Für einen schnellen Überblick
Welches Holz kaufen?
Bei Brennholz für Kaminofen, Holzvergaser und Co. gibt es große Qualitätsunterschiede. Hier ist zunächst die Art wichtig. Manche Hölzer bieten einen sehr hohen Brennwert, bei anderen ist der Wert dagegen eher niedrig. Da Sie beim Heizen aber auch auf die Energiebilanz und den Preis achten, lohnt sich ein Blick darauf, ob der Brennwert hoch ist, und auf die thermische Energie, die durch den Brennwert bestimmt wird. Sie können sich für sortenreines Holz oder Mischholz entscheiden. Holzhändler bieten in der Regel beide Varianten an, wobei Harthölzer teurer gehandelt werden als Nadelhölzer. Für welchen Typ Sie sich entscheiden, ist zum großen Teil Geschmackssache.

Expertentipp
Buchenholz ergibt ein besonders attraktives Flammenbild, bei einem Ofen mit großem Sichtfenster kann das ein Kriterium sein. Birke riecht dagegen beim Abbrennen sehr gut. Nadelhölzer eignen sich gut zum Anfeuern, Harthölzer sind ideal zum Nachlegen.
Ein weiteres Qualitätsmerkmal von Kaminholz ist die Restfeuchte. Ist das Kaminholz zu feucht, führt das zu einem schlechten Heizverhalten und zu starker Rauchentwicklung. Das heißt, dass das Brennmaterial trocken und gut abgelagert sein muss, nicht frisch geschlagen. Achten Sie also beim Kauf auf die Feuchtigkeit, denn ist das Holz noch zu feucht, sollten Sie es noch zum Trocknen lagern und es nicht direkt zum Heizen verwenden. Zudem sollte das Brennholz frei von Pilz- und Ungezieferbefall sein. Verfärbungen und ein unangenehmer Geruch sind Indizien für einen Befall, dann besser nicht kaufen, auch wenn das Material günstig ist!
Achten Sie außerdem auf die Größe der Holzscheite. Wenn Sie selbst sägen und spalten, können Sie die Scheite direkt in die richtige Form bringen. Wer dagegen ein Angebot beim Holzlieferanten nutzt, sollte sich bewusst sein, dass klein gemachtes Holz mehr kostet, als zum Beispiel ganze Stämme, die Sie selbst zerlegen.
Als Faustregel gilt: Für einen Ofen mit kleiner Öffnung ist eine Holzlänge von 25 bis 30 Zentimeter optimal. Bei einem Ofen mit mittlerer Öffnung kann die Länge 30 bis 40 Zentimeter betragen, für einen Ofen mit großer Öffnung kaufen Sie Scheite mit einer Länge von 40 bis 50 Zentimeter. Angaben zur Brennraumgröße entnehmen Sie der Bedienungsanleitung des Ofens.
Brennholz-Kosten: Wie entwickeln sich die Preise?
Der Kaminholzpreis hat sich während der letzten 10 Jahre zwar erhöht, doch im Gegensatz zu den Sprüngen beim Heizöl stieg der Preis für Kaminholz langsam und moderat. Bei trockenem Hartholz etwa, gespalten und mit einer Scheitlänge von 33 cm, hat sich der durchschnittliche Preis von 77 Euro pro Raummeter im Januar 2009 auf 99 Euro pro Raummeter im Januar 2021 erhöht. Zu diesem Ergebnis kommt das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Straubing in seinem Bericht zur Entwicklung der Brennstoffpreise von 2009 bis 2019. In jüngster Zeit war der Preis durch ein großes Schadholzaufkommen (Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer) und dem damit einhergehendem, steigendem Angebot vielerorts wieder zurückgegangen.
Wovon hängt der Preis ab?
Beim Vergleich von Angeboten fallen einem schnell die unterschiedlichen Brennholzpreise auf. Das hat verschiedene Gründe. Ofenfertiges Brennholz ist natürlich teurer als solches, dass nicht direkt in den Kaminofen wandern kann. Eng gestapelte, gespaltene Eiche oder Buche sind beim Kauf teurer als lose geschüttetes Weichholz. Höherer Brennwert und mehr Holz bei weniger Zwischenräumen haben Ihren Preis. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, von welchen Faktoren der Preis abhängt und wie Sie Ihr Kaminholz zu günstigeren Preisen bekommen.
Menge
Wie so oft: Wer viel kauft, kann von Mengenrabatten profitieren. Mit der Menge sinkt der Grundpreis pro Einheit Brennholz. Wenn Sie also Platz für die Lagerung größerer Brennholzmengen haben, dann zahlen Sie weniger pro Raummeter. Apropos Raummeter: Gestapeltes Scheitholz wird in der Regel per Raummeter (RM) verkauft - Grundeinheit ist hier 1m x 1m x 1m Brennholz mit wenig Luft in den Zwischenräumen. Ungestapeltes Holz dagegen wird gern per Schüttraummeter angeboten. Hier ist durch größere Zwischenräume mehr Luft im Kubikmeter. Je nach Schüttung ist dabei die Holzmenge unterschiedlich. Über den Daumen kalkuliert, entspricht 1 RM gestapeltes 1,5 Schüttraummeter.

Größe
Kaminfertiges Brennholz bedeutet Arbeit und Arbeit verursacht Kosten. Wenn Sie Ihr Kaminholz gern handlich gesägt und gespalten kaufen, dann zahlen Sie dafür deutlich mehr als für große Stücke oder ganze Stämme. Wer sein Brennholz selbst klein macht, tut also nicht nur etwas für die Fitness, sondern spart auch beim Einkauf des Brennstoffvorrats. Geeignete Werkzeuge zum Spalten und Sägen müssen natürlich vorhanden sein oder angeschafft werden. Je größer der Brennraum Ihrer Feuerstätte, desto größer können auch die Scheite sein.
Trockenheit
Laut der ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes darf nur Kaminholz mit einer Restfeuchte von weniger als 25 Prozent verfeuert werden. Frisch geschlagenes Holz muss 1 bis 2 Jahre, Eiche bis zu 3 Jahren trocken lagern, um diesen Wert zu erreichen. Wenn Sie abgelagertes Brennholz trocken und zur sofortigen Verfeuerung kaufen, dann schlägt der Händler seine Kosten für die Lagerung auf den Preis auf. Kaufen Sie dagegen frisches Holz und lagern selbst, profitieren Sie von günstigeren Kaufpreisen.

Holzart
Was kostet Hartholz? Für verschiedene Holzarten verlangen Händler einen unterschiedlichen Preis. So ist Hartholz - wie etwa Buche - generell teurer als Weichholz. Der Unterschied im Preis erklärt sich hier mit dem höheren Brennwert des Hartholzes. Aber auch die unterschiedliche Verfügbarkeit bestimmter Holzsorten kann zu beträchtlichen regionalen Preisunterschieden führen.
Saison
Wann ist Brennholz am günstigsten? Kostenbewusste Kaminofenbesitzer legen den Zeitpunkt ihres Holzeinkaufs außerhalb der Heizsaison, denn in der Regel ist Brennholz im Sommer billiger als im Winter - dem großen Angebot steht nur eine geringe Nachfrage gegenüber. Kaufen Sie also Ihr Kaminholz möglichst zwischen Juni und November ein. Bei Nachkauf gegen Ende der Heizperiode müssen Sie wegen saisonal erhöhter Nachfrage mit höheren Holzpreisen rechnen.
Wann sollte man Feuerholz kaufen?
Angebot und Nachfrage bestimmen die Kosten. Die beste Zeit zum Kauf ist im Sommer. Wenn das Wetter im Herbst plötzlich ungemütlich und kalt wird, kaufen viele Menschen Kaminholz. Sorgen Sie also besser im Sommer vor, dann ist der Anschaffungspreis meist günstig. Die Preisunterschiede sind beim Holzhändler ebenso sichtbar wie beim Holzkauf in einem Baumarkt.
Frisch geschlagenes Holz muss mindestens ein bis zwei Jahre lagern. Fragen Sie deshalb beim Händler nach, aus welchem Jahr der Holzschlag stammt. Das gilt natürlich auch dann, wenn Sie einen Waldbesitzer kennen, der direkt verkauft oder Ihnen die Möglichkeit zum selbst sammeln oder gar schlagen gibt.
Wo kauft man Feuerholz?
Kaminholz beziehen Sie am besten regional, damit tun Sie viel für eine gute Ökobilanz. Sie bekommen Brennholz beim Fachhändler und in Baumärkten, Sie können es selbst abholen oder liefern lassen. Wenn Sie einen Waldbesitzer in der Nähe kennen: umso besser! Achten Sie bei einem Preisvergleich darauf, wie die Maßangabe ist. Kaminholz und Brennholz wird entweder in Kilogramm, Festmetern, Raummetern oder Schüttraummetern verkauft. Gut vergleichbar sind nur Preisangaben, die mit der gleichen Maßangabe formuliert sind und sich auf die gleiche Holzart beziehen.

Wo bekommt man kostenlos Brennholz?
Wer Brennholz sehr günstig oder kostenlos erhalten möchte, kann sich an das örtliche Forstamt wenden. Sie dürfen nicht einfach auf eigene Faust Bäume fällen oder Kleinholz im Wald sammeln, sondern brauchen eine Genehmigung. Das zuständige Forstamt stellt einen Sammelschein, meist gegen eine geringe Gebühr, für ein bestimmtes Gebiet aus. Wer selbst schlagen möchte, braucht einen "Brennholzführerschein". Das ist ein Nachweis, dass Sie mit einer Motorsäge umgehen können. Wichtig ist auch unbedingt die entsprechende Schutzausrüstung, um Unfälle zu vermeiden. Neben der Fachkenntnis brauchen Sie natürlich eine Transportmöglichkeit und den Lagerplatz. Auch die Nachfrage bei Sägewerken oder Abbruchunternehmen kann sich lohnen, auch hier kann man mit etwas Glück kostenlos oder sehr günstig Brennholz erhalten.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Brennholz kaufen
Harthölzer wie Buche, Eiche und Esche haben einen hohen Brennwert, brennen lange und erzeugen eine gleichmäßige Wärme. Buche punktet zudem mit einem schönen Flammenbild, Birke mit angenehmem Duft. Nadelhölzer wie Fichte oder Kiefer sind ideal zum Anfeuern, da sie schnell Wärme entwickeln, verbrennen jedoch schneller.
Laut Bundes-Immissionsschutzgesetz darf nur Holz mit einer Restfeuchte unter 25 % verbrannt werden. Frisch geschlagenes Holz muss je nach Art mindestens 1–3 Jahre trocknen. Wenn dieses zu feucht ist, mindert es die Heizleistung, führt zu starker Rauchentwicklung und kann den Kamin schädigen.
Preislich am günstigsten ist der Kauf im Sommer, wenn die Nachfrage gering ist. Im Winter oder bei plötzlichen Kälteeinbrüchen steigen die Preise deutlich. Wer frisches Holz kauft, sollte rechtzeitig vor der Heizsaison einkaufen und ausreichend Lagerzeit einplanen.
Neben dem Preis sind Brennwert, Restfeuchte, Holzart und Lagerzustand entscheidend. Achten Sie auf frei von Schimmel, Pilzen und Ungeziefer befallenes Holz. Bei Lieferung sollten Maße, Holzart und Qualität vorab schriftlich vereinbart werden.





