Warum kommt der Weihnachtsmann durch den Schornstein?

Weihnachtsmann kommt durch Schornstein

Bald ist es wieder so weit und der 24.12. steht vor der Tür. Weihnachten: Das Fest der Liebe und vor allem der Geschenke. Doch wie ist der Brauch des Schenkens überhaupt entstanden? Und was uns als Kaminofen- und Schornsteinhändler noch viel mehr interessiert: Wie und warum kommt der Weihnachtsmann durch den Schornstein? Wir haben uns für Sie auf Spurensuche begeben und die wichtigsten Informationen in diesem Beitrag zusammengefasst.

Vom Nikolaus, dem Christkind und dem Weihnachtsmann

Nikolaus, Christkind, Knecht Ruprecht, Weihnachtsmann: Für den Job des Geschenkebringers an Weihnachten gibt es viele Namen, doch sieht die Jobbeschreibung bei allen gleich aus oder gibt es Unterschiede hinsichtlich der Arbeitszeiten und des Aufgabengebiets?

Warum am Nikolaustag der Gabenteller aufgestellt wird

Seinen Ursprung hat die Tradition des Schenkens in der Weihnachtszeit beim heiligen Nikolaus. Im 4. Jahrhundert wirkte der Bischof Nikolaus von Myra in Lykien in der heutigen Türkei. Er war vor allem für seine Großzügigkeit bekannt und hat, der Legende nach, sein Hab und Gut an Kinder und arme Menschen verteilt. Bedingt durch die Kreuzzüge im 11. Jahrhundert fand der Nikolauskult seinen Weg nach Europa. Damals wie heute wird der Todestag des Heiligen Nikolaus von Myra, als Tag gefeiert, an dem vor allem (artige) Kinder mit Gaben beschenkt werden. Welcher Tag das ist? Natürlich der 06. Dezember - der Nikolaustag!

In vielen Regionen Deutschlands legt der Nikolaus seine Gaben in der Nacht vom 05. zum 06.12. auf einen Gabenteller oder steckt sie in (gut geputzte) Schuhe. Diese Tradition hat Ihren Ursprung in der Legende von den drei Jungfrauen.
Ein prall gefüllter Nikolausstiefel steht am 06.12. vor der Tür.

Die Legende von den drei Jungfrauen erzählt die Geschichte eines Kaufmanns, der durch ein Unglück sein gesamtes Eigentum verloren hat. Er war Vater dreier Töchter und wusste nun nicht, wie er seine drei Töchter ernähren und verheiraten sollte. Immerhin war es in der damaligen Zeit üblich, jede Tochter mit einer Mitgift auszustatten. Aus Angst um seine ledigen Töchter, übernachtete der Vater mit seinen Töchtern in einem Turm. Der Vater bewachte seine schlafenden Töchter und betete zum heiligen Nikolaus um Hilfe für seine Kinder. Doch auch den Vater übermannte irgendwann der Schlaf. Da kam der heilige Nikolaus und warf drei goldene Kugeln durch ein Fenster in den Turm. Am nächsten Morgen fanden die Töchter das Gold. Nun musste sich der Vater keine Sorgen mehr machen, denn es reichte aus, um sie für ihr gesamtes Leben zu versorgen. Dem Vater gelang es sogar später, den heiligen Nikolaus aufzuspüren und ihm persönlich für seine Hilfe und Großzügigkeit zu danken.

Vor allem im Süden Deutschlands ist hingegen der Besuch des Nikolaus' ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Gekleidet in einem Bischofsgewand kommt er in die Stuben und möchte sich von dem guten Benehmen der Kinder überzeugen. Als Gehilfe hat er dabei bisweilen den Knecht Ruprecht an seiner Seite, der bei Bedarf die Bestrafung der unartigen Kinder vornimmt. Dafür hat er seine berühmte Rute dabei.

Das Christkind kommt am 24.12.

Im Zuge der Reformation durch Martin Luther im 16. Jahrhundert wurde die Weihnachtsbescherung allerdings vom 06.12. auf den 24.12. verschoben. Die Geburt Christi als zentraler Bestandteil der Weihnachtsfesttage sollte in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden, weswegen die Geschenke fortan auch nicht mehr vom Nikolaus, sondern vom Christkind gebracht wurden.

Ca. 300 Jahre später, am Ende des 19. Jahrhundert begann ein nikolausähnlicher Geselle mit langem Mantel und Zipfelmütze seinen Siegeszug durch die internationale Weihnachtswelt: Der Weihnachtsmann. In Deutschland wurde die Geschichte vom Weihnachtsmann hauptsächlich durch den Schriftsteller Hoffmann von Fallersleben verbreitet und manifestiert. Von ihm stammt das Lied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. Vor allem durch die zweite Zeile „[...] kommt mit seinen Gaben“ wurde seine Aufgabe schnell klar. Er sollte das Christkind als Geschenkebringer ablösen.

Der Weihnachtsmann: Eine Erfindung der Getränkeindustrie?

„Wie jetzt? Ich dachte immer der Weihnachtsmann ist eine Erfindung von Coca Cola?“ fragen Sie sich jetzt vielleicht und liegen damit nicht ganz falsch. Niederländische Auswanderer brachten ebenfalls im 19. Jahrhundert ihre Tradition des „Sinterklaas“ (basierend auf dem Heiligen Nikolaus) nach Amerika: Santa Claus entstand.

Durch das Gedicht „Twas the Night Before christmas“ aus dem Jahre 1823 verbreitete sich die Vorstellung des Weihnachtsmannes, der mit einem von Rentieren gezogenem Schlitten über den Nachthimmel fliegt und durch den Kamin rutscht, um Geschenke zu verteilen.

Rentiere ziehen den Schlitten des Weihnachtsmannes über den Nachthimmel.

Das Aussehen des Weihnachtsmannes wie wir ihn jetzt kennen, wurde tatsächlich stark durch den Getränkehersteller Coca Cola geprägt. 1931 wurde der Cartoonzeichner Haddom Sundblom beauftragt, einen Weihnachtsmann für die geplante Weihnachts-Werbekampagne zu entwerfen. Er orientierte sich dabei auf bereits bestehende Zeichnungen des deutschen Illustrators Thomas Nast, der den Santa Claus schon so gezeichnet hat, wie wir Ihn heute kennen: der lange Mantel und die Zipfelmütze erstrahlten in leuchtendem Rot. Dazu kam ein rundliches, freundlich lächelndes Gesicht, das von einem weißen Rauschebart umrahmt wurde. Allein durch die starke Präsenz der Marke Coca Cola in den USA verfestigte sich somit dieses Bild des Weihnachtsmannes und etablierte sich weltweit.

Der Weihnachtsmann und der Schornstein

Wir als Händler für Schornsteine interessieren uns natürlich vor allem für die Tatsache, warum und wie der Weihnachtsmann durch den Schornstein kommt. Aus welchem Material sollte der Schornstein bestehen damit der Weihnachtsmann besser runterrutscht? Edelstahl oder Keramik Muss ich die Regenhaube vom Schornsteinkopf demontieren oder sogar eine Schornsteinsanierung vornehmen? Diese Fragen sind natürlich nicht ernst gemeint und können wahrscheinlich auch nur vom Weihnachtsmann beantwortet werden. Woher die Vorstellung kommt, dass er den Weg durch den Schornstein nimmt, verraten wir Ihnen jedoch gern.

Warum kommt der Weihnachtsmann durch den Schornstein?

Genau wie der Einlegebrauch, also das Füllen der Schuhe, Socken usw. stammt auch die Vorstellung, dass der Weihnachtsmann durch den Schornstein kommt von der Legende von den drei Jungfrauen.

Da sich die Geschichte in einem Turm zugetragen hat, entstand im Laufe der Zeit die Vorstellung, dass der Nikolaus bzw. Weihnachtsmann von oben kommt. Da Schornsteine allerdings weitaus häufiger vorkommen als Türme, entwickelte sich vor allem in Großbritannien und den USA die heutige Vorstellung vom Santa Claus, der in der Nacht vor Weihnachten übers Dach und durch den Schornstein die Geschenke verteilt. Diese landen dann entweder vor dem Kamin, unter dem Weihnachtsbaum oder in Socken am Kamin. In Deutschland kommt der Weihnachtsmann oder auch das Christkind am Abend des 24.12. durch die Eingangstür und bringt den braven Kindern Geschenke.

Wie passt der Weihnachtsmann durch den Kamin?

Moderne Edelstahlschornsteine sind natürlich viel zu eng für den Weihnachtsmann und seinen dicken Bauch. Mit einem gemauerten Kamin würde man auf Nummer Sicher gehen, doch leidet darunter die Wirksamkeit der meisten Kaminöfen. Laut zwei Forschern aus Neuseeland ist Biologie die Antwort: Auch Tiere können sich häufig durch Lücken drücken, die eigentlich viel zu klein sind. Um einen engen Schornstein hinunter zu klettern, muss die Öffnung also nur etwas breiter sein als der Kopf des Weihnachtsmanns. Dann kann er den ganzen Weg hinunterrutschen und Geschenke unter den Weihnachtsbaum legen.

Weihnachtsmann kommt durch Schornstein

Was können Sie tun damit sich der Weihnachtsmann in Ihrem Kamin wohlfühlt?

Damit der Weihnachtsmann sich seinen schicken Umhang nicht beschmutzt, empfehlen wir die regelmäßige Reinigung des Schornsteins durch einen Schornsteinfeger Ihrer Wahl. Auch eine Reinigung der Ofenrohre sollte in gleichen Abständen vorgenommen werden. Entfernen Sie die Asche aus dem Brennraum und sorgen Sie für eine saubere Scheibe. Wenn Sie dann noch ein Glas Milch und einen Teller mit Keksen bereitstellen, sollte der Bescherung nichts mehr im Wege stehen.


In diesem Sinne wünscht Ihnen das gesamte Team der ofenseite-Redaktion eine gemütliche Vorweihnachtszeit sowie ein besinnliches Weihnachtsfest!

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Veröffentlicht am 06.12.2018 06:51 | 0 Kommentare

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