Schwedenofen

Als Schwedenofen versteht man in Deutschland und dem Rest der Welt mittlerweile Kamine, die anschlussbereit vormontiert geliefert werden. Das unterscheidet ihn ganz grundlegend von einem handwerklich gemauerten Kamin vom Ofenbauer. Schwedenöfen sind in Europa inzwischen weit verbreitet, auch wenn sie bereits um 1910 entstanden. Diese skandinavischen Öfen zeichnen sich zumeist durch eine große Sichtscheibe für einen ungetrübten Blick auf das abbrennende Feuer aus.

Schwedenofen - Was ist das?

Wenn Sie einen Schwedenofen kaufen, entscheiden Sie sich für einen anschlussbereit vormontierten Kaminofen. Darin können Sie fossile oder biogene Brennstoffe verfeuern, wobei er eine geschlossene Brennkammer aufweist, was ihn von offenen Kaminen unterscheidet. Auch ist er zumeist nicht in der Wand fest installiert, sondern steht neben oder unter dem Schornstein frei im Raum. Von Kachelöfen unterscheidet sich ein schwedischer Ofen dadurch, dass der Kachelofen handwerklich am Aufstellungsort aus Schamottesteinen und Kacheln gesetzt wird und zumeist erheblich teurer in der Anschaffung ist.

Und warum heißt er eigentlich Schwedenofen? Zwar lassen sich die heutigen skandinavischen Kaminöfen auf die um 1910 aus Amerika importierten Leuchtöfen zurückführen. Sie stammen also nicht originär aus Schweden. Die Herkunft des Worts lässt sich vermutlich dadurch erklären, dass Kaminöfen eine lange Tradition im skandinavischen Raum haben und auch viele Hersteller von modernen Schwedenöfen in Norwegen, Schweden und Dänemark ansässig sind.

Schwedenofen kaufen

Wie funktioniert ein Schwedenofen?

Ein Schwedenofen verbrennt in seiner Brennkammer fossile und biogene Brennstoffe, in den meisten Fällen handelt es sich um Holzscheite. In Deutschland dürfen in privaten Öfen nur unbehandelte Holzprodukte verbrannt werden, da Imprägnierungen oder Lackierungen Giftstoffe enthalten, die die Schädlichkeit der Abgase erhöhen würden.

Schwedische Kaminöfen sind je nach Art der Anwendung unterschiedlich konstruiert. Im Allgemeinen besteht der Korpus jedoch aus Gusseisen oder Stahl und kann mit verschiedenen Verkleidungen besetzt werden. Unter den temperaturspeichernden Materialien sind hierbei Speckstein, Schamotte, Naturstein und Keramik zu nennen, die die von der Brennkammer ausgehende Wärme aufnehmen und dann kontinuierlich an die Umgebung abgeben. Auch nichtspeichernde, vor allem dekorativen Zwecken dienende Werkstoffe wie Granit oder Sandstein sind gebräuchlich. Nicht verkleidete oder mit nichtspeichernden Materialien besetzte Schwedenöfen haben den Vorteil, die in der Brennkammer erzeugte Heizleistung fast sofort nach außen abzugeben; auf der anderen Seite schwindet der behagliche Effekt eines derartigen Modells bald nach Ende des Abbrandes wieder.

Die Wärmeabgabe der Skandinavischen Kaminöfen geschieht durch Strahlung und Konvektion. Konvektion bezeichnet die Verteilung erwärmter Luft im Raum, während Wärmestrahlung auf die Emission elektromagnetischer Wellen durch heiße Materialien zurückzuführen ist. Je höher die Temperatur des Abbrandes und damit der Brennkammer, desto höher ist auch der Anteil an abgestrahlter Energie, da die Strahlungsleistung mit der vierten Potenz der Temperatur ansteigt.

Ein weiteres wichtiges Charakteristikum von Schwedenöfen ist die Verteilung zwischen oberem und unterem Abbrand. Während beim unteren Abbrand kaum Flammen entstehen und die Brennstoffverwertung sehr effektiv geschieht, sieht ein oberer Abbrand wie bei einem Lagerfeuer aufgrund der züngelnden Flammen zwar schön aus, ist aber längst nicht so effektiv, weil viele austretende Gase nicht verwertet werden.
Vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind bei neu errichteten Schwedenöfen Mindestwirkungsgrade zwischen 70 und 75 %, je nach Bauweise. In der Energiebilanz erreichen jedoch moderne Schwedenöfen bereits Wirkungsgrade von über 80 %. Einen effektiven Abbrand erkennt der Nutzer an einer sehr feinen, grauen Asche.

Schwedenofen günstig kaufen - Was müssen Sie beachten?

Schwedische Kaminöfen gibt es in einer Vielzahl von Varianten für die unterschiedlichsten Anwendungen. Deshalb sollten Sie sich vor dem Kauf einige wichtige Fragen stellen. Gerne helfen Ihnen auch unsere Fachberater bei der Wahl des perfekten Ofens.

Wollen Sie einen Ofen mit oder ohne Wassertasche?

Viele Nutzer wollen nicht nur am Aufstellungsort die gemütliche Wärme und das gedämpfte Licht des Ofens genießen, sondern auch zumindest einen Teil ihrer Wohnung oder ihres Hauses mit der Heizleistung des Schwedenofens wärmen. Dann ist insbesondere ein Schwedenofen günstig, der einen Teil seiner Heizleistung an eine Wassertasche weitergibt. Diese Wassertaschen fungieren als Kontaktelement zum Pufferspeicher, indem eine Rücklaufanhebungsgruppe - zumeist elektronisch gesteuert - das erhitzte Wasser von der Wassertasche in den Pufferspeicher überführt. Auf diese Weise kann ein Teil der erzeugten Energie zur Heizungsunterstützung genutzt werden.

Über welche Ausstattung soll Ihr Schwedenofen verfügen?

Ein weiteres beliebtes Detail sind Kochfelder und Backfächer, mit deren Hilfe ein Schwedenofen nicht nur Räumlichkeiten beheizen, sondern auch zur Zubereitung von Speisen dienen kann.

Die oben angesprochene Diskrepanz zwischen den Vor- und Nachteilen von oberem und unterem Abbrand lösen sogenannte Sturzbrandöfen. Diese Modelle besitzen eine Holztrockenkammer, in der die Brennstoffe ausgasen, wobei die austretenden Gase dann durch einen natürlichen Saugzug in die Brennkammer geleitet werden, wo sie in Wärmeenergie umgewandelt werden. Auf diese Weise kombiniert ein Sturzbrandofen die Energieeffizienz eines unteren Abbrandes und den ästhetischen Wert eines oberen Abbrandes.

Woher soll die Verbrennungsluft stammen?

Außerdem beachtenswert ist die Unterscheidung zwischen raumluftabhängigen und raumluftunabhängigen Schwedenöfen. Raumluftabhängige Skandinavische Öfen beziehen die gesamte zur Verbrennung benötigte Luft aus dem Aufstellungsraum, während Schwedenöfen mit einem Außenluftanschluss einen Teil des benötigten Sauerstoffs durch einen Luftkanal oder doppelzügigen Schornstein von außen anziehen.

Raumluftunabhängige Schwedenöfen sind vor allem für Niedrigenergie- und Passivhäuser gedacht, da sie einen Außenluftanschluss besitzen und derart hermetisch abgeriegelt sind, dass sie die gesamte Luft von außen anziehen. Dies verhindert in sehr gut gedämmten Häusern das Austreten von giftigen Rauchgasen beim vorrübergehenden Entstehen eines Unterdrucks durch den Betrieb einer elektro-mechanischen Lüftungsanlage.

Die Geschichte hinter den Schwedenöfen

Die heutigen schwedischen Öfen lassen sich zurückführen auf die um 1910 aus Amerika importierten Leuchtöfen. Vor der Entwicklung der Leuchtöfen waren nahezu alle europäischen Kamine so gut wie geschlossen, da es kein transparentes und hitzeresistentes Material gab und der freie Funkenflug dennoch unterbunden werden musste. Daher waren die Vorgänger des Schwedenofens höchstens mit feinen ornamentalen Strukturen ausgestattet, durch die ein wenig Licht nach außen drang und zugleich ein Kontrollblick auf das Feuer ermöglicht wurde.

Dann jedoch entwickelte man in den USA den Leuchtofen. Zentraler Auslöser war die Entdeckung, dass die verwendeten Glimmerkristalle bis etwa 600 °C hitzebeständig waren und gleichzeitig eine ähnliche Transparenz wie Glas aufwiesen. Also baute man die Vorläufer der heutigen Schwedenöfen, die Leuchtöfen, aus Gusseisen mit kleinen Scheiben aus Glimmer.

Größere Strukturen waren nicht möglich, da die per Hand abgebauten Glimmerkristalle eine maximale Seitenlänge von 25 cm hatten.
Mit der erst in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts entwickelten Glaskeramik, welches bis etwa 900 °C hitzebeständig ist, gab es schließlich ein Material, welches keine Anfälligkeit gegenüber plötzlichen Temperaturänderung zeigte. Mit diesem auch für größere Flächen geeigneten Werkstoff konnten nun auch die heute populären großen Sichtfenster der skandinavischen Kaminöfen gefertigt werden.

schwedischer Ofen von Leda

Was kostet ein Schwedischer Ofen?

Wie teuer ein Schwedenofen in der Anschaffung ist, lässt sich nicht pauschalisieren. Viele Faktoren spielen bei der Preisgestaltung eine wichtige Rolle. Je mehr Leistung Sie möchten, umso teurer ist er. Je hochwertiger und exklusiver die Ausstattung, desto mehr Geld müssen Sie investieren. Die Art der Verkleidung beeinflusst ebenfalls die Höhe des Preises. Auf ofenseite.com können Sie hochwertige Markenöfen zwischen 500 € und 5000 € kaufen. Sie müssen nur für sich entscheiden, wie viel Sie in Ihren schwedischen Ofen investieren möchten.

Sie sollten auf jeden Fall bedenken, dass der Kauf eines Ofens eine Investition für die nächsten Jahrzehnte darstellt. Da lohnt es sich etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, um sich für das Modell zu entscheiden, das einem auch wirklich rundum gefällt.

Wie wird ein Schwedenofen angeschlossen?

Wenn Sie Ihren Ofen selbst anschließen möchten, ist natürlich die Wahl eines Schwedenofens günstig. Da es sich um bereits vormontierte Kaminöfen handelt, müssen Sie nur ausgepackt und mit dem Rauchrohranschluss verbunden werden. In Deutschland dürfen Öfen für Festbrennstoffe (z.B. Holz oder Kohle) von Ihnen selbst installiert werden. Dennoch ist es empfehlenswert vorab eine Begehung mit dem Schornsteinfeger vorzunehmen. Dieser kann Ihnen hilfreiche Hinweise liefern, zudem muss er Ihre Arbeit schlussendlich abnehmen. Bitte beachten Sie, dass viele Hersteller schwedischer Kaminöfen in Ihren Garantiebedingungen vorschreiben, dass er von einem Fachmann installiert wird.

Schwedische Kaminöfen - Welche Marke ist die Beste?

Auch wenn es Schwedenofen heißt, werden Kaminöfen dieser Bauart in ganz Europa produziert. Bekannte Hersteller sitzen in Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, aber natürlich auch im skandinavischen Raum. Auf ofenseite.com finden Sie eine große Auswahl an schwedischen Öfen von vielen großen Marken.

Bestellen Sie namhafte Schwedenöfen von:

  • Aduro: Die im dänischen Aarhus ansässige Firma baut Öfen mit modernstem Anspruch an Technik und Design.
  • Austroflamm: Das österreichische Unternehmen Austroflamm steht für technische Innovation im Ofenbereich.
  • Haas & Sohn: Dieses Unternehmen gehört zu den erfolgreichsten europäischen Herstellern von Kaminöfen und Küchenherden.
  • La Nordica: 1967 gründete sich die in Norditalien ansässige Firma La Nordica, die seit jeher zu einer festen Größe im Ofensegment geworden ist.
  • Spartherm: Spartherm ist ein familiengeführtes Unternehmen, das stets Perfektion in seinen Produkten anstrebt.
  • Wamsler: Der Münchner Betrieb beeindruckt mit 140 Jahren innovativer und reichhaltiger Unternehmensgeschichte.

Schwedische Öfen sicher installieren

Ein Schwedenofen stellt wortwörtlich ein Spiel mit dem Feuer dar, weshalb dem Thema Sicherheit gar nicht genug Beachtung geschenkt werden kann. Wichtig ist vor allem auf die Sicherheitsabstände zu achten, sodass kein Funkenflug in der Nähe des Schwedenofens platzierte brennbare Gegenstände in Brand setzen kann. Bei druckführenden wassergeführten schwedischen Kaminöfen schreibt der Gesetzgeber eine thermische Ablaufsicherung vor, die dafür sorgt, dass im Falle eines Stromausfalls und damit der Unterbrechung der Pumpentätigkeit überschüssige Wärme aus dem System abgeführt wird.

Ebenfalls kommt die thermische Ablaufsicherung zum Tragen, wenn die Pumpe defekt ist oder der Pufferspeicher die maximale Energiemenge aufgenommen hat. Drucklose wassergeführte Kamine, auch offene Systeme genannt, können hingegen auch im Fehlerfall nicht in unsichere Zustände übergehen. Solche Öfen sind jedoch in Deutschland kaum noch in Verwendung.

Wo sollten Sie Ihren Schwedenofen kaufen?

Sie möchten einen Schwedenofen kaufen? Dann sind Sie auf ofenseite.com genau an der richtigen Adresse. Wir bieten Ihnen eine riesige Auswahl an Produkten rund um das Themen Kaminöfen und Heiztechnik. Dabei können Sie sich sicher sein stets beste Markenware zu erhalten. Profitieren Sie auch von unserem einmaligen Service. Haben Sie Fragen zu einem schwedischen Ofen, zur Montage oder zu anderen Themen, dann scheuen Sie sich nicht den Hörer in die Hand zu nehmen. Unsere geschulten Fachberater antworten gerne darauf und helfen Ihnen weiter.

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