Kaminofen installieren: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Kaminofen Voraussetzungen bei der Planung beachten

Kaminöfen sind eine traditionelle, natürliche und gleichzeitig sehr moderne Art zu heizen. Ein solcher Ofen bringt behagliche Wärme in Ihre Räumlichkeiten. Zudem heizt er ressourcensparend und schadstoffarm. Allerdings müssen Sie bei der Installation Ihres Kaminofens einige wichtige Voraussetzungen beachten.

Zu den Kaminofen Voraussetzungen zählen unterschiedliche Punkte. Hierzu gehören:

Wir geben einen Überblick darüber, welche Kaminofen Voraussetzungen Sie beachten müssen, damit Sie Ihren Kamin ordnungsgemäß installieren und betreiben können.

Auf diese baulichen Kamin Voraussetzungen müssen Sie achten!

Bevor Sie sich für den Kauf eines Kaminofens entscheiden, sollten Sie die Statik Ihres Hauses unbedingt durch einen Fachmann überprüfen lassen. Kaminöfen besitzen ein hohes Eigengewicht. Die Fußböden und Decken älterer Häuser halten dieser Belastung nicht immer Stand. 

Auch kommt es auf die Beschaffenheit des Fußbodens an. Falls der Ofen nicht auf Stein, Fliesen oder einem anderen feuerfesten Untergrund stehen kann, schreibt der Gesetzgeber den Schutz des Fußbodens durch eine Feuerschutzplatte vor. Sie schützt die Umgebung des Ofens gegen Funkenflug und muss den Fußboden mindestens 50 Zentimeter vor und 30 Zentimeter neben dem Kamin bedecken. 

Die Frage nach dem passenden Schornstein klären

Falls Ihr Haus bereits mit einem Schornstein ausgestattet ist, müssen Sie vorab einige Fragen klären: 

  • Ist der vorhandene Rauchabzug intakt oder benötigt er eine Sanierung?
  • Wird er bereits benutzt? Welche Feuerstätte ist daran angeschlossen?
  • Mit welchem Brennstoff wird der vorhandene Ofen betrieben?

Die essentiellste Voraussetzung für einen Kaminofen ist, dass er zum Schornstein passt. Für optimalen Zug muss der Schornstein eine ausreichende Höhe und einen an die Leistung des angeschlossenen Ofens angepassten Innendurchmesser haben. Ein zu kleiner oder zu großer Durchmesser beeinträchtigt die Förderleistung und kann zu Schäden am Rauchabzug oder an der Heizanlage führen. Eine Querschnittsberechnung gibt Ihnen Auskunft über die Kompatibilität. Ist noch kein Schornstein vorhanden, rüsten Sie Ihr Haus mit einem Edelstahlaußenschornstein oder einem Leichtbauschornstein nach. Beide Varianten werden als Systemschornstein geliefert. Die Nachrüstung erfolgt schnell und ohne großen Aufwand. 

Eine Mehrfachbelegung des Schornsteins ist möglich, wenn die angeschlossenen Feuerstätten über eine identische Bauart verfügen und mit den gleichen Brennstoffen betrieben werden. Beispielsweise können Sie für zwei mit Holz beheizte Öfen ohne Gebläse in unterschiedlichen Etagen denselben Rauchabzug nutzen. Wichtig bei einer Mehrfachbelegung ist, dass aus einer derzeit nicht genutzten Feuerstätte keine Rauchgase in die Innenräume dringen können. Daher muss es sich bei einer Mehrfachbelegung um Kaminöfen der Bauart 1 handeln - diese verfügen über selbstschließende Türen und eine geschlossene Betriebsweise.

Nicht immer ist eine Mehrfachbelegung am Kamin möglich.

Möchten Sie zwei Heizanlagen mit unterschiedlichen Brennstoffen betreiben, benötigen Sie auch zwei Schornsteine. Die Lösung ist entweder die Montage eines neuen Edelstahlschornsteins oder aber ein zweizügiger Schornstein. Viele gemauerte Schornsteine verfügen bereits über zwei voneinander unabhängige Abgasrohre, von welchen eins zum Beispiel bereits für die Ölheizung verwendet wird und das zweite lediglich als Wartungsschacht dient. In diesen zweiten Schacht kann bei Bedarf ein Edelstahlsystem integriert werden.

Besondere Voraussetzungen für Kaminofen mit wasserführendem Betrieb

Kaminöfen, die mit Wasser betrieben werden, kombinieren angenehme Strahlungswärme mit einer optimalen und besonders umweltfreundlichen Nutzung der erzeugten Wärmeenergie. Das Feuer im Kamin dient gleichzeitig zur Brauch- oder Heizwassererwärmung. Der bauliche Mehraufwand besteht darin, dass ein Rohrsystem, ein Wärmetauscher sowie ein Pufferspeicher installiert werden müssen. Auf die Anforderungen an das Abgassystem hat diese Bauart keinen Einfluss. Das Rauchrohr wird in der Regel aus dem oberen Bereich des Ofens zum Schornstein hingeführt und mit diesem durch einen Wanddurchbruch verbunden.



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Standortwahl: Diese räumlichen Voraussetzungen gilt es zu beachten

Zu den Kaminofen Voraussetzungen gehört natürlich auch die Wahl des richtigen Standorts. Der Raum, in dem der Kaminofen installiert wird, muss außer bei raumluftunabhängigen Kaminen groß genug sein, um eine ausreichende Versorgung mit Frischluft zu garantieren. Ebenso muss ein Mindestabstand zur Wand sowie brennbaren Materialien in der Nähe des Ofens eingehalten werden. Eine Wand, die zum Teil aus feuerfesten und zum Teil aus brennbaren Materialien besteht, wird als brennbares Bauteil eingestuft. Der Platzbedarf für einen freistehenden Schwedenofen beträgt in der Regel 1-2 m². Für individuell verkleidete Kamineinsätze sowie Kaminbausätze sollten Sie eine größere Aufstellfläche einplanen.

Die Mindestabstände sowie die Anforderungen an den Brandschutz werden durch den Gesetzgeber vorgegeben. Sie unterscheiden sich zwischen den verschiedenen Feuerstätten. In den Herstellerangaben zu Ihrem Kaminofen finden Sie alle Vorschriften, die für Ihren Ofen gelten. Natürlich muss die Größe des Aufstellraumes dafür ausreichen, um diese Vorgaben einzuhalten. 

Doch nicht nur die Maße sind ein Kriterium für die Standortwahl, sondern auch die Leistung des Ofens muss zum Aufstellraum passen. Um für wohlige Wärme zu sorgen, sollte ein Kaminofen weder zu klein noch zu groß gewählt werden. Vor allem ein zu groß gewählter Kamin kann sich nachteilig auswirken, da er zu sogenannten Hitzestaus führen kann. Der Aufstellraum wird so aufgeheizt, dass permanent gelüftet werden muss und die Energie direkt wieder nach draußen verschwindet. Die Faustregel besagt, dass bei einem gut gedämmten Haus auf 1 m² Wohnfläche 0,1 kW Heizleistung benötigt werden. Ein Kaminofen mit 6 kW eignet sich also für Räume mit ca. 60 m².

Gesetzliche Voraussetzung beim Kamin Einbau

Bereits bei der Planung und natürlich auch beim Einbau Ihres Kamins haben Sie neben den vorgeschriebenen Mindestabständen weitere gesetzliche Vorschriften zu beachten:

  • Die Feuerstätte muss die einheitlichen europäischen Normen für Kaminöfen erfüllen. Die Öfen werden innerhalb der EU nach einem einheitlichen Verfahren zugelassen. Importöfen, die diese Standards nicht nachweisbar erfüllen, dürfen in Deutschland und der EU grundsätzlich nicht betrieben werden. 
  • Die Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes bzw. der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) zum Abgas- und Feinstaubausstoß von Kaminöfen müssen zwingend eingehalten werden. 
  • Ein Kaminofen darf nicht betrieben werden, bevor seine Aufstellung und seine Installation nicht durch einen Schornsteinfeger überprüft und abgenommen wurde. In diese Prüfung sind auch die Kontrolle und Abnahme des Schornsteins eingeschlossen. 

Last but not least: Für ausreichend Brennstoff sorgen

Nachdem Sie alle anderen Kaminofen Voraussetzungen geklärt haben, benötigen Sie natürlich auf einen ausreichend großen Brennstoffvorrat. Sie müssen also die Beschaffung sowie die Lagerung des Brennmaterials planen. Das Brennholz für Ihren Kaminofen können Sie im Handel kaufen, aber auch selbst in einem dafür zugelassenen Waldstück oder in Ihrem Garten schlagen. Im zweiten Fall ist eine ausreichend lange Lagerdauer wichtig, damit die Restfeuchte im Holz für einen reibungslosen und raucharmen Abbrand nicht zu hoch ist. Die Restfeuchte von gutem Brennholz liegt zwischen 15 und 20 Prozent. Um sie zu erreichen, muss frisch geschlagenes Holz an einem luftigen und trockenen Ort für zwei bis drei Jahre lagern.

Denken Sie bei der Kaminplanung auch an die Besorgung von ausreichend Brennholz.
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Veröffentlicht am 18.11.2018 10:01 | 0 Kommentare

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