Keramikgrills

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Grillen, Kochen, Smoken, Backen oder Dünsten - Keramikgrills zählen zu den Allroundern der gepflegten Outdoorküche. Vom saftigen Steak und leckeren Schweinebraten bis hin zur knusprigen Pizza: Es gibt kaum ein Gericht, das Sie nicht darauf zubereiten können. Dank der keramischen Außenhülle lässt sich die gewünschte Temperatur besonders lange halten. Mit einem solchen Kamado-Grill erhalten Sie also Grill, Smoker & Steinofen in einem Gerät.

Was ist ein Keramikgrill?

Keramikgrills sind Grills, die statt auf veredeltes Blech auf massive Keramik setzen. Die mit Holzkohle befeuerten Grillgeräte sind die moderne Version alter chinesischer und indischer Lehm-Kochstellen und Keramik-Kochgeschirre, die schon seit tausenden Jahren in Gebrauch sind. Das Äußere eines Keramikgrills erinnert an ein überdimensionales Ei, dessen Schale aus hochwertiger, dickwandiger Keramik (meist 2-3 cm) besteht. Je dicker die Keramikwand ist, umso besser bleibt die Wärme gespeichert und desto niedriger ist der Verbrauch an Holzkohle.

Im Deckel ist meist ein Thermometer integriert, sodass Sie ohne ihn zu öffnen die Temperatur ablesen können. Über verschiedene Luftregler am Boden und im Deckel steuern Sie die Luftmenge, die in den Keramikgrill gelangen kann. Im Inneren befindet sich eine Feuerbox und ein Feuerring, in dem die Holzkohle platziert wird. Darüber liegt das Grillrost, auf dem Sie die zu garenden Leckereien platzieren können. Sie können "low&slow" bei geschlossenem oder scharf bei geöffnetem Deckel grillen.

Keramikgrill Monolith Classic

Vor- und Nachteile von Keramik bei Grills

Alle bei uns erhältlichen Kamado-Grills werden aus speziellen Keramiken gefertigt. Allen Keramiken ist eine wunderbare Eigenschaft gemeinsam, die bei den modernen Kochgeräten perfekt zum Tragen kommt: die Hitze wird gespeichert und wie bei einem Steinbackofen gleichmäßig wieder zurückgestrahlt - und: Keramik isoliert nach außen extrem gut, was die Verbrennungsgefahr reduziert.
Nahezu unabhängig von der Umgebungstemperatur sind Grilltemperaturen zwischen 70 und 400 °C erreichbar.

Keramikgrills sind hervorragende Smoker und Grills, und unübertroffen als kompakte Brot- und Pizzaöfen - denn die Seiten und Kuppeln absorbieren die Hitze und strahlen sie zurück wie ein professioneller Backofen, sodass Pizza und Brot von allen Seiten die richtige Temperatur abbekommt.

Sie sind auch super für Paella und Eintopfgerichte geeignet, und - dank variabler Temperatur - natürlich auch zum klassischen Grillen von Fleisch, Fisch und vielem mehr.

Die wichtigsten Vorteile des Keramikgrills auf einen Blick:

  • perfekt für Schneegrillen
  • Hitze bleibt lange gespeichert
  • geeignet zum Grillen, Räuchern, Schmoren & Backen
  • Temperatur lässt sich recht genau einstellen
  • lange Lebensdauer
  • Außenhülle erreicht keine allzu hohen Temperaturen

Die sehr gut isolierende Keramik sorgt mit der Absorption und gleichmäßigen Abstrahlung der Wärme für sehr konstante Temperaturverhältnisse im Grill. Dadurch entfällt das ständige Wenden des Fleisches, bis es gar ist. Einmal geschlossen, arbeitet ein Keramikgrill eher wie eine Backkammer, in der ringsum konstante Temperaturen herrschen.

Speziell bei Longjobs wie Pulled Pork, Spareribs oder ganzen Hühnchen ist dies natürlich von enormen Vorteil. Hier kann die Temperatur länger konstant gehalten werden und trifft von allen Seiten auf das Grillgut. Die stark isolierende Keramik ermöglicht es auch, einen Keramikgrill problemlos im Winter zu betreiben - die Temperatur im Inneren lässt sich ringsum bedeutend besser regulieren als mit einem klassischen Metallgrill. Ein Nachteil der dicken Wände ist jedoch, dass sie sich relativ träge verhalten und eine gewisse Zeit benötigen, bis sie warm sind. Sind sie einmal warm, bleiben sie es auch über eine gewisse Zeit. Die Temperatur kann nicht eben von heiß auf warm umgestellt werden - ist man über seine Zieltemperatur hinausgeschossen, dauert es also eine Weile, bis die Keramik des Grills wieder runtergekühlt ist. Auch bringt ein Keramikgrill ein gewisses Gewicht auf die Waage, was - je nach Modell und Größe - eine eingeschränkte Mobilität mit sich bringen kann. Zwar gibt es für die meisten Modelle fahrbare Untergestelle, doch eine Wiese sollte man damit nicht befahren. Auch Treppen und Stufen können zum Problem werden.

Beim Transport sollte man generell sehr behutsam umgehen: lässt man sie fallen oder schlägt sie irgendwo dagegen, kann die Keramik schnell brechen. Gibt man jedoch gut auf einen Keramikgrill acht, hat er oft eine längere Lebensdauer als der Besitzer. Da die Keramikgrills gegen Witterung relativ unempfindlich sind (Keramik rostet nicht) sollten sie am Besten an Ort und Stelle stehen bleiben - auch im Winter.

Welchen Keramikgrill sollten Sie kaufen?

Sie möchten einen Keramikgrill kaufen? Dann haben Sie die Qual der Wahl. Es gibt Sie in verschiedenen Größen, Farben und Designs von unterschiedlichen Herstellern. Damit Sie auch wirklich den besten Keramikgrill für Ihr Zuhause finden, sollten Sie sich zunächst die folgenden Fragen stellen.

Welcher Hersteller sagt Ihnen zu?

Auch wenn das Grillen auf Keramik noch ein recht junger Trend in Deutschland ist, gibt es hierzulande bereits einige Marken, die sich auf diesem Segment etabliert haben. Allen voran gehört natürlich das Big Green Egg dazu, dass mit seiner grünen Golfballoberfläche gleich ins Auge fällt. Aber auch Monolith-Grills sind bereits unter den Grillprofis als hervorragende Alternative zum großen grünen Ei bekannt. Darüber hinaus gibt es weitere Anbieter, die hochwertige Keramikgrills zu fairen Preisen anbieten. Schauen Sie sich einfach mal um!

Wie viel Platz brauchen Sie auf dem Grill?

Keramikgrills gibt es in vielen unterschiedlichen Größen zu kaufen. Die Angebotspalette reicht vom XXL Grill mit einem Rostdurchmesser von 74 cm bis hin zum handlichen Mini mit 27 cm Durchmesser. Je nachdem, wie viel Fleisch Sie grillen und wie viele Gäste Sie verköstigen möchten, brauchen Sie einen größeren oder kleineren Kamado. Bedenken Sie auch, je größer das Grill-Ei, umso schwerer ist es auch. Keramik ist nicht das leichteste Material. Ein solcher Grill im XL-Format lässt sich kaum noch alleine bewegen. Es sei denn, Sie kaufen gleich ein praktisches Gestell mit Rollen dazu, wenn es nicht sogar im Lieferumfang enthalten ist.

Wie viel möchten Sie investieren?

Eine weitere Frage, die Sie sich stellen sollten, lautet: Wie viel Geld möchten Sie ausgeben? Kleine und mittlere Keramikgrills gibt es bereits ab 500 € bis 1500 € online zu kaufen. Große Grills von namhaften Herstellern wie Big Green Egg hingegen können schon einmal bis zu 5000 € kosten. Sie müssen für sich entscheiden, wie viel Sie investieren möchten.

Benötigen Sie zusätzliche Ausstattung?

Wenn Sie sich für einen Keramikgrill entscheiden, dann haben Sie oft auch die Möglichkeit praktisches Zubehör zu kaufen. Die Auswahl reicht dabei oft vom einfachen Rollgestell, um ihn auch ohne große Anstrengung von A nach B zu befördern, bis hin zur praktischen Abdeckplane für die kalten Wintermonate. Auch verschiedene Grillroste oder Backsteine können Sie auf ofenseite.com passend zu Ihrem Kamado-Grill dazu bestellen.

Keramik-Grill Monolith Junior

Keramikgrill vs. Kugelgrill - Lohnt sich die Investition?

Sie spielen mit dem Gedanken sich einen Kamado-Grill zuzulegen, sind sich aber noch unsicher? Grillen, Räuchern, Backen - kann das nicht auch ein einfacher Kugelgrill, der in der Regel wesentlich günstiger ist? In der folgenden Tabelle vergleichen wir Keramik- und Kugelgrill miteinander und zeigen Ihnen, worin die größten Unterschiede bestehen.

Keramikgrill Kugelgrill
Vorteile
  • Doppelte Wärmekapazität durch Keramikverkleidung
  • Höhe Temperaturkonstanz über Stunden hinweg
  • Geringer Brennstoffverbrauch
  • Jahrzehntelange Lebensdauer
  • Günstig in der Anschaffung
  • Kurze Anheizphase
  • Geringes Gewicht
Nachteile
  • Teuer in der Anschaffung
  • Lange Anheizphase
  • Hohes Gewicht
  • Geringere Temperaturkonstanz
  • Höherer Brennstoffverbrauch

Insgesamt lässt sich sagen, dass sich die Investition in einen hochwertigen Keramikgrill immer dann lohnt, wenn Sie ein großer Verfechter der "low&slow"-Küche sind. Sie lieben Gerichte wie Pulled Pork, Spare Ribs und Beef Brisket? Sprich alles, das in Ruhe bei konstanter Temperatur über Stunden hinweg gegart werden muss? Dann ist ein Kamado-Grill genau das Richtige für Sie. Wenn Sie solche Gerichte jedoch nur selten angehen und lieber ein schnelles Steak zusammen mit Freunden zum Feierabend grillen wollen, dann ist ein hochwertiger Kugelgrill möglicherweise die bessere Wahl.

Was kann man mit einem Kamado-Grill alles machen?

Sicherlich können Sie Ihren Keramikgrill zum Anbraten von Steaks und Würstchen nutzen, aber damit schöpfen Sie bei Weitem nicht das volle Potenzial eines Kamados aus. Er kann viel viel mehr - ob grillen, räuchern, backen, garen, dörren oder einfach nur kochen! Verblüffen Sie Ihre Gäste mit einem leckeren, gedeckten Apfelkuchen oder einer knusprigen Pizza frisch vom Grill! Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf!

Direkt Grillen: Ein saftiges Steak - innen Medium; außen knusprig - selbstverständlich gelingt Ihnen das auf einem Keramikgrill genauso gut wie auf jedem anderen Holzkohlegrill. Dazu müssen Sie die Deflektorplatte entfernen, sodass das Grillrost nicht mehr von der Glut getrennt ist. Heizen Sie den Kamado wie gewohnt an und legen Sie das Grillgut auf, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist. Beim scharfen Angrillen ist es nicht zwingend nötig den Deckel zu schließen. Das Fleisch wird einfach über die Hitze der Glut fertig gegart.

Indirekt Grillen: Die wahre Stärke der Keramikgrills liegt im indirekten Grillen. Platzieren Sie den Deflektorstein über die heiße Holzkohle. So gelangt die Hitze kontrolliert durch den Stein nach außen. Dadurch wird das Fleisch auf dem Grillrost besonders schonend zubereitet. Auch zarter Fisch oder leckeres Gemüse lassen sich so auf den Punkt garen.

Räuchern auf dem Grill-Ei

Smoken: Mit einem Kamado-Grill holen Sie sich auch einen Smoker in Ihren Garten. Denn durch seine einzigartige Konstruktion lassen sich Rauch und die eingestellte Temperatur über einen langen Zeitraum sicher halten, sodass Sie Fleisch & Fisch perfekt räuchern können. Dazu haben Sie in der Regel zwei Möglichkeiten. Entweder Sie geben die Räucherchips gleich zusammen mit der glühenden Holzkohle in die Feuerschale oder Sie legen das Räucherholz später auf, indem Sie es über eine Räucherschiene einführen.

Kochen & Schmoren: Wenn Sie geeignetes Küchenwerkzeug aus Edelstahl oder Gusseisen besitzen, das der Hitze auf dem Grill rundum standhält, dann können Sie auch ganz normale Koch- und Schmorgerichte darauf zubereiten. Wenn Sie einen solchen Grill besitzen, sollten Sie nicht zögern gleich die passenden Dutch Öfen und Gusspfannen mitzubestellen.

Backen: Sie brauchen keinen Steinofen, wenn Sie einen Keramikgrill haben. Wenn Sie Lust haben Pizza, Brot oder Flammkuchen zu backen, dann benötigen Sie nur den passenden Pizzastein für Ihren Grill. Diesen platzieren Sie einfach über die Deflektorplatte und lassen ihn ordentlich aufheizen. Ist das geschehen, können Sie Pizza oder Brot auflegen und fertigbacken. Sogar Kuchen können Sie daran backen. Dafür brauchen Sie nur eine feuerfeste Kuchenform und schon können Sie Ihr Grill-Ei genauso wie einen Backofen nutzen.

Backen auf dem Kamado

Die Geschichte der Keramikgrills

Frühe Lehmöfen erschienen in Indien vor ca. 4.000 Jahren, in China vor etwa 3.000 Jahren, etwa zeitgleich mit echter, mit hoher Temperatur gebrannter Keramik (nicht zu verwechseln mit Porzellan, welches ab dem 1. Jhd n. Chr. auftaucht). Um 300 v. Chr. wurde die Technik nach Japan exportiert und die keramischen Öfen bekamen ihren japanischen Namen: "Kamado" für die stationäre Variante und "Mushikamado" für mobile Kamados, ähnlich den heutigen Modellen.

Nach dem zweiten Weltkrieg sahen Tausende von US-Soldaten diese wunderbaren, mobilen Herde in Japan zum ersten Mal. Viele, die nach Hause zurückkehrten, brachten sich einen Kamado mit zurück - einige begannen sogar sie zu importieren und zu verkaufen. Ein solcher Unternehmer war Ed Fisher, der erkannte, dass es einen Markt für diese keramischen Holzkohlebrenner in den USA geben könnte. 1974 eröffnete er ein Geschäft in Atlanta - das Big Green Egg wurde geboren. Big Green Egg ist derzeit die weltweit bekannteste Marke der Keramikgrills, mit tausenden begeisterten Nutzern und einer umfangreichen Zubehörwelt.

Doch das große, grüne Grill Ei ist nicht der einzige Keramikgrill auf dem Markt. Es gibt mittlerweile eine breite Palette verschiedener Größen, Formen und Farben - in unserem Shop finden Sie deshalb auch noch Modelle von Monolith.

Unsere Keramikgrills von Big Green Egg und Monolith haben eine runde Grundform, was eine sehr gleichmäßige Wärmeverteilung der indirekten Konvektionswärme mit sich bringt.

Ein weiterer Hersteller am deutschen Markt ist Primo, der ovale Modelle fertigt. Ovale Modelle ermöglichen es, einfacher ein zwei Zonen-System zum Grillen einzurichten, dessen Konzept es ja ist, die Kohlen auf eine Seite des Grills zu legen und die andere Seite ohne Kohlen zu lassen. Mit zwei Zonen lassen sich die Lebensmittel von sehr heißer, direkter Infrarotwärme (der Kohlen) zu indirekter Konvektionswärme bewegen. Einem heißen Anbraten kann also ein langsames Durchgaren folgen.

Monolith hat dies bei seinen runden Modellen mittlerweile mit einem speziellen Kohlenkorb und geteilten Deflektorsteinen nachgerüstet. Wer diese Grilltechnik sehr häufig anwendet, sollte also auf dieses spezielle Zubehör achten. Auch bei Big Green Egg ist ein Umrüsten möglich, doch muss hier der Deflektorstein ganz herausgenommen oder eingesetzt werden - oder man legt das Grillgut einfach etwas weiter an den Rand, weg von den Kohlen.

Wie kann man auf einem Keramikgrill grillen?

Keramikgrills können binnen kurzer Zeit auf eine sehr hohe Temperatur hochgeheizt werden, sie halten diese Temperatur dann auch recht lange. Diese hohen Temperaturen sind perfekt für dünne Fleischstücke, die man heiß anröstet und innen saftig haben will. Idealerweise verwendet man hier einen Rost aus Gusseisen, der die Hitze besser speichert und so die typischen Grillstreifen erst ermöglicht. Perfekt ist dies auch für Gemüse, Fisch, Obst und Jakobsmuscheln.
Für Medium- und Well Done-Steaks sollte man auf einen zwei Zonen-Aufbau zurückgreifen. Auf der heißen Zone erfolgt erst das Anrösten, auf der warmen Zone zieht das Fleisch bis auf die gewünschte Kerntemperatur nach.


Für Longjobs bei mittleren Temperaturen wie Pulled Pork, Hühnchen und Spare Ribs sowie Backwaren muss ein Deflektorstein eingesetzt werden, der die direkte Hitze abhält. Den gleichen Aufbau sollte man beim Räuchern verwenden, beim Garen von Braten und ganzen Fischen. Ergänzt man diesen Aufbau um einen weiteren Back-/Pizzastein, hat man ein perfektes Setup für Torten, Brote, Pizzen oder das Dünsten von (Süß-) Kartoffeln und Gemüse. Auch das Einsetzen eines Dutch Oven wird mehr und mehr zum Trend bei Keramikgrills - denn damit wird das Zubereiten von Schmorgerichten, Saucen und Eintöpfen möglich.

Abhängig vom Hersteller gibt es unterschiedliches Zubehör und unterschiedliche Aufbauten.

Welche Brennstoffe sollte man in einem Keramikgrill verwenden?

Grundlegend ist es ok, sowohl Briketts aus auch klassische Holzkohle in einem Keramikgrill zu verwenden, beides funktioniert.

Briketts haben gegenüber loser Holzkohle allgemein den Vorteil, dass sie länger brennen. In einem Keramikgrill lässt sich die Luftzufuhr jedoch so genau steuern, dass dies praktisch nicht mehr ins Gewicht fällt. Man kann die Luftzufuhr sogar komplett stoppen, sodass die glühende Kohle erlischt und beim nächsten Grillen wieder entzündet werden kann. Briketts haben den Nachteil, dass sie deutlich länger brauchen, bis sie gebrauchsfertig sind - dies gilt auch für Keramikgrills.

Benutzt man relativ kleine Stücke in einem Keramikgrill, ist es etwas schwieriger, die Temperatur zu steuern. Auch preiswerte Kohle aus Weichhölzern sollte man meiden, da auch hier die Temperatursteuerung deutlich schwieriger ist.

Nutzen Sie idealerweise Holzkohle aus Harthölzern mit einer möglichst großen Körnung - diese lässt sich im Kamado auch deutlich besser bewegen und "umrühren" als kleinkörnige Stücke oder Briketts, die dazu neigen, sich zu einer kompakten Masse zu verdichten und die Luftzufuhr verstopfen.

Das richtige Zünden eines Kamados

Ein absolutes No-Go sind flüssige Grillanzünder, deren unangenehmer Geruch in die Keramik einzieht und den Geschmack des Grillguts negativ beeinträchtigt. Hat man doch einmal danebengegriffen, hilft es in einigen Fällen den Keramikgrill auf sehr hohe Temperaturen hochzuheizen und die Fehlaromen "herauszubrennen".

Nutzen Sie stattdessen natürliche Grillanzünder - beispielsweise in Würfelform.

Grundsätzlich gilt für alle Keramikgrills:

  1. Füllen Sie den Brennraum des Kamados mit Holzkohle.
  2. Öffnen Sie die untere Luftzufuhr komplett.
  3. Legen Sie 1 - 3 Stücke natürlichen Grillanzünder auf / in die Kohle.
  4. Zünden Sie die Grillanzünder an.
  5. Lassen Sie den Deckel offen!

Nach etwa 10 - 12 Minuten beginnt die Kohle durchgehend zu glühen, und die Temperatur kann auf das gewünschte Maß reguliert werden, in dem die Zu- und Abluft entsprechend eingestellt werden.

Einige Keramikgrillbesitzer schließen den Deckel bereits nach kurzer Zeit (3 - 5 Min.) und beginnen den Grill langsam "nach oben zu regeln", in dem Zu- und Abluft geregelt werden.

Als Alternative zu den Zündwürfeln sind auch elektrische Grillanzünder eine äußerst praktische Sache. Damit sind geschmackliche Verfälschungen durch einen Fehlgriff beim Anzünder völlig ausgeschlossen.

Keramikgrill richtig anzünden

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