Wie bestimme ich die Restfeuchte im Holz?

Wie bestimme ich die Restfeuchte im Holz?

Für eine möglichst rauchfreie und gleichzeitig aber auch leistungsstarke Verbrennung sollten Sie möglichst trockenes Holz verwenden. Vielen Besitzern eines Kaminofens ist dies sicherlich bewusst. Wissen Sie aber auch, wie Sie eigentlich die Restfeuchte im Holz bestimmen können? Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen beschreiben, was Holzfeuchte – auch Holzfeuchtigkeit genannt – überhaupt ist, wie man sie erkennen und messen kann und welchen Einfluss dies auf den Verbrennungsvorgang in Ihrem Kaminofen jeweils hat.

Die Holzfeuchte beschreibt jeweils den prozentualen Anteil von Wasser in Holz, wobei dieser Wert eine entscheidende Bedeutung im Hinblick auf die Verbrennung, aber natürlich auch hinsichtlich von Schimmel- und Pilzbildung hat. Die Holzfeuchte tritt nicht nur bei einem direkten Wassereinfluss (Regen oder Überflutung), sondern auch indirekt durch die Luftfeuchtigkeit auf, da sich die Holzfeuchte direkt proportional zur Luftfeuchte verhält. Der Wert der Holzfeuchte wird dabei aus der Masse des enthaltenen Wasser pro Masse des jeweiligen Holzanteils ermittelt.

Sprachlich wird zwischen vier verschiedenen Grundstufen bezüglich der Feuchte bzw. Trockenheit von Holz unterschieden. Holz kann hierbei absolut trocken sein (sog. atro; darrtrockene Trockenmasse), lufttrocken (lutro; nach mehrjähriger lufttrockener Lagerung), waldfrisch (forstlich zwischengelagert) oder fällfrisch (auch saftfrisches Grünholz genannt direkt nach der Fällung).

Bestimmen können Sie die Feuchtigkeit Ihres Brennholzes auf unterschiedliche Weise, allerdings bietet sich Ihnen Zuhause sicherlich am besten ein elektrisches Holzfeuchtemessverfahren an. Hierbei erlauben entweder der elektrische Widerstand oder die elektrische Leitfähigkeit Rückschlüsse auf die Holzfeuchte vor allem im Bereich zwischen 5 bis maximal 30 Prozent. Dafür werden mit einem Holzfeuchtemessgerät einfach zwei Elektroden (sog. Einsteckfühler) an den Enden des Holzscheites eingeführt. In der Regel eignet sich ein solches Verfahren vor allem für bereits gelagertes Scheitholz. Zur Vermeidung von Messungenauigkeiten sollten Sie allerdings Astlöcher und Holzrisse meiden und an mehrfach an unterschiedlichen Stellen messen. Außerdem ist noch empfehlenswert, das Holz vor der Messung in der Mitte zu spalten und dann die Messung vornehmen, da in der Mitte des Holzes die meiste Feuchtigkeit steckt.

Die Auswirkungen der Holzfeuchte auf den Wirkungsgrad Ihrer Verbrennung sind nicht zu unterschätzen, sondern beeinflussen stark den Brennvorgang: Während waldfrisches Brennholz beispielsweise einen Brennwert von etwa 7.000 Joule pro Kilogramm ausweist, kommt lufttrockenes Brennholz bereits auf einen Wert von ca. 16.000 Joule pro Kilogramm und thermisch getrocknetes Holz sogar auf einen Wert bis zu 18.000 Joule pro Kilogramm. Je trockener also Ihr Brennholz ist, umso besser ist danach gleichfalls auch der Grad der Verbrennung.

Beachten Sie bitte, dass Sie die Holzfeuchte nicht mit dem Wassergehalt im Holz verwechseln, da sich der Wassergehalt auf das Verhältnis von Wasseranteil in Bezug auf die Masse des Nassholzes bezieht.
 


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