Was? Wann? Wo? Brennholz kaufen: Wissenswertes und Tipps

Veröffentlicht am 22.05.2020 08:00 | 0 Kommentare
Einkaufswagen mit Holz
Wer in seinem Haus mit einem Kaminofen, Kamineinsatz oder einer Holzheizung heizen möchte, braucht regelmäßig Brennholz. Dabei spielt der Preis ebenso eine Rolle wie die Beschaffenheit und die Brennfähigkeit des Holzes. Kaminholz bekommen Sie direkt beim Holzlieferanten, bei Waldbesitzern und im Handel. Sie können sich das Brennmaterial liefern lassen oder beim Produzenten abholen. Insbesondere dann, wenn Sie größere Mengen benötigen, weil die Holzheizung Ihre Hauptwärmequelle ist, sollten Sie auf die Kosten und die Eigenschaften achten, die das Kaminholz mitbringen soll.

Bei Brennholz für KaminofenHolzvergaser und Co. gibt es große Qualitätsunterschiede. Hier ist zunächst die Holzart wichtig. Manche Hölzer bieten einen sehr Holzvergaser, bei anderen ist der Wert dagegen eher niedrig. Da Sie beim Heizen mit Holz aber auch auf die Energiebilanz und den Preis achten, lohnt sich ein Blick darauf, ob der Brennwert hoch ist, und auf die thermische Energie, die durch den Brennwert bestimmt wird. Sie können sich für sortenreines Holz oder Mischholz entscheiden. Holzhändler bieten in der Regel beide Varianten an, wobei Harthölzer teurer gehandelt werden als Nadelhölzer. Für welchen Typ Sie sich entscheiden, ist zum großen Teil Geschmackssache.
Brennholzstapel
Tipp: Buchenholz ergibt ein besonders attraktives Flammenbild, bei einem Ofen mit großem Sichtfenster kann das ein Kriterium sein. Birke riecht dagegen beim Abbrennen sehr gut. Nadelhölzer eignen sich gut zum Anfeuern, Harthölzer sind ideal zum Nachlegen. 
Ein weiteres Qualitätsmerkmal von Kaminholz ist die Restfeuchte. Ist das Kaminholz zu feucht, führt das zu einem schlechten Heizverhalten und zu starker Rauchentwicklung. Das heißt, dass das Brennmaterial trocken und gut abgelagert sein muss, nicht frisch geschlagen. Achten Sie also beim Kauf auf die Feuchtigkeit, denn ist das Holz noch zu feucht sollten Sie es noch zum Trocknen lagern und es nicht direkt zum Heizen verwenden. Zudem sollte das Brennholz frei von Pilz- und Ungezieferbefall sein. Verfärbungen und ein unangenehmer Geruch sind Indizien für einen Befall, dann besser nicht kaufen, auch wenn das Material günstig ist!

Achten Sie außerdem auf die Größe der Holzscheite. Wenn Sie selbst sägen und spalten, können Sie die Scheite direkt in die richtige Form bringen. Wer dagegen ein Angebot beim Holzlieferanten nutzt, sollte sich bewusst sein, dass klein gemachtes Holz mehr kostet, als zum Beispiel ganze Stämme, die Sie selbst zerlegen.
Tipp: Als Faustregel gilt: Für einen Ofen mit kleiner Öffnung ist eine Holzlänge von 25 bis 30 Zentimeter optimal. Bei einem Ofen mit mittlerer Öffnung kann die Länge 30 bis 40 Zentimeter betragen, für einen Ofen mit großer Öffnung kaufen Sie Scheite mit einer Länge von 40 bis 50 Zentimeter. Angaben zur Brennraumgröße entnehmen Sie der Bedienungsanleitung des Ofens.
Wann Holz kaufen?
Angebot und Nachfrage bestimmen die Kosten. Die beste Zeit zum Kauf ist im Sommer. Wenn das Wetter im Herbst plötzlich ungemütlich und kalt wird, kaufen viele Menschen Kaminholz. Sorgen Sie also besser im Sommer vor, dann ist der Anschaffungspreis meist günstig. Die Preisunterschiede sind beim Holzhändler ebenso sichtbar wie beim Holzkauf in einem Baumarkt.
Tipp: Hinweis: Frisch geschlagenes Holz muss mindestens ein bis zwei Jahre lagern. Fragen Sie deshalb beim Händler nach, aus welchem Jahr der Holzschlag stammt. Das gilt natürlich auch dann, wenn Sie einen Waldbesitzer kennen, der direkt verkauft oder Ihnen die Möglichkeit zum selbst sammeln oder gar schlagen gibt. 
Wo Holz kaufen?
Kaminholz beziehen Sie am besten regional, damit tun Sie viel für eine gute Ökobilanz. Sie bekommen Brennholz beim Fachhändler und in Baumärkten, Sie können es selbst abholen oder liefern lassen. Wenn Sie einen Waldbesitzer in der Nähe kennen: umso besser! Achten Sie bei einem Preisvergleich darauf, wie die Maßangabe ist. Kaminholz und Brennholz wird entweder in Kilogramm, Festmetern, Raummetern oder Schüttraummetern verkauft. Gut vergleichbar sind nur Preisangaben, die mit der gleichen Maßangabe formuliert sind und sich auf die gleiche Holzart beziehen.
Holz kostenlos bekommen
Wer Brennholz sehr günstig oder kostenlos erhalten möchte, kann sich an das örtliche Forstamt wenden. Sie dürfen nicht einfach auf eigene Faust Bäume fällen oder Kleinholz im Wald sammeln, sondern brauchen eine Genehmigung. Das zuständige Forstamt stellt einen Sammelschein, meist gegen eine geringe Gebühr, für ein bestimmtes Gebiet aus. Wer selbst schlagen möchte, braucht einen "Brennholzführerschein". Das ist ein Nachweis, dass Sie mit einer Motorsäge umgehen können. Wichtig ist auch unbedingt die entsprechende Schutzausrüstung, um Unfälle zu vermeiden. Neben der Fachkenntnis brauchen Sie natürlich eine Transportmöglichkeit und den Lagerplatz. Auch die Nachfrage bei Sägewerken oder Abbruchunternehmen kann sich lohnen, auch hier kann man mit etwas Glück kostenlos oder sehr günstig Brennholz erhalten.
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