Pelletofen-Verbrauch: Rechnet sich das?

Veröffentlicht am 07.12.2018 16:46 | 0 Kommentare
Pelletofen mit Brennmaterial
Nicht in jedem Ofen wird einfach Holz verbrannt: Bei einem Pelletofen geht es, wie der Name schon sagt, um kleine Holzpellets. Zusätzlich ist jedoch auch Strom notwendig, um mit diesen technisch hochentwickelten Kaminöfen zu heizen. Ob sich das alles am Ende in Ihrem Haus rechnet oder ob eine andere Art des Heizens nicht doch besser geeignet ist, erfahren Sie hier!

Inhalt:
Pelletofen-Verbrauch
Grundsätzlich muss man mit zwei Werten rechnen, wenn man den Preis für den Betrieb von Pelletöfen bestimmen will, denn Sie benötigen nicht nur Holzpellets zum Heizen sondern auch Strom, um die hochentwickelte Technik zu steuern.

  • Brennstoffverbrauch
  • Stromverbrauch
Brennstoff:
Holzpellets bestehen hauptsächlich aus Holzspänen und Restholz, das mit Hilfe von Wasser und Maisstärke in die typische Form gepresst wird. Die Pellets bestehen also nicht unbedingt aus teuren Materialien, aber durch das maschinelle Verfahren sind sie im Vergleich zunächst teurer als Scheitholz. Zwar sind die kleinen Pellets wirkungsvoller in der Wärmegewinnung, aber in den kühlen Jahreszeiten werden dennoch sehr viele davon im Ofen verheizt. Abhängig vom Wirkungsgrad Ihres Ofens und Ihren eigenen Wünschen gestalten sich letztlich die Kosten für den Brennstoff.
Strom:
Zwar benötigt ein automatischer Pelletofen keinen Strom für die Erzeugung der Wärme, aber für die elektronische Zündung, die Kontrolle der Verbrennung, die Steuerung der Elektronik und die Zufuhr von Pellets. All das erzeugt einen gewissen Stromverbrauch.

Wie hoch der bei dem Pelletofen am Ende ausfällt, hängt vom Modell ab. In der Regel heizen Sie damit aber immer noch sehr viel effizienter als mit einem Kaminofen.
Zusätzlich zum Verbrauch existieren auch noch Fixkosten, die zu Beginn für den Kauf, die Montage und laufend für die Wartung des Pelletofens fällig werden. Langfristig amortisieren sich die Beschaffungskosten jedoch.
Im laufenden Betrieb können Sie bei einem Pelletofen von einem Stromverbrauch von etwa 120 Watt pro Stunde ausgehen. Wohlgemerkt handelt es sich dabei um einen halbautomatischen Pelletofen, bei welchem Sie die Pellets manuell nachfüllen müssen. Bei vollautomatischen Pelletöfen wird dieser Vorgang für Sie übernommen. Der durchschnittliche Verbrauch steigt dann. Grob gerechnet können Sie bei diesen Modellen etwa mit einem doppelten Stromverbrauch in einer Spanne zwischen 240 und 260 Watt rechnen. Trotz des Strom-Verbrauchs, heizt ein Pelletofen damit im Vergleich zu vielen anderen Öfen noch immer günstiger und effizienter. Wie teuer der Ofen im laufenden Betrieb abschließend ist, hängt wiederum von den Stromkosten bei Ihnen vor Ort ab.
Stromzähler
In diesem Zusammenhang gibt es eine Faustformel: Die Heizenergie, die Sie aus 1 Liter Öl (oder 1 Kubikmeter Gas) gewinnen würden, entspricht etwa 2 Kilogramm Pellets. Aber: Sie sollten diese Faustregel wirklich nur sehr grob nutzen, um Aussagen über den Pelletverbrauch für Ihren Ofen zu gewinnen. Unzählige Variablen, die in vielen Online-Rechnern einfach nicht zu finden sind, verzerren natürlich das Gesamtbild. Altbau oder Neubau, wie groß ist das Haus, wie gut ist es isoliert, heizen Sie tagsüber oder nur morgens und abends und so weiter. Gehen Sie - wieder nur grob - am besten davon aus, zwischen 3 und 4 Tonnen Pellets pro Jahr für Pelletöfen verbrauchen zu müssen. Sehr viel genauere Angaben gibt es dort, wo Sie sie erwarten würden: in den Herstellerangaben zum jeweiligen Kaminofen.
Leider lässt sich der Verbrauch nicht exakt berechnen, da dies davon abhängt, wie häufig Sie den Ofen auf welche Weise benutzen. Sehen Sie sich dazu die folgenden Punkte an:
Betriebsdauer:
Um einschätzen zu können welche Menge an Pellets Sie benötigen, müssen Sie wissen, in welchen Zeiträumen Sie die Wärme des Ofens benötigen. Wenn Sie ganztägig zuhause sind und es schön warm haben wollen, muss der Pelletofen wesentlich mehr Arbeit leisten und Sie verbrauchen mehr Pellets. Der Bedarf an Brennstoff ist geringer, wenn der Ofen nur halbtags oder abends betrieben wird.
Wind und Wetter:
In einem kalten Winter oder Herbst wird das Haus mehr Wärme benötigen - und der Pelletofen ist länger im Betrieb. Kommen nun noch ungünstige Winde hinzu, die den Zug im Schornstein verändern, wird der Wirkungsgrad beeinflusst und der Pellet-Bedarf steigt. Sind Herbst und Winter eher mild, benötigen die Pelletöfen weniger Pellets um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.
Mit anderen Worten: Eine echte Faustregel dafür, wie viel ein Pelletofen pro Tag verbraucht, gibt es nicht. Schauen Sie am besten, wie viele Pellets Sie benötigen und notieren Sie sich die Ergebnisse. Dann können Sie nach einiger Zeit eine genaue Aussage treffen.
Beim Pelletofen-Verbrauch spielen verschiedene Einflüsse eine Rolle. Pelletöfen in einem gut gedämmten Neubau heizen effizienter, als in einem eher zugigen Altbau. Außerdem spielt die Leistung (angegeben in kW) eine Rolle: Ein Ofen mit mehr Leistung braucht mehr Brennstoff. Je mehr Raum beheizt werden soll, desto mehr kW sollte der Ofen haben. Zu guter Letzt kommt es natürlich auch auf Sie an. Menschen, die es schön warm brauchen, stellen bei Ihrem Ofen auch eine höhere Temperatur ein. Um diese zu erreichen und zu halten, benötigt dieser natürlich auch wesentlich mehr Pellets.
Es ist von Vorteil wenn Sie die Pellets schon im Sommer kaufen. Bedingt durch die Saison sind die Preise dann weniger hoch, da die Nachfrage geringer ist. Im Vergleich zu den Preisen im Winter sparen Sie also viel Geld. Wie hoch oder niedrig der Preis genau ausfällt, ist jedoch von Jahr zu Jahr leicht unterschiedlich. Achten Sie bitte stets darauf, qualitative Pellets zu kaufen und nicht unbedingt nach dem günstigsten Angebot zu greifen, da minderwertige Pellets mehr Asche produzieren und dadurch den reibungslosen Betrieb eines Pelletofens gefährden.
Achtung: Wir weisen Sie darauf hin, dass die Rechnung des Verbrauchs bei einer Pelletheizung anders ausfällt.
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