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Renovierungsarbeit: Schornstein verputzen

Ein Schornstein ist nicht nur ein funktionaler Bestandteil Ihres Kamins oder Ihrer Heizungsanlage – er hat auch einen direkten Einfluss auf das äußere Erscheinungsbild Ihres Hauses. Durch Witterung, Alterung oder geänderte architektonische Vorstellungen wird früher oder später eine Sanierung nötig. Die zentrale Frage dabei lautet: Soll man den Schornstein verputzen oder verkleiden?
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen beide Möglichkeiten auf – samt Vor- und Nachteilen, Materialien, Kosten und einer Anleitung für das Verputzen.
Renovierungsarbeit: Schornstein verputzen
 
 

Warum sollte ein Schornstein saniert oder neu gestaltet werden?


Ein Schornstein ist ganzjährig extremen Bedingungen ausgesetzt: 

  • Hitze, Frost und starke Temperaturschwankungen 
  • Feuchtigkeit durch Regen und Schnee 
  • Wind 
  • Versottung durch unvollständige Verbrennung & Ablagerungen im Inneren 

Ohne geeigneten Schutz kann es zu Schäden an der Bausubstanz kommen, was langfristig auch die Sicherheit und Funktionalität beeinträchtigt. 

Neben dem funktionalen Aspekt spielt auch die Optik eine wichtige Rolle. Eine Sanierung des Schornsteinkopfs kann dem Dach ein harmonischeres Gesamtbild verleihen – besonders bei Modernisierungen oder Neubauten mit besonderen architektonischen Anforderungen.

 
Moderner Schornstein mit roter Fassadenverkleidung und schwarzer Regenhaube auf Ziegeldach.
 
 
 
 
 

Verputzen oder verkleiden? Ein direkter Vergleich der Methoden


.

Methode Vorteile Nachteile Geeignete Materialien Kosten (ca.)

Verputzen

  • Kostengünstig
  • Individuelle Gestaltung
  • Schützt die Oberfläche
  • Hoher Arbeitsaufwand
  • Fachkenntnis erforderlich
  • Nur bei intakter Bausubstanz möglich
  • Hitzebeständiger Ofenputz
  • Quarzgrund
  • Armierungsgewebe
Ab 30 €/m² (Material)
Verkleiden
  • Hoher Schutzfaktor
  • Vielfältige Designs
  • Verbesserung der Statik möglich
  • Höherer Materialpreis
  • Unterkonstruktion notwendig
  • Schiefer
  • Metallbleche
  • Faserzement
  • Kunststoff
  • Stülpverkleidung
50 – 1.000 € je nach Variante 
 

Verputzen: Klassisch, individuell und kosteneffizient


Geeignete Materialien


Für das Verputzen benötigen Sie speziellen hitzebeständigen Ofenputz, der sowohl rissfest als auch witterungsbeständig ist. Ergänzt wird dieser durch Putzschienen, Quarzgrund und bei Bedarf ein Armierungsgewebe zur zusätzlichen Stabilisierung.
Im Innenbereich können Schornsteine auch mit Platten zum Beispiel aus Kalziumsilikat verkleidet werden. Wichtig ist, dass diese lückenlos an der Wand des Schornsteins anliegen und keine Hohlräume entstehen. Sollten im Schornstein noch alte Anschlüsse vorhanden sein, die verschlossen werden sollen, bietet sich das Reparatur-Set von Brula an.

Diese Methode eignet sich besonders, wenn die Bausubstanz intakt ist und Sie gestalterisch flexibel sein möchten – etwa durch eine farbliche Anpassung oder das nachträgliche Streichen des Schornsteins.

 
 

Achtung

 

Vor dem Beginn der Putzarbeiten ist zu prüfen, ob der Rauchabzug und auch der Schornsteinkopf über die unbedingt erforderliche und auch baurechtlich vorgeschriebene Hinterlüftung verfügen und der innere Abzugskanal unbeschädigt ist. Wenn es hier Probleme gibt, muss in Absprache mit dem Schornsteinfeger eine umfangreichere Schornsteinsanierung erfolgen.

 

Anleitung: Schornstein verputzen – Schritt für Schritt


1. Alten Putz vollständig entfernen und Oberfläche gründlich reinigen. Danach mit einer nassen Bürste über das Mauerwerk streichen, um Staub zu binden. Ist der Schornstein schon sehr alt, lohnt es sich gegebenenfalls, die Fugen des Mauerwerks zu erneuern.

 
Illustration einer Person, die alten Putz mit Hammer und Meißel vom Schornstein abschlägt.
 
 
 
 

2. Untergrund vorbereiten:

  • Eckputzschienen setzen & mit dünner Schicht Putz oder Haftmörtel befestigen
  • Quarzgrund auftragen
  • Bei Bedarf: Armierungsgewebe integrieren. Dann können Sie den Putz für die Eckschienen auch auf die gesamte Fläche dünn auftragen und das Gittergewebe zusammen mit den Eckputzschienen anbringen. Achten Sie darauf, dass die Teile des Gewebegitters und die Eckputzschienen auf Stoß angebracht werden und nicht überlappen.

Hinweis: Sollten Sie eine Quarzgrund-Zwischenschicht als Untergrund für den Putz benötigen, wird dieser vor der Armierung aufgebracht.

 
Illustration eines Schornsteins mit aufgebrachtem Armierungsgewebe zur Putzvorbereitung.
 
 
 
 

3. Putz auftragen und sorgfältig glätten. Nach dem Trocknen gegebenenfalls farblich anpassen oder tapezieren. Im Außenbereich kann eine wasserabweisende Putzschicht aufgetragen werden.

 
Illustration einer Hand, die Putz mit einer Glättkelle auf eine Schornsteinoberfläche aufträgt.
 
 
 
 
 
 

Achtung

 

Bei versotteten Schornsteinen ist eine geeignete Grundierung besonders wichtig, da sonst die Verfärbungen der Versottung immer wieder durch den Putz nach außen dringen und sich durch hässliche Flecken bemerkbar machen.

 

Besonderheiten: Innen- und Außensanierung


Schornstein verputzen innen

  • verbesserte Optik und Anpassung an die Gestaltung der Einrichtung
  • häufig von Schornsteinfegern gefordert, da Putz für bessere Dichte & Leistungskraft sorgt
  • oft erforderlich bei versotteten Schornsteinen
 

Schornstein verputzen außen 

  • verbesserte Optik
  • Schutz vor Nässe und Witterung
  • Verputzen bei gemauerten Schornsteinen üblich
  • alternativ: Stülpköpfe oder vollständige Verkleidung
 
 
 
 
 

Verkleiden: Langlebiger Rundumschutz


Worauf Sie achten sollten


Bei der Schornsteinverkleidung haben Sie zahlreiche Möglichkeiten bezüglich des Materials - nur brennbar sollte es nicht sein. Zudem sollten Sie darauf achten, dass es einer Unterkonstruktion bedarf. Diese kann, wenn darunter nicht brennbare Baustoffe liegen, aus einer Holz-Lattung gefertigt werden (z. B. Dachlatten), dann ist jedoch eine Hinterlüftung von 20 mm zu gewährleisten, die nach oben hin ausreichend gegen den Eintritt von Regenwasser geschützt ist. Einen solchen Schutz bieten beispielsweise Regenhauben.

Beliebte Materialien für die Schornsteinverkleidung:


  • Schieferplatten (natürlich oder künstlich)
    Platten aus Schiefer sehen auf dem Dach sehr hübsch aus und erfüllen ihren Zweck als Schornsteinkopfverkleidung ebenso gut. Entscheiden können Sie sich zwischen Naturschiefer und nachgebildeten Schieferplatten. Die Montage am Schornstein ist weit aufwendiger als wenn Sie mit Metall verkleiden, da jede einzelne Schieferplatte befestigt werden muss und dafür ein dementsprechender Unterbau benötigt wird.
  • Platten aus Faserzement oder Kunststoff
    Auch mit Platten aus Faserzement oder Kunststoff lässt sich eine Schornstein-Verkleidung realisieren. Sie sind leicht, schnell verarbeitet und witterungsbeständig.
  • Vorgefertigte Stülpverkleidungen für schnellen Einbau
    Denkbar ist die Schornsteinverkleidung auch mit Metallblechen aus Zink, Aluminium oder Kupfer. Diese sind nicht besonders teuer, leicht und flexibel zu verarbeiten. Achten Sie jedoch darauf, bestimmte Metalle nicht zu mischen. Zink und Kupfer reagieren beispielsweise chemisch miteinander, wenn Feuchtigkeit in Form von Regen hinzukommt.
 
Moderner Schornstein mit schwarzer Schieferverkleidung und Edelstahl-Abdeckung auf Hausdach vor blauem Himmel.
 
 
 
 

Kostenüberblick nach Materialart


Material Preis ab (€/m²)
Schieferplatten ab 15 €
Faserzementplatten ab 25 €
Metallblech ab 40 €
Stülpverkleidungen (Komplettlösung) 400 - 1.000 €
Klinker ab 30 €

Hinweis: Die Endkosten variieren je nach Größe des Schornsteins, Aufwand der Montage und lokalen Handwerkerpreisen.

 

Wichtige Hinweise zur Ausführung


Abstimmung mit dem Schornsteinfeger


Egal, ob Sie verputzen oder verkleiden: Der Schornsteinfeger muss in jedem Fall eingebunden werden. Er prüft, ob Brandschutz- und Bauvorgaben eingehalten wurden und nimmt die Arbeiten ab.

Materialauswahl


Achten Sie auf folgende Eigenschaften:

  • nicht brennbar
  • UV- und witterungsbeständig
  • langlebig und pflegeleicht
 
Zwei moderne, verkleidete Schornsteine mit Wetterschutzhauben auf einem roten Schrägdach.
 
 
 
 

Gestalterische Freiheit


Beide Methoden bieten kreative Spielräume – ob traditionell mit Schiefer oder modern mit Metallverkleidung. So lässt sich Ihr Schornstein perfekt ans Dachbild und die Fassadengestaltung anpassen.

 

Fazit: Welche Methode ist für Sie die richtige?


Ob Sie Ihren Schornstein verputzen oder verkleiden, hängt stark von den individuellen Anforderungen und dem Zustand Ihres Schornsteins ab. Das Verputzen bietet eine günstige Lösung mit gestalterischer Freiheit – setzt jedoch handwerkliches Können voraus. Die Verkleidung punktet mit hoher Witterungsbeständigkeit und Designvielfalt, ist aber teurer in der Anschaffung.

In jedem Fall gilt: Binden Sie Ihren Schornsteinfeger frühzeitig in die Planung ein, um spätere Probleme zu vermeiden und die Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten.

 

Häufige Fragen zur Sanierung des Schornsteins


Muss ich den Schornsteinfeger einbeziehen?

Ja, unbedingt. Der Schornsteinfeger überprüft die fachgerechte Ausführung und stellt sicher, dass alle Vorschriften eingehalten werden. Eine Abnahme ist in jedem Fall notwendig.

Welches Material eignet sich am besten für meinen Schornstein?

Das hängt von der Methode ab:

  • Verputzen: hitzebeständiger Ofenputz, Eckputzschienen, Armierungsgewebe
  • Verkleiden: Schiefer, Metall, Faserzement, Kunststoff, Komplettverkleidungen

Achten Sie auf Nicht-Brennbarkeit und Witterungsbeständigkeit.

Was kostet die Sanierung meines Schornsteins?
  • Verputzen: ab ca. 30 €/m² (Material)
  • Verkleiden: 15 €/m² – 1.000 € je nach Material und Aufwand 

Die tatsächlichen Kosten hängen stark vom individuellen Projekt ab. 

 
 
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