Richtiges Beheizen einer Heizung (Gas, Pellet, Öl, Holz,..)

Richtiges Beheizen einer Heizung (Gas, Pellet, Öl, Holz,..)

Richtiges Beheizen einer Heizung (Gas, Pellet, Öl, Holz,..)

Eigentlich dürfte man meinen, dass heutzutage die modernen Heizungsanlagen nahezu vorrausetzungslos von allein beheizt werden können. Ganz einfach nach dem Motto: Aufgestellt und los geheizt. Sicherlich mag das irgendwie sein und die Zukunft verspricht in der Hinsicht bis zur Perfektion gehende Innovationen. - Doch ganz so einfach ist es auch nicht. Auch das richtige Beheizen sollte gelernt sein und es gibt einige Dinge, die der Besitzer oder die Besitzerin einer Heizungsanlage dabei beachten sollte.

Wichtige Vorrausetzungen für den optimalen Heizbetrieb

Heutzutage ist das Beheizen von Heizungsanlagen im Allgemeinen kaum noch mit größeren Herausforderungen verbunden, da im Prinzip alles automatisiert abläuft. So werden entweder die Heizungsanlagen per angrenzendem Lagerreservoir bzw. Kessel (Bsp. Pellet- und Ölheizung) oder aus einem Vorratstank bzw. kommunalen Netz (Bsp. Gasheizung) befüllt. Es scheint so, als sei nur bei Scheitholzheizungen etwaige Vorkehrungen zu beachten, wie die Art und Lagerung des Holzes oder das Nachfüllintervall.


Aber automatischer Ablauf bedeutet nicht gleich optimaler Betrieb - Das gilt für alle Heizungstypen. Prinzipiell kommt es beim Beheizen aller Heizungsanlagen auf das richtige Material an und je nach Preislage ist auch die Qualität bestimmend. So kann es sein, dass das billigste Material sich am Ende als das Teure entpuppt, so zum Beispiel wenn Sie qualitativ minderwertige Pellets kaufen oder standardisiertes Öl mit hohem Schwefelgehalt. Sie haben im ungünstigsten Fall einer höheren Verbrauch bei niedrigerer Wärmeausschüttung, mehr Verschmutzungen und Belastungen der Heizanlagenkomponenten und ein teilweise höheres Wartungaufkommen als Auswirkungen zu bewältigen.


Des Weiteren kommt es in Bezug auf das richtige Heizen auch auf die richtige Technik an. In diesem Sinne ist es von Vorteil, wenn Sie bereits vor dem Kauf darauf geachtet haben, dass Ihr Heizungskessel mit der effizienten Brennwerttechnik ausgestattet ist. Mittels dieser Technik wird die beim Heizen entstehende Energie der Abgase (genauer: der darin enthaltene Wasserdampf) zusätzlich ausgenutzt und Sie haben am Ende effektiv ca. 10 Prozent mehr an nutzbarer Energie.


Für die spätere ordentliche und effiziente Verteilung der Wärme im Haus und damit auch für die optimale Ausnutzung der Heizquelle sollten Sie auf einen hydraulichen Abgleich nicht verzichten - bei modernen Einbauten ist er sogar notwendige Voraussetzung.  Hierbei wird das genaue Rohrnetz in Bezug auf die Leistungsfähigkeit berechnet, damit die Heizkörper auch alle mit ausreichend Wärme versorgt werden können. Neben bestimmten Vorrausetzungen für den ordentlichen Betrieb Ihrer Heizanlage ist es natürlich auch wichtig, dass die Heizungsanlage an die jeweilige Art und Weise des Gebäudes angepasst wird. So ist es zum Beispiel wenig sinnvoll ein Haus mit Pellets zu beheizen, wenn der nötige Lagerplatz nicht vorhanden ist und auch nicht in einem ausreichenden Maßen angefügt werden kann. Die Anpassung an die spezifischen Eigenschaften des Haus gilt auch bezüglich der eingestellten Standardwerte beispielsweise hinsichtlich der Heizleistung und des Heizvorgangs. So können Sie den Prozess nachhaltig optimieren, in dem Sie gewisse voreingestellte Standards verändern und an Ihren spezifische Heizumgebung angleichen. Im besten Fall nutzen Sie hierzu einfachen einen Heizungscheck von einem Fachmann oder einer Fachfrau. Auch mittels einer ordentlich eingestellten Vorlauftemperaturregelung können Sie das wunschgerechte Beheizen einer Heizung gewährleisten.

Unterschiedliche Materialien - Unterschiedliche Herausforderungen

Wichtig beim Heizen ist vor allem das richtige Material, welches zum Einsatz kommen soll. Somit müssen für die verschiedenen Arten von Verbrennungen unterschiedliche oder auch gemeinsame Dinge beachtet werden. Hierfür haben wir für Sie eine kleine Checkliste erstellt:

Ölheizung:
- Verwenden Sie lieber schwefelarmes Öl (ökolgischer und seltenere Wartungen)
- Erkundigen Sie sich über die genaue Zusammensetzung des Heizöls

Gasheizung:
- Flüssiggas oder Erdgas?
- Liegt bereits ein Gasanschluss vor?
- Wie viel Platz habe ich für einen Gastank?

Pelletheizung:
- Achten Sie auf die Qualität der Pellets (nicht unter 200€ pro Tonne)
- Füllmenge einstellen, für ausreichend Nachschub sorgen
- Aschekasten und Brennraum säubern

Scheitholzheizung
- Nur ausreichend trockenes Holzverwenden! (mindestens 1 Jahr Lagerung)
- Auf das Nachfüllintervall achten!
- Nach dem Auffüllen unbedingt die Ofentür schließen!
- Es ist keine Müllverbrennungsanlage!!
- Aschekasten und Brennraum säubern

Allgemein:
- Lassen Sie einen Heizungscheck vom Fachexperten machen
- Nutzen Sie als Ausgleich und zur Wärmespeicherung einen Pufferspeicher
- Achten Sie auf das spezifische Brennmaterial
- Achten Sie auf die spezifische Heizleistung
- Sorgen Sie für eine optimale Vorlauftemperaturregelung
- Anzahl sowie Art und  Weise der Heizkörper (Flächenheizkörper, Fußbodenheizung etc.)
- Gibt es weitere Heizquellen? (Kaminöfen, Kamin etc.)


Kommentar eingeben