Preisentwicklung der Rohstoffe zur Wärmegewinnung

Preisentwicklung der Rohstoffe zur Wärmegewinnung

Preisentwicklung der Rohstoffe zur WärmegewinnungOftmals sind die Heizkosten der wichtigste Faktor bei der Entscheidung für eine neue Heizanlage. Sie werden vor allem durch die Preise bestimmt, die für den Kauf der zu verwendenden Brennstoffe anfallen. Die preislichen Unterschiede zwischen den verschiedenen, möglichen Brennstoffen sind dabei zum Teil sehr groß und oftmals stetigen Schwankungen unterlegen. Für Sie als Verbraucher ist es daher nicht nur nützlich die aktuellen Rohstoffpreise zu kennen, sondern sich auch einen Überblick über die Entwicklung der Preise aus den letzten Jahren zu verschaffen, um den besten Zeitpunkt zum Kauf des Brennstoffes zu ermitteln. Dazu stellen wir in diesem Artikel dar, wie sich die Preise für die wichtigsten Brennstoffe zur Wärmegewinnung entwickelt haben.

Heizöl unterliegt traditionell starken Schwankungen

In der Infografik sind die Preisverläufe der beliebtesten Brennstoffe zur Wärmeerzeugung dargestellt. Dazu zählen Heizöl, Erdgas, Holzpellets, Scheitholz und Holzhackschnitzel. Insgesamt ist dabei festzustellen, dass – bis auf Ausnahme des Heizöls – die Preise für Brennstoffe über die Jahre einem steten, aber relativ geringen Preisanstieg unterlagen. Dabei ist relativ einfach zu erkennen, dass die fossilen Brennstoffe Erdgas und Heizöl deutlich kostspieliger sind als die restlichen biogenen Rohstoffe. Zudem zeigt sich, dass Brennstoffe mitunter starken Preisschwankungen unterliegen. Gerade die Entwicklung der Ölpreise ist alles andere als linear, da Rohöl auf dem globalen Markt gehandelt wird und somit stark von den Marktmechanismen abhängig ist. Der Preis wird dabei durch Angebot und Nachfrage an Rohöl bestimmt. Viele Faktoren bestimmen diese beiden Größen, wie zum Beispiel: die Konjunktur in den Industrienationen, geologisch bedingte Förderhöchstmengen und den tatsächlich auf den Markt angebotenen Produktionsmengen der Ölförderer. Dadurch ist der Ölpreis besonders anfällig für globale Ereignisse wie Naturkatastrophen, Kriege, politische Konflikte oder Finanzmarktkrisen. Der letzte große Preisabfall des Erdöls fand zwischen Herbst 2014 und Frühjahr 2015 statt. Seitdem steigt der Rohölpreis jedoch wieder stark an.

Mit Scheitholz und Holzpellets auf der sicheren Seite

Genauso wie bei den fossilen Brennstoffen zeigt die Infografik auch bei den biogenen Brennstoffen einen steten Anstieg der Preise, die sich dennoch weit unter dem Preisniveau der fossilen Brennstoffe einfinden. Bis auf die großen Preisstürze beim Rohöl in den Jahren 2006, 2008/09 und 2014 liegt der Preis für Holzpellets, Scheitholz und Holzhackschnitzel immer deutlich unter dem Heizölpreis. Da biogene Brennstoffe meist regional produziert und gehandelt werden, unterliegen sie keinen großen Angebots- oder Nachfrageschwankungen. Dadurch bleibt der Preis relativ stabil und steigt nur aufgrund der Abnahme des Geldwertes (Inflation) langsam an.

Fazit

Die verschiedenen Brennstoffe die heutzutage hauptsächlich zur Wärmegewinnung verwendet werden, weisen zum Teil stark unterschiedliche Preisentwicklungen auf. Gerade Heizöl ist der wohl instabilste Brennstoff, wenn man den Preis zum Vergleich heranzieht. Insgesamt kann festgestellt werden, dass sich nachwachsende Rohstoffe wie Holzpellets oder Scheitholz konstant unter dem Preisniveau der fossilen Brennstoffe bewegen und darüber hinaus sehr viel transparentere und vorhersehbare Entwicklungen annehmen. Während insbesondere Heizöl stark vom globalen Marktgeschehen abhängig ist, sind biogene Rohstoffe sowohl relativ preisstabil, krisenresistent und jederzeit verfügbar. Gerade im Hinblick auf das baldige Versiegen der Ölquellen und der Notwendigkeit des Klimaschutzes bietet es sich an, frühzeitig auf die Wärmegewinnung mittels biogener Rohstoffe umzusteigen. Es wird sich positiv auf Ihren Kontostand und die Gesundheit der Umwelt auswirken.


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