Pelletofen anschließen: So machen Sie es richtig!

Pelletofen angeschlossen

Pelletöfen werden immer beliebter. Das liegt nicht nur an den praktischen Holzpellets, die als Brennstoff eine besonders saubere, nachhaltige und ökonomische Verbrennung beim Betrieb gewährleisten. Auch die bei diesem Ofen sehr große Auswahl an verschiedenen Ofentypen spricht viele Verbraucher an. Daneben hat dieser Ofen eine ansprechende Optik, die sich auch individuellen Wünschen anpassen lässt. Die Integration in eine Heizungs- oder Solaranlage ist ebenfalls möglich und erlaubt so das Heizen mit Pellets im größeren Stil. Sie sollten allerdings sehr sorgfältig vorgehen, wenn Sie einem solchen Kamin anschließen wollen, da hier einiges zu beachten ist.

Installation des Pelletofens: Worauf müssen Sie sich vorbereiten?

Sie wählen zwischen stromlosen Öfen, wasserführenden Typen sowie voll- oder halbautomatischen. Jedes Modell stellt eigene Ansprüche bei der Installation. Besonderes Gewicht liegt bei dem Ofen für Pellets allgemein auf der Abgasabführung. Hier stellen manche Haustypen wie Passiv- oder Niedrigenergiehäuser besondere Ansprüche, weil bei ihnen ein gesonderter Frischluftanschluss notwendig wird. Dabei ist an einen Frischluftkanal in der Außenwand oder im Schornstein zu denken. Es kann auch der Einbau eines Druckreglers angemessen sein. Unbedingt beachten, sollten Sie die Hindernisse für eine Mehrfachbelegung, zum Beispiel in Kombination mit einem Kaminofen.

Pelletofen mit oder ohne Strom
Beim Anschluss wichtig: braucht der Ofen Strom?

Pelletofen ohne Strom

Stromlose Pelletöfen sind sehr einfach im Raum anzuschließen, wenn eine Abgasanlage vorhanden ist. Dieser Typ macht das Heizen mit Pellets fast überall möglich. Benötigt wird bei diesem Ofen lediglich die Verbindung zum Schornstein. Das Rauchrohr sollte möglichst senkrecht verlegt werden und nicht mehr als 3 Meter lang sein. Sie haben es hier mit verschiedenen Bauteilen wie einem Längenelement (verschiedene Größen möglich), Rohrbögen (Sie dürfen maximal 3 Stück verlegen, mit Öffnung oder ohne), unter Umständen mit zusätzlichem Doppelwandfutter (bei Anschluss an innenliegendem Schornstein) und einer möglichen Wanddurchführung (beim Außenschornstein) zu tun.

Halb- oder vollautomatische Pelletöfen

Da ein automatischer Pelletofen zum einen programmierbar ist und sich zum anderen selbstständig über eine Förderschnecke mit Brennstoff versorgt, benötigt er hierfür Energie. Auch das Ansaug- sowie das Warmluftgebläse funktionieren mit strombetriebenen Ventilatoren. Für einen solchen Pelletofen brauchen Sie für den Aufbau zusätzlich zum Ofenrohr und passendem Schornstein auch einen Stromanschluss in der Nähe des Ofens mit Werten von 230 V/ 50 Hz.

Wasserführender Pelletofen

Dieser Ofentyp hat den Vorteil, dass Sie nicht nur einen Raum im Haus beheizen können, sondern das Gebäude in der Gesamtheit. Sie nutzen nicht nur die Heizwirkung der Holzpellets an sich, sondern auch die wasserseitige Wärme beim Aufbau aus. Das funktioniert, weil die Inbetriebnahme entweder platzsparend direkt an der Heizung erfolgt oder der Kamin über einen Pufferspeicher an den zentralen Wasserkreislauf angeschlossen wird. Hier kommen eine Brauchwassererwärmung oder eine Unterstützung für die Heizungsanlage in Betracht. Sogar eine Kombination mit Solaranlagen ist möglich. Beim Anschluss an die Heizanlage sind die Dimensionierung und die Leistung des Pelletofens in kW wichtig. Ist die Leistung zu hoch, dann kann es ohne Pufferspeicher zu einer Überhitzung kommen. Ist sie zu niedrig, ist die Heizwirkung zu schwach. Um die Vorteile des wasserführenden Typs in der Kombinationswirkung voll auszunutzen, ist bei diesem Modell also eine besonders sorgfältige Planung vor dem Einbau nötig, damit alles funktioniert. Hier sollten Sie jede Möglichkeit der Information im Vorfeld nutzen, bevor Sie Ihr Gerät anschließen.



Wasserführende Pelletöfen die begeistern:




Pelletofen anschließen mit dem richtigen Rauchrohr

Pelletofenrohre
Spezielle Pelletofenrohre sorgen für den richtigen Abzug der Verbrennungsluft.

Bei Pelletöfen kommen spezielle Rauchrohre zum Einsatz. Im Vergleich etwa zum Rohr beim Kaminofen ist das Rauchrohr bei Pelletöfen mit weiteren Eigenschaften für einen sichere Funktion ausgestattet. Da die Abgastemperaturen beim Pelletofen verhältnismäßig gering sind, dürfen sie auf dem Weg zum Schornstein nicht zu schnell abkühlen. Deshalb empfehlen sich entweder doppelwandige Rauchrohre oder Pelletofenrohre mit einer höheren Materialstärke. Achten Sie bitte auf den richtigen Durchmesser des Rohrs von meist 80 mm, damit es direkt an den Anschlussstutzen des Ofens passt. Der Anschluss an den Schornstein kann wenn nötig durch diverse Adapter reduziert oder erweitert werden kann.

Das A und O: Der richtige Schornstein für die Pelletofen-Installation

Der Schornstein muss bei diesem Ofen ebenfalls auf besondere Anforderungen zugeschnitten sein. Es kommt hier im Vergleich mit einem anderen Kamin wie einem Kaminofen zu kühleren Abgasen, schnellerem Auskühlen, möglicherweise auch zu Kondensierung. Fehlender Zug kann ein großes Problem sein.

Schornstein mit Keramik-Innenrohr für Pelletöfen
Schornsteine mit Keramik-Innenrohr sind ideal für Pelletöfen

In Frage kommen für einen Ofen mit Einsatz von Pellets deshalb besonders Edelstahlschornsteine mit einem Keramik-Innenrohr. Im Vorfeld sollte unbedingt bei Edelstahlschornsteinen wie jedem anderen Schornstein, der schon vorhanden ist, eine Querschnittsbemessung durchgeführt werden. Dabei werden der richtige Durchmesser und die richtige Länge bestimmt. Ist ein Schornstein vorhanden, kann mit einem Zugverstärker gearbeitet werden, wenn der Zug zu wünschen übrig lässt.

Wichtigster Schritt beim Pelletofen-Anschließen: Abnahme vom Schornsteinfeger

Ihr Schornsteinfeger ist der Ansprechpartner für jede Art fachmännischer Information bei der Planung vor dem Bau. Ein vorangehendes Gespräch mit ihm ist sinnvoll. Er wird die grundsätzliche Eignung des Aufstellortes sowie das Brennstofflager, eine entsprechende Versorgung mit Frischluft sowie die ordnungsgemäße Abgasführung bezogen auf den geplanten Ofentyp prüfen. Er nimmt außerdem vor der ersten Inbetriebnahme den Ofen formal ab.

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Veröffentlicht am 11.12.2018 12:51 | 0 Kommentare

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