Lüftungsgitter: starre vs. bewegliche Lamellen

Lüftungsgitter: starre vs. bewegliche Lamellen

Lüftungsgitter: starre vs. bewegliche LamellenBevor wir uns der Frage widmen, wann wir Lüftungsgitter mit starren Lamellen oder mit beweglichen Lamellen einsetzen sollten, wollen wir zunächst ein paar Worte zum eigentlichen Nutzen von Lüftungsgittern verlieren. Aus dieser Betrachtung ergibt sich dann nämlich auch folgerichtig die Antwort auf die Frage nach dem richtigen Lamellentyp.


Ein Kaminofen ist ja gut und schön, doch so richtig stilecht und effektiv ist eigentlich erst ein Kamineinsatz. Dieser ist typischerweise ein metallener Korpus, den Sie ganz nach Ihrem Geschmack verkleiden können. Normalerweise befindet sich dieser Kamineinsatz in der Wand integriert und macht so optisch den Eindruck eines altehrwürdigen Kamins, wie man ihn in älteren Gebäuden nach wie vor auffinden kann. Die große Stärke eines Kamineinsatzes liegt dabei - neben seiner optischen Prägnanz - vor allem in der Warmluftverteilung. Während ein Kaminofen seine Wärme nur im Aufstellungsraum verteilt, können Sie einen Kamineinsatz als Wärmelieferant für mehrere, normalerweise benachbarte Räume verwenden. Dies ist ganz einfach zu bewerkstelligen: Über so genannte Luftkanäle oder -rohre wird die Warmluft durch die betreffenden Wände hindurch geführt und an den gewünschten Stellen in die Räume entlassen. Dabei ist es optisch weniger wünschenswert, diese Schnittstellen zwischen Wand und Raum einfach geöffnet zu lassen, daher behilft man sich hier mit so genannten Warmluftgittern. Diese sind typischerweise von rechteckiger Form. Gleichzeitig benötigen Sie aber auch Kaltluftgitter: Aber wozu? Der Kamineinsatz braucht für eine ordentliche Funktionsweise natürlich eine stetige Luftzirkulation, um die erzeugte heiße Luft auch abführen zu können. Daher wird ihm über weitere Rohre stetig kalte Frischluft zugeführt, welche dann in unmittelbarer Nähe zum Abbrand erhitzt und folgerichtig über die Warmluftgitter in die entsprechenden Räume entlassen wird. Der Schlüssel zu einem ordentlichen Kamineinsatz ist also eine dauernde Luftzirkulation. Dabei wird die Kaltluft über so genannte Kaltluftgitter angesaugt.


Nun unterscheidet man die Anwendung von Lüftungsgittern mit beweglichen oder starren Lamellen folgendermaßen. Kaltluftgitter sollten nur starre Lamellen haben, da sie niemals geschlossen werden dürfen. Geschlossene Kaltluftgitter würden nämlich bedeuten, dass dem Kamineinsatz keine Kaltluft mehr zugeführt werden kann, was schlimme Folgen bis hin zur teilweisen Zerstörung wichtiger Komponenten wie etwa der Sichtscheibe oder der Kaminverkleidung haben kann, weil sich heiße Luft staut und eben nicht mehr gekühlt wird. Bei Warmluftgittern wiederum haben Sie die Wahl, da geschlossene Lamellen hier keine Katastrophe auslösen können. Generell bieten sich jedoch bewegliche Lamellen an, weil Sie so die Warmluftzufuhr in den einzelnen Räumen je nach Geschmack durch Schließen oder Öffnen regulieren können.


Eine weitere Form der Lüftungsgitter ist übrigens mit Gaze ausgeführt, welche einen besonderen optischen Reiz hat und für Warm- wie auch für Kaltluftgitter geeignet ist.


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