Pflege und Wartung einer Heizung (Gas, Pellet, Öl, Holz,..)

Pflege und Wartung einer Heizung (Gas, Pellet, Öl, Holz,..)

Moderne Heizungsanlagen sind teure, hochtechnologisierte und leistungsstarke Wärmespender. Umso tragischer ist es, sollten diese einmal unregelmäßig funktionieren oder sogar im schlimmsten Fall gänzlich ausfallen. Hierbei steht der Nutzer bzw. die Nutzerin nicht nur im Kaltem, sondern auch vor einer immens teuren Neuanschaffung. So schmerzt meist der Blick auf die anstehenden Kosten mehr, als das Tragen von wärmender Bekleidung. Für die Vermeidung eines solchen Worst-Case-Szenarios und für einen konstanten Brennstoffverbrauch bzw. Wirkungsgrad sollten Sie die Heizungsanlage regelmäßig warten lassen und gegebenenfalls selbst ein wenig auf die Pflege achten. Dabei gilt grundsätzlich für alle Heizungsanlagen egal ob mit Holz, Pellets, Gas, Öl etc. betrieben: Einmal im Jahr Kontrolle durch eine Fachkraft.

Was wird gewartet?

Die zu kontrollierenden Hauptkomponenten sind bei Heizungsanlagen relativ gleich, was die Wartung angeht. So werden etwaige Grenzwerte bzw. Abgaswerte untersucht, die Abgasleitungen kontrolliert und gereinigt, wichtige Betriebsteile nach Funktion und Sicherheit getestet und etwaige Säuberungen im Kessel wie dem Brenner und/oder Zünder vorgenommen. Auch müssen die eingebaute Wassertasche und das angeschlossene Leitsystem von eventuellen Kalkablagerungen befreit werden. Natürlich war dies nicht alles und es gibt auch auf spezifische Heizanlagen zugeschnittene Maßnahmen, die bei der Wartung absolviert werden müssen: Bei Ölheizungen ist dies beispielsweise die fachgerechte Reinigung des Brennkopfes und bei Gasheizungen müssen u.a. der Wasserdruck sowie die Gasleitungen kontrolliert werden.

Was kann ich selber machen?

Wie so oft sollten Sie bei Heizungsanlagen auf die Fachkenntnis eines Experten bezüglich der Wartung und Pflege zurückgreifen. Aber es gibt auch Dinge, die ein Laie unternehmen kann, um seine Heizungsanlage in Schuss zu halten. So können Sie hinsichtlich der Pelletheizungen dafür sorgen, dass der Aschebehälter und der Lagerraum bei Bedarf ordentlich gereinigt wird. Letzteres sollte unbedingt vor dem erneuten Auffüllen des Lagerraums geschehen.

Bei Stückholzheizungen fängt die Wartung und Pflege prinzipiell vor der eigentlichen Nutzung an und zwar mit der Lagerung des Holzes. Für eine optimale Wärmeausbeute sollte das Holz sehr trocken gelagert werden. Anderweitig können Sie mittels eines Staubsaugers die Brennkammer und den Brennkopf reinigen sowie den Aschebehälter und die Scheibenlüftung - selbstverständlich nur bei einer vollständigen Erkaltung!

Wie bei Holzheizungen kommt es auch bei Ölheizungen auf die Qualität des Öls an: Je schlechter, desto weniger Heizwert und desto mehr Ablagerungen und Verschmutzungen treten auf. Die Reinigung hingegen ist ausschließlich die Sache für einen Fachmann.

Auch bei der Gasheizung ist für die genaue Wartung eine ausreichende Fachkenntnis gefragt. Dennoch gibt es Möglichkeiten, gewisse Gefahrensituationen vorzeitig zu vermeiden. Achten Sie hierzu auf die leichte Zugänglichkeit zu den Absperreinrichtungen und auf den Zustand der Rohre. Stellen Sie also beispielsweise keine schweren Gegenstände auf die Leitungen. Des Weiteren sollten Sie bei Schwitzwasser auf den Rohren einen Fachmann kontaktieren. Falls Sie die Gasrohre gestalterisch in den Wohnraum mit einfließen lassen möchten, sollten die eventuell entstandenen Hohlräume gut belüftet sein. Letztlich können Sie auch eventuelle Verbesserungen anhand der zu den Heizungsanlagen gehörigen Gebrauchsanweisungen selbst erledigen.

Checkliste!

  • Jährliche Kontrolle von einer Fachkraft
  • Reinigung
  • Die richtige Einstellung der Vorlauftemperatur
  • Zustand der Rohre

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