EHV Gusskessel Produkttest

Autor: Bernd R.

08.02.2018


Ende 2017 wurde ich von Ofenseite.com ausgewählt den EHV Gusskessel 16 Liter in Kombination mit dem Dreibein von Petromax zu testen.


Zu den Bedingungen gehörte, dass es, passend zur Jahreszeit, Glühwein geben sollte. Leider war aber weder im Dezember noch im Januar Glühweinwetter. Aber pünktlich zu Karneval hat nun auch der Winter den Weg ins Rheinland gefunden und endlich konnte der Produkttest durchgeführt werden.

EHV Gusskessel

Das Unboxing

Die Mitarbeiter vom Paketdienst hatten ordentlich zu schleppen, als der Kessel bei mir angeliefert wurde. Verpackt in einem richtig dicken und mehrwelligen Karton, ist der Kessel wohlbehalten bei mir eingetroffen.

Da an einem Kessel nichts montiert werden muss, ist man nach dem auspacken auch schon startklar. Der Kessel hat auf mich den Eindruck gemacht, als ob er schon eingebrannt sei, darum habe ich ihn auch nur mit klarem Wasser ausgespült.

Der Kessel hat einen großen beweglichen Griff aus Edelstahl, so dass man das ca. 10kg schwere Ungeheuer auch gut tragen kann.

Das Dreibein von Petromax ist ebenfalls wohlbehalten in einer länglichen Verpackung angekommen. Auch hier hat man keinerlei Montageaufwand, da schon alles fertig montiert ist.

Das Dreibein hat Teleskopbeine, die einfach mit der Hand an recht großen Hebeln festgezogen werden können. So benötigt man keinerlei Werkzeug, um die Höhe zu verstellen.

Damit auch bei weicheren Böden das Dreibein einen sicheren Stand hat, kann man in die Füße noch Spitzen schrauben, die sich dann in den Boden festsetzen. Oben befindet sich ein massiver, großer Haken an dem man mit einem zweiten Haken und einer Kette den Topf aufhängen kann.

Glühweintest

Da der Kessel 16 Liter fasst, brauchte ich natürlich ein paar trinkfeste Freunde, die sich an Feuer und Glühwein aufwärmen wollen. Das sollte aber kein Problem darstellen hier genug Leute zu finden.

Als ambitionierter Griller habe ich natürlich einen gegrillten Glühwein angeboten. Dazu benötigt ihr folgende Zutaten:

  • 8 Liter Blaubeerglühwein
  • 3 Orangen
  • 1 Melone
  • 2 Mangos
  • Orangenlikör

Tags zuvor habe ich die Früchte klein geschnitten und mit ca. 0,3 Liter Orangenlikör einvakuumiert.

Am Folgetag habe ich dann den Glühwein in den Glühweinkessel geschüttet und über offenem Feuer erhitzt. Hier solltet ihr unbedingt darauf achten, dass der Topf nicht zu stark erhitzt wird, da ansonsten der Alkohol verkocht.

Parallel dazu habe ich die Feuerplatte erhitzt. Auf der Feuerplatte habe ich das Obst dann angeröstet und zum Schluss mit etwas Orangenlikör flambiert. Der Fruchtzucker konnte so schön karamellisieren und zudem hat das Obst ein paar leichte Röstaromen angenommen. Dann kam das Obst natürlich mit in den Glühwein, der mittlerweile heiß war. Mit einer Suppenkelle wurden auch sofort die ersten Tassen gefüllt.

Bei Lagerfeuer und Glühwein hat sich so auch schnell eine gemütliche Atmosphäre ergeben. Das Lagerfeuer haben wir auf kleiner Flamme weiter brennen lassen. Durch das Feuer und den dickwandigen Gusstopf, der die Hitze sehr gut speichert, hatte der Glühwein eine konstant heiße Temperatur.

Ein negativer Punkt: Es fehlt am Dreibein ein zusätzlicher kleiner Haken, um die Kelle aufhängen zu können.

Da die Feuerplatte auch einmal heiß war, gab es noch Würstchen und Schweinenackensteaks im Brötchen. Verfeinert wurde alles mit ein paar leckeren Soßen von Fiensmecker.

Für die Kinder haben wir außerdem noch Kinderpunsch im Perkolator von Petromax heiß gemacht.

Ich denke, so hatten wir alle einen schönen Abend, der wohl nach einer Wiederholung schreit. Hier wurde ich schon gefragt, ob man nicht auch Gulasch in dem Kessel machen könnte...

Reinigung und Lagerung

Da der Abend feuchtfröhlich weiter ging, habe ich den Kessel erst am Folgetag gereinigt. Mit warmem Wasser und der Reinigungskette von Petromax für Gusseiserne Töpfe, war das aber schnell erledigt. Damit auch kein Rost ansetzt habe ich den Kessel mit etwas Trennspray eingesprüht.

Es ist etwas schwierig bei der Reinigung das Wasser wieder auszukippen, da man außer dem Griff keinen weiteren Punkt hat, um den Topf gut packen zu können. Für die Lagerung braucht man auf jeden Fall etwas Platz, da der Topf bei knapp 10 kg Gewicht auch viel Volumen hat. Der Topf ist 20 cm hoch und hat einen Durchmesser von ca. 42 cm.

Ich habe zwar positive Erfahrungen damit gemacht, Gusstöpfe draußen zu lagern, aber für diesen Topf fehlt mir da leider der Platz, darum werde ich mir wohl im Keller ein Plätzchen suchen müssen.

Das Dreibein ist da schon einfacher zu handhaben. Alle Beine können durch ihre Teleskopfunktion verkleinert werden. Außerdem lassen sich die Beine einfach zur Mitte drücken, so dass man kaum Platz benötigt. Zurzeit steht das Dreibein in der Ecke meiner Grillecke. Ich spiele aber mit dem Gedanken mir 2 Regalhaken an die Wand zu schrauben, um das Dreibein da drauf zu legen.