Alles zum Thema Schamottstein reparieren
Im Brennraum eines Kaminofens herrschen sehr hohe Temperaturen, die vor allem das verbaute Material in direkter Umgebung strapazieren. Genau hier kommen Schamottsteine zum Einsatz: Die feuerfesten Steine bestehen aus Tonerde, der Aluminiumoxide beigesetzt werden. Abhängig vom konkreten Mischverhältnis sind Schamottsteine hitzebeständig - in der Spitze halten sie bis zu 1.500 Grad Celsius aus. Das setzt jedoch einen Aluminiumoxidanteil zwischen 30 und 45 Prozent voraus.
Warum reißen Schamottsteine?
Schamotte speichert Wärme und gibt diese auch nach dem Abbrand an den Raum ab. Die besonderen Eigenschaften führen allerdings auch dazu, dass das Material an sich verhältnismäßig spröde ist. Vor allem bei einem neuen Kamin oder Kachelofen enthalten die Schamottsteine noch Feuchtigkeit. Um die Rissbildung zu minimieren, empfiehlt sich ein moderates erstes Anheizen.

Leichte Rissbildung im Schamottstein

Spaltenbildung im Schamottstein
Wirken sich kaputte Schamottsteine auf den Ofen aus?
Schaden gerissene Schamottsteine dem Kaminofen? Grundsätzlich sind Schamotte-Veränderungen im Ofen erst einmal normal, sie liegen im Material selbst begründet. Ist der Riss moderat, leidet weder die Schutzfunktion der Schamottsteine, noch wird die Wärmespeicherung des Kaminofens beeinträchtigt. Vertieft sich jedoch ein Riss oder bricht ein Stein und es brechen Teile heraus, sollten Sie handeln. Weist die Brennraumauskleidung bereits klaffende Lücken auf, trifft die Hitze des Feuers direkt auf die anderen Bauteile. Auf längere Sicht ist ein Schaden am Kamin vorprogrammiert. Sinnvoller ist es, Schamottsteine zu reparieren - oder bei Bedarf auszutauschen.
Gerissene Schamottsteine reklamieren oder reparieren?
Um es direkt auf den Punkt zu bringen: Sowohl die Schamotte als auch die Türdichtung zählen bei einem Kaminofen oder Kachelofen zu den Verschleißteilen, die sich nicht reklamieren lassen. Eine Reklamation ist dann möglich, wenn der Stein bereits zerbrochen ist, bevor Sie den Kamin in Betrieb genommen haben.
Einige Hersteller sichern eine zeitlich begrenzte Kulanz von meist einem Jahr zu. Informieren Sie sich am besten schon vor dem Kauf darüber und sorgen Sie effektiv vor.
Wir helfen gerne weiter!
Die Schamotte in Ihrem Kaminofen ist gerissen und Sie brauchen schnell Ersatz? Für einen Großteil der Öfen aus unserem Sortiment können wir die Brennraumauskleidung für Sie direkt beim Hersteller nachbestellen. Kontaktieren Sie uns dazu einfach per Telefon unter 09191 320610 oder Mail an info@ofenseite.com!
Zunächst gilt es, das Ausmaß der Beschädigungen an den Steinen genau festzustellen. Reinigen Sie dazu den Brennraum im Kaminofen gründlich mit einem Aschesauger und nehmen Sie die Schamottesteine genau in Augenschein. Häufig lassen sich die Steine aus dem Kamin ausbauen. Hat man sie entnommen, wird die Arbeit leichter.


Sollten Sie lediglich Risse feststellen, können Sie sich auf das Verspachteln konzentrieren. Verwenden Sie dazu Brandschutzpaste oder Wasserglaszement. Drücken Sie die Masse mit einem Spachtel in die Risse und verreiben Sie die Oberfläche.
Bei ausgebrochenen Stücken arbeiten Sie mit einem Schamottkleber oder -mörtel. Klebstoff ist bereits fertig angerührt und trocknet an der Luft. Beim Einsatz von Mörtel müssen die Schamottsteine gewässert werden. Ist der Stein zu trocken, erstarrt der Schamottemörtel zu schnell und Sie müssen noch einmal beginnen.
Da die Schamotte Temperaturen von bis zu 1.500 °C aushalten muss, sollten Sie auf ähnliche Eigenschaften beim Kleber oder Mörtel achten.


Müssen Sie ganze Platten ausbauen, können Sie diese ohne Probleme in jedem Baumarkt nachkaufen und bei Bedarf zuschneiden. Dazu ist jedoch nicht nur eine Steinsäge notwendig, sondern auch die genauen Abmessungen des alten Steines: Der Ersatz sollte nicht zu groß zugeschnitten werden, damit er im Kaminofen nicht unnötiger Spannung ausgesetzt wird.
Schamottsteine reißen häufig durch thermische Belastungen, wie sie bei regelmäßigen Heizvorgängen auftreten. Große Temperaturunterschiede zwischen der Heizkammer und der Umgebung können Spannungen im Material erzeugen. Auch mechanische Einwirkungen, beispielsweise durch Holzscheite, die gegen die Steine stoßen, oder Materialermüdungen, die bei älteren Steinen über die Zeit entstehen, können Risse verursachen.
Kleinere Risse stellen in der Regel kein akutes Sicherheitsrisiko dar, da Schamottsteine vor allem der Wärmespeicherung und dem Schutz der Ofenwand dienen. Größere Beschädigungen oder herausgebrochene Stücke können jedoch die Funktion des Ofens beeinträchtigen und die Lebensdauer des Geräts verkürzen. Im schlimmsten Fall kann es zu Hitzeschäden an der Ofenstruktur kommen, weshalb eine Reparatur oder ein Austausch dringend empfohlen wird.
Das Heizen ist bei kleinen Rissen meist weiterhin möglich, solange die Schäden nicht die Stabilität der Steine oder den Schutz der Ofenwand beeinträchtigen. Bei größeren Schäden oder Abplatzungen sollte der Ofen jedoch nicht mehr betrieben werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Eine regelmäßige Kontrolle der Schamottsteine ist daher wichtig, um rechtzeitig reagieren zu können.
Ja, der Austausch von Schamottsteinen kann in vielen Fällen selbst durchgeführt werden. Dazu sollte der Ofen zunächst vollständig abgekühlt sein. Die defekten Steine können vorsichtig entfernt und durch passgenaue Ersatzsteine ersetzt werden. Es ist wichtig, dabei die Herstelleranweisungen zu beachten und gegebenenfalls feuerfesten Mörtel für eine stabile Fixierung zu verwenden. Sollten Unsicherheiten bestehen, empfiehlt es sich, einen Fachmann hinzuzuziehen.



