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Feinstaubfilter im Kamin nachrüsten: Was gibt es zu beachten?

Auch für Holzöfen gelten mittlerweile strenge Grenzwerte bei den Luftschadstoffen. Grundlage sind die 1. und 2. Stufe der Immissionsschutzverordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen. In dieser Verordnung wurden Emissionswerte definiert, die alle Öfen erfüllen müssen. Neue Kaminöfen erzeugen sehr geringe Emissionen und halten die geforderten Werte problemlos ein. Wer jedoch ein älteres Modell betreibt, muss aktiv werden. Wir erklären, ob es Sinn macht, alte Öfen nachzurüsten und welche Filter dafür infrage kommen.
Feinstaubfilter im Kamin nachrüsten: Was gibt es zu beachten?

Feinstaubfilter nachrüsten oder Kaminofen austauschen?


Die in der BImSchV definierten Emissionswerte müssen von jedem Ofen eingehalten werden. Ist das nicht der Fall, sind Sie in der Pflicht zu reagieren. Grundsätzlich haben Sie drei Optionen: Sie können Ihren Kamin mit einem Feinstaubfilter nachrüsten, komplett austauschen oder außer Betrieb nehmen. Für die meisten Ofenbesitzer ist Stilllegen aber keine Option, bleibt das Nachrüsten oder ein komplett neuer Ofen.

 

 

Warum lohnen sich Feinstaubfilter nur selten?
Ein Filter ist dann sinnvoll, wenn Sie einen wertvollen Kachelofen besitzen. Damit Sie diesen weiter nutzen können, lohnt sich hier das Nachrüsten der Filtertechnik. Doch auch für Kachelöfen gibt es mit einem Kachelofeneinsatz effizientere Alternativen. Diese sind im Vergleich zu Filtern zwar preisintensiver, Sie halten damit jedoch nicht nur die geforderten Grenzwerte ein, sondern optimieren zusätzlich Ihren Abbrand und verbrauchen weniger Brennholz.

 

Wann ist der Einsatz von Feinstaubfiltern sinnvoll?
Bevor Sie über einen Feinstaubfilter nachdenken, sollten Sie die Abgaswerte durch den Schornsteinfeger prüfen lassen. Die Kaminöfen vieler Hersteller haben schon vor Einführung der 1. und 2. BImSchV Stufe geringe Emissionswerte erreicht und liegen innerhalb der Norm. Aber selbst wenn Ihr Kamin die Grenzwerte des Bundes-Immissionsschutzgesetzes nicht einhält, ist Nachrüsten nicht unbedingt die beste Option. Je nach Filtertyp entstehen entweder permanente Betriebskosten oder hohe Anschaffungskosten. Zudem optimieren Sie mit einem Partikelabscheider oder Filter nur Ihre Abgaswerte. Die Ofentechnik bleibt veraltet und wesentlich ineffizienter als bei neuen Modellen. Ein kompletter Austausch der Feuerstätte ist daher oft günstiger und der Nachrüstung vorzuziehen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Welche Öfen müssen nachgerüstet werden?


Ende 2024 steht die letzte Übergangsfrist aus Stufe 1 der BImSchV an. Ob Ihr Kaminofen betroffen ist, erkennen Sie ganz leicht am Typenschild, auf dem auch das Datum der Typprüfung steht. Das Prüfdatum ist entscheidend für die Umrüstpflicht, nicht wie viele meinen das Installationsdatum.

 
Typprüfung zwischen:Umrüstungs- / Stilllegepflicht bis zum:
01.01.1975 & dem 31.12.1984 31.12.2017
01.01.1985 & dem 31.12.1994 31.12.2020
01.01.1995 & dem 22.03.2010 31.12.2024
 

Damit die Grenzwerte nicht überschritten werden, überprüft der Schornsteinfeger den Kaminofen und misst gegebenenfalls den Schadstoffausstoß. Die BImSchV muss unbedingt erfüllt werden, sonst droht die Stilllegung des Ofens. Für einen zeitlich unbegrenzten Weiterbetrieb brauchen Sie einen Nachweis über die eingehaltenen Werte in Form der Typenschildangaben oder dem Messprotokoll des Schornsteinfegers. Die jeweiligen von der BImSchV festgelegten Grenzwerte finden Sie in der folgenden Tabelle:

  BImSchV Stufe 1* BImSchV Stufe 2**  
Art der FeuerstätteRegelung nach DINCO (g/m3)Staub (g/m3)CO (g/m3)Staub (g/m3)Mindestwirkungsgrad (%)
Raumheizer mit
Flachfeuerung
DIN EN 13240 2,0 0,075 1,25 0,04 73
Raumheizer mit
Füllfeuerung
(Dauerbrand)
DIN EN 13240 2,5 0,075 1,25 0,04 70
Speichereinzelfeuerstätten DIN EN 15250/A1 2,0 0,075 1,25 0,04 75
Kamineinsätze
(geschlossene
Betriebsweise)
DIN EN 13229 2,0 0,075 1,25 0,04 75
Kachelofeneinsätze mit
Flachfeuerung
DIN EN 13229/A1 2,0 0,075 1,25 0,04 80
Kachelofeneinsätze mit
Füllfeuerung
DIN EN 13229/A1 2,5 0,075 1,25 0,04 80
Pelletöfen ohne
Wassertasche
DIN EN 14785 0,4 0,05 0,25 0,03 85
Pelletöfen mit
Wassertasche
DIN EN 14785 0,4 0,03 0,25 0,02 90

*Stufe 1 gilt für Anlagen, die nach dem 22. März 2010 errichtet wurden
**Stufe 2 gilt für Anlagen, die nach dem 31. Dezember 2014 errichtet wurden

 
 

Welche Arten von Feinstaubfiltern gibt es?


Ist Ihr Ofen von der BImSchV betroffen und Sie haben sich für den Einbau eines Filters entschieden? Dann können Sie zwischen aktiven und passiven Feinstaubfiltern wählen. Sind Sie unsicher, welcher Typ für Ihren Ofen geeignet ist, helfen Ihnen unsere Fachberater gerne weiter.

Aktive Feinstaubfilter
Partikelabscheider basieren auf dem Prinzip der elektrostatischen Abscheidung. Diese Art des Feinstaubfilters wird direkt in das Rauchrohr eingebaut. Dort lädt er die bei der Verbrennung entstehenden Staubpartikel elektrostatisch auf. Durch die elektrische Aufladung setzen sich die Kleinstteilchen an der Wand des Rauchrohrs fest. Damit der Kaminzug nicht leidet, sollten Sie Ihr Ofenrohr regelmäßig reinigen. Aktive Filter eignen sich für alle kleinen und mittleren Kaminöfen mit einer Heizleistung bis 25 kW. Der Vorteil liegt in der hohen Abscheidung von bis zu 90 %. Allerdings ist unbedingt ein Stromanschluss notwendig und auch die Anschaffungskosten sind relativ hoch.

 

Passive Feinstaubfilter
Passive Filter ähneln funktional einer Dunstabzugshaube. Die Rauchgase werden entweder vor dem Abgasstutzen oder im ersten Teil des Rauchrohrs durch einen Keramik- oder Edelstahl-Filter geleitet. Beim katalytischen Prozess werden die einzelnen Bestandteile wie Kohlenmonoxid (CO) und unverbrannter Kohlenwasserstoff (HC) in Kohlenstoffdioxid (CO2) und H2O umgewandelt. Die Feinstaubpartikel lagern sich entweder in der Konvektionszone ab oder sie verbrennen direkt an der heißen Katalysator-Oberfläche. Passive Filter sind kostengünstiger und arbeiten ohne Strom. Allerdings muss die Filterkassette regelmäßig ausgebaut und mit Druckluft ausgeblasen werden. Für die meisten veralteten Kaminöfen sind passive Filter weder erhältlich noch sinnvoll. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kaminfilterkat schwarz
 

Passiver Feinstaubfilter

 
 
 
 
 
 
 

DIBt-Zulassung

 

Der Filter, ob aktiv oder passiv, muss DIBt-geprüft sein! Ist er das nicht: Finger weg!

Da der Einbau eines Filters eine Veränderung an der Abgasanlage ist, muss diese Maßnahme zwingend mit dem Schornsteinfeger abgesprochen werden.

 

Was kosten Feinstaubfilter für Kaminöfen?


Aktive Feinstaubfilter kosten meist zwischen 2.000 und 3.000 Euro, hinzu kommen die Montagekosten. Der Einbau in das Abgasrohr muss von einem Fachmann vorgenommen werden. Passivfilter sind ab etwa 400 Euro erhältlich. Nachrüsten mit Passivfiltern erscheint auf den ersten Blick günstiger, sie müssen aber regelmäßig gewartet werden. Diesen Filtertyp können Sie selbst in den Kaminofen integrieren.

 

Häufige Fragen zum Thema Feinstaubfilter im Kamin nachrüsten


Wann braucht mein Kaminofen einen Feinstaubfilter?

Der Kaminofen benötigt einen Feinstaubfilter, wenn er die Emissionswerte der BImSchV nicht erfüllt. Das Prüfdatum der Typgenehmigung ist entscheidend für die Umrüstpflicht.

Wo wird der Feinstaubfilter im Kamin eingebaut?

Der Feinstaubfilter wird direkt im Rauchrohr des Kamins eingebaut. Aktive Filter verwenden elektrostatische Abscheidung, während passive Filter die Rauchgase im Ofenrohr durch Keramik- oder Edelstahl-Filter leiten.

Welche Kaminöfen dürfen nach 2024 weiter betrieben werden?

Kaminöfen, die die BImSchV-Emissionswerte erfüllen und eine Typgenehmigung nach dem 22. März 2010 haben, dürfen weiter betrieben werden. Ein Messprotokoll des Schornsteinfegers oder Angaben des Typenschilds dienen als Nachweis für den Weiterbetrieb.

 
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