Was bleibt übrig im Portemonnaie?

Was bleibt übrig im Portemonnaie?

Häufig wird mehr oder weniger unbewiesen in den Raum gestellt, Kaminöfen seien eine vor allem wirtschaftlich attraktive Alternative zu konventionellen Heizungssystemen. Sie als Kunde reagieren auf derartige Behauptungen verständlicherweise skeptisch - lassen Sie uns also an dieser Stelle den Beweis führen!

Beispielhaft wollen wir die Kosten einer Fernwärmeheizung mit denen eines Kaminofens vergleichen und so überprüfen, ob die Anschaffung eines Kaminofens tatsächlich Sinn ergibt.

Für die Fernwärme liegen die Daten des Heizspiegels 2014 zu Grunde, welche von einer unabhängigen und staatlich geförderten Institution zusammengestellt werden. Diese Quelle listet für ein mittelmäßig gedämmtes Gebäude der Größe 100 bis 250 Quadratmeter 11,60 bis 16,60 Euro je Quadratmeter und Jahr an Kosten für die Fernwärme. Bei schlechterer Dämmung sind diese Werte bis zu 50 % erhöht, außerdem senken sich die Kosten für steigende Gesamtgrößen der Baueinheit leicht.

Nun lassen Sie uns einen Kaminofen betrachten. Für ein Gebäude einer Größe von 100 Quadratmetern werden Sie sicherlich einen wasserführenden Kaminofen benötigen, um die Energie effizient in die zu versorgenden Räume leiten zu können. Ein derartiges Gerät bekommen Sie auf der Ofenseite schon für etwa 1.400 Euro, wobei diese Zahl für 10 Kilowatt Nennwärmeleistung gilt. Dies ist vertretbar, weil die Faustregel bei durchschnittlichen Gebäuden 0,1 Kilowatt je Quadratmeter fordert. Bei entsprechend größeren Flächen und damit höheren Leistungen erhöht sich die benötigte Nennwärmeleistung und damit auch der Preis entsprechend. Zusätzlich benötigen Sie bei der Installation Ofenrohre (~50 Euro je Meter), einen Pufferspeicher (~500 Euro), eine Bodenplatte (~100 Euro) und weiteres Zubehör wie etwa eine Rücklaufanhebungsgruppe. Besonders preiswert und praktisch sind die Sets, in denen neben dem wasserführenden Kaminofen alle notwendigen Komponenten bereits enthalten sind. Derartige Sets für 10 kW Nennwärmeleistung bieten wir Ihnen ab etwa 2.500 Euro. Die Montage, welche nur von einem Fachmann durchgeführt werden oder zumindest von einem solchen begutachtet werden sollte, schlägt je nach Region und Einzelfall mit einer unterschiedlichen Summe zu Buche, maximal jedoch etwa 3.000 Euro. Des Weiteren ist die Abnahme durch den Schornsteinfeger notwendig. Mit 6.000 Euro sind Sie also bei dieser Rechnung für einen 10 kW wasserführenden Kaminofen auf der sicheren Seite.

Nun zu den laufenden Kosten: Die Faustregel besagt, dass je Kilowatt Nennwärmeleistung ein Raummeter Hartholz pro Jahr benötigt wird. Bei Weichholz ist es eine entsprechend größere Menge. Bei einem realistischen Preis von 60 Euro je Raummeter bedeutet dies einen Kostenpunkt von 600 Euro in unserem Beispiel. Weiterhin beachten müssen Sie Wartungsarbeiten und etwaige Reparaturen, für die wir pauschal 100 Euro im Jahr ansetzen. Im täglichen Betrieb kostet Ihr 10 kW wasserführender Kaminofen also 700 Euro im Jahr.

Dies ist zu vergleichen mit der Fernwärme, welche für ein mittelmäßig gedämmtes Gebäude von 100 Quadratmetern mit 1.160 bis zu 1.660 Euro pro Jahr zu Buche schlägt. Sie sparen mit einem wasserführenden Kaminofen also mindestens 460 Euro im Jahr im Vergleich zu Fernwärme. Dies bedeutet, dass sich die Anschaffung des Gerätes schon nach etwa 13 Jahren amortisiert hat.

Für Ihren konkreten Fall wird sich diese Zahl natürlich je nach Dämmung und Gebäudegröße leicht verändern, grundsätzlich jedoch ist somit schlüssig der ökonomische Nutzen eines wasserführenden Kaminofens bewiesen.


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