterdruckbetrieb, wie zum Beispiel Pelletöfen. Denn mit dem Einsatz einer Nebenluftvorrichtung nach DIN 4795 schonen sie nicht nur die Umwelt, sondern vermeiden auch hohe Heizkosten.

Die Zugbegrenzer in unserem Sortiment sind alle aus hochwertigem Edelstahl gefertigt und somit feuchtigkeitsbeständig und robust. Sie finden bei uns Zugbegrenzer sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Wir beraten Sie gerne zur Modernisierung ihres Schornsteins!

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