Alles zum Thema wasserführende Pelletöfen als Alleinheizung nutzen
- Wie unterstützt ein wasserführender Pelletofen die Heizung?
- Wie viel Leistung sollte ein wasserführender Pelletofen haben?
- Ein wasserführender Pelletofen als Alleinheizung und zur Wasseraufbereitung?
- Was macht ein Pufferspeicher?
- Welche Unterschiede gibt es bei wasserführenden Pelletöfen als Alleinheizung?
- Was kostet ein wasserführender Pelletofen?
- Häufig gestellte Fragen zum Thema Pelletofen als Alleinheizung nutzen
Wie unterstützt ein wasserführender Pelletofen die Heizung?
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, einen wasserführenden Pelletofen als Alleinheizung zu nutzen. Möchten Sie nur bestimmte Räume beheizen, ist der Anschluss an einzelne Heizkörper möglich. Sinnvoller ist es allerdings, einen Pelletöfen mit Wassertasche direkt an die Heizungsanlage anzuschließen. Hier wird das erhitzte Wasser in den gesamten Heizungskreislauf eingespeist und alle Räume beheizt. Mithilfe eines zusätzlichen Pufferspeichers wird das erwärmte Wasser zwischengespeichert und bei Bedarf in den Heizkreislauf abgegeben.
Anschluss-Schema eines wasserführenden Ofens an das Heizsystem

Wie viel Leistung sollte ein wasserführender Pelletofen haben?
Damit ein wasserführender Pelletofen die gesamte Immobilie heizen kann, ist eine Heizlastberechnung notwendig. Maßgebliche Faktoren sind:
- Wie viele Räume müssen beheizt werden?
- Welche Gesamtkubikmeterzahl muss beheizt werden?
- Welche Dämmung ist im Objekt vorhanden?
Die in Kilowatt angegebene Heizleistung sollte pro Quadratmeter etwa 0,1 kW betragen. Wenn Sie also eine Fläche von 100 qm beheizen möchten, ist ein Ofen mit 10 kW ausreichend. Ist die Leistung zu hoch, läuft der wasserführende Ofen nur im Niedrigbetrieb, was zu vermehrter Rußbildung und Funktionsstörungen führen kann. Eine zu niedrige Leistung führt hingegen dazu, dass die Räume nicht ausreichend mit Wärme versorgt werden.

Unser Expertentipp
Die Berechnung der Heizleistung sollte in jedem Fall ein Fachmann vornehmen. Er berücksichtigt auch die sonstigen Gegebenheiten und kann Ihnen eine genaue Auskunft erteilen, wie viel kW der Ofen als Heizung erbringen muss. Bei gut gedämmten Räumen reicht eine geringere Anzahl aus, während bei einer schlechten Isolierung die Leistung dementsprechend höher sein sollte.
Ein wasserführender Pelletofen als Alleinheizung und zur Wasseraufbereitung?
Ein wasserführender Ofen erwärmt nicht nur die Raumluft, sondern auch Heizungswasser und auf Wunsch Brauchwasser. Damit das Wasser auch wirklich warm aus dem Hahn läuft, muss die Heizleistung auf den Bedarf und die im Haushalt lebenden Person abgestimmt werden. Ein Ofen mit Wassertasche teilt in wasserseitige und raumseitige Energie auf. Um den richtigen kW Wert zu ermitteln und dem jeweiligen Bedarf anzupassen, ist auch hier eine Berechnung und fachmännische Beratung sinnvoll.
Zudem wird Brauchwasser das ganze Jahr über benötigt. Der Ofen ist jedoch in der Regel nur von Herbst bis Frühjahr in Betrieb. Die Kombination mit einem weiteren System, wie Solarthermie steigert deshalb die Effizienz und versorgt Sie das ganze Jahr über komfortabel mit Wärme.
Was macht ein Pufferspeicher?
Der Pufferspeicher ist immer dann wichtig, wenn der Pelletofen mehr als nur ein Zimmer versorgen soll. Im Pufferspeicher wird Energie in Form von Warmwasser gespeichert und bei Bedarf an die Rohre der Heizung abgegeben. Für die zusätzliche Brauchwasseraufbereitung ist ein Hygienespeicher erforderlich. Der Hygienespeicher verfügt über getrennte Wasserkammern. Damit sind die Wasserkreisläufe getrennt und das warme Wasser ist ohne gesundheitliche Risiken verfügbar. Egal für welchen Speicher Sie sich entscheiden, er benötigt Platz. Das sollten Sie bereits vor der Anschaffung eines wasserführenden Pelletofens berücksichtigen.
Welche Unterschiede gibt es bei wasserführenden Pelletöfen als Alleinheizung?
Auch wenn bei einem Pelletofen der Nachschub an Pellets automatisch über eine Förderschnecke erfolgt, muss der Pellettank bei Bedarf aufgefüllt werden. Anders als bei einer Öl- und Gasheizung brauchen Sie daher eine geeignete Stelle zur Lagerung des Brennstoffes. Für einen reibungslosen Betrieb ist es zudem wichtig, regelmäßig den Aschekasten zu leeren und den Ofen zu reinigen.
Insgesamt erzeugen Pelletöfen eine behagliche Atmosphäre und eine angenehme Wärme im Haus, vergleichbar mit einem Kaminfeuer. Bei einer größeren Immobilie empfiehlt sich eine Pelletheizung. Mit dem Pelletkessel und einem passend dimensionierten Speicher lässt sich selbst im Sommer eine größere Wohnfläche mit ausreichend Wärme und Warmwasser versorgen.
Was kostet ein wasserführender Pelletofen?
Je nach gewählter Heizleistung, Technik und Ofendesign variieren die Anschaffungskosten. Kleinere Pelletöfen bekommen Sie schon für etwa 2.000 Euro. Pelletöfen zum Heizen eines Hauses kosten durchaus das Doppelte. Dazu kommen eventuell weitere Kosten für den Anschluss des Ofens, die Anschaffung und den Einbau eines Speichers sowie eine eventuelle Modernisierung des Schornsteins. Die laufenden Kosten sind dagegen günstig. Mit Pellets heizen Sie effizient und zu einem niedrigeren Preis als mit Öl oder Gas. Wenn Sie die Pellets im Sommer kaufen, können Sie noch mehr sparen.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Pelletofen als Alleinheizung nutzen
Ja – ohne Pufferspeicher droht eine Überhitzung und ineffizienter Betrieb. Der Thermoschutz des Ofens würde ständig eingreifen müssen – Speicher sind daher Pflicht
Ja – grundsätzlich ist dies möglich. Wichtig ist allerdings, dass Leistung und Wirkungsgrad für die gesamte Wohnfläche passend ausgelegt sind. Als Faustregel kann man etwa 0,1 kW pro m² Wohnfläche ansetzen.
Ja – das System lässt sich auf Wunsch so erweitern, dass neben der Raumheizung auch Warmwasser erzeugt wird. Häufig sinnvoll: Kombination mit Solarthermie
Eine thermische Ablaufsicherung, Ladepumpe, Rücklauf-Bypass und entsprechende Ventile sind erforderlich. Die fachgerechte, hydraulisch geprüfte Installation durch einen Fachbetrieb (z. B. Schornsteinfeger, Heizungsbauer) ist gesetzlich vorgeschrieben.



