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Die Funkenschutzplatte: Vorschriften und nützliche Tipps

Wenn Sie einen Kamin aufstellen wollen, ist der Brandschutz oberstes Gebot. Das gilt auch für den Fußboden, denn nicht jeder Untergrund ist feuerfest. Deshalb ist eine Funkenschutzplatte Vorschrift, wenn der Kaminofen auf Teppich, Holz oder anderen brennbaren Materialien stehen soll. Was die Vorschriften regeln, was Sie explizit beachten müssen, welche unterschiedlichen Formen und Materialien es gibt und wie die Kaminbodenplatte letztendlich eingebaut wird, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Die Funkenschutzplatte: Vorschriften und nützliche Tipps
 

Wozu brauche ich eine Funkenschutzplatte?

Das Risiko, das von fliegenden Funken und glühenden Materialien ausgeht, sollten Sie nicht unterschätzen. Vor allem, wenn Ihr Kamin- oder Pelletofen auf einem brennbaren Boden steht. Landen Funken auf dem teuren Parkett, beschädigen sie die Dielen. Kommen die Funken mit Teppichboden oder einem angrenzenden Teppich in Kontakt, besteht echte Brandgefahr. Eine Kaminofen-Bodenplatte erfüllt deshalb drei wesentliche Aufgaben:

  • Die Funkenschutzplatte bietet einen zuverlässigen Schutz vor Brandschäden am Boden durch Funkenflug rund um den Kamin.
  • Zusätzlich bewahren Sie die schützenden Platten vor Schmutz und Asche auf dem Teppichboden, Laminat oder beispielsweise Parkett. Außerdem wird der Fußboden nicht beschädigt, falls Sie einmal das Kaminbesteck, Kohlebriketts oder Holzscheite versehentlich fallen lassen.
  • Darüber hinaus gleichen Funkenschutzplatten die Druckbelastung des Bodens durch den Ofen aus. Verzichten Sie auf Kaminbodenplatten dieser Art, kann das Gewicht des Kaminofens den Boden beschädigen. Entscheiden Sie sich dabei für ein Modell aus Glas oder etwa aus Granit, profitieren Sie zudem von einer optischen Aufwertung.
 
 

Vorschriften für Funkenschutzplatten

Die rechtliche Grundlage für die Nutzung einer Bodenplatte für einen Kaminofen wird, wie andere Kaminofen-Vorschriften auch, durch die Feuerungsverordnung der Bundesländer (kurz: FeuVO) geregelt. Laut der Vorschrift ist eine Montage der Platten immer dann verpflichtend, wenn Sie Ihren Kaminofen auf einem Teppichboden, Holz, Laminat oder auf einem anderen Untergrund, der brennbar ist, platzieren. Lediglich bei Fliesenböden können Sie auf die schützenden Platten an der Feuerstätte verzichten. Bei Fußböden aus brennbaren Materialien gibt die FeuVO demgegenüber explizit an, welche Abmessungen mindestens ein Funkenschutzplattenmodell aufweisen muss.
Ausgehend von der Ofen-Größe muss sich in diesem Fall die Bodenplatte auf mindestens 50 Zentimeter nach vorne und jeweils mindestens 30 Zentimeter seitlich über die Feuerungsöffnung hinaus erstrecken. Diese Vorschrift zu den Abständen müssen Sie beim Kauf zum Beispiel einer Glasplatte oder einer sandgestrahlten Ausführung zwingend einhalten. 

 
Schema zu Abständen für Kaminbodenplatten
 
 
 
 
 
 

Materialien von Funkenschutzplatten

Funkenschutzplatten für Ihren Ofen können aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Beliebt bei Kamin- bzw. Kaminofen-Besitzer sind vor allem Bodenplatten aus Glas, Stein und Stahl. Bei der Materialauswahl sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen.

Bodenplatten aus Glas
Eine Glasbodenplatte besteht aus bruchsicherem Einscheibensicherheitsglas (kurz: ESG). Dabei reichen bei einer solchen Kaminbodenplatte bereits Stärken von sechs Millimetern. Sie können sich dabei zwischen einer Glasplatte aus Milchglas, mit einem transparenten Erscheinungsbild oder mit grauer bzw. schwarzer Tönung entscheiden. Hochwertige Glasplatten verfügen meistens zusätzlich über einen optisch hervorstechenden, geschliffenen Rand. Eine solche Platte wertet Ihren Ofen zusätzlich auf. Auch bei leicht unebenen Böden können Glasplatten eingesetzt werden, da die Biegetoleranz maximal acht Millimeter beträgt.

 
 

Bodenplatten aus Stein
Steinplatten bieten eine hohe Druckbelastbarkeit. Zudem gelten sie als optisch attraktive Varianten. Gerade Schiefer, Serpentin und Granit passen von der Optik her als Bodenplatte erstklassig zu vielen Kaminen aus Sandstein oder Speckstein und betonen mit ihrer strukturierten Oberfläche die Rustikalität und Gemütlichkeit.

 
 

Bodenplatten aus Stahl
Funkenschutzplatten aus pulverbeschichtetem Stahl überzeugen mit Robustheit und Stabilität. Als gehämmerte Funkenschutzbleche oder zum Beispiel mit gebürsteten Oberflächen lassen sich Metall-Platten aus Stahl perfekt in den Ofen-Bereich integrieren. Ähnlich wie Stein sorgen auch sie zusätzlich zu Ihrem Ofen für ein besonders metallisch-rustikales Flair. 

 
 
 
 
 

Formen von Funkenschutzplatten


Funkenschutzbleche bzw. -platten sind in den unterschiedlichsten Formen erhältlich. Für einen frei stehenden, viereckig ausgerichteten Kamin eignen sich zum Beispiel Funkenschutzplatten in Format eines Rechtecks, eines Sechsecks oder Quadrats. Befindet sich der Ofen dagegen an oder in der Wand, stellen Rundbögen, Korkbögen und Segmentbögen eine gute Wahl dar. Auch ein Fünfeck, ein Halbkreis oder ein Kreisabschnitt sind hier möglich.

Haben Sie hingegen einen eher runden Kaminofen, bieten sich Funkenschutzplatten in Tropfen- oder moderner Elipsenform an. Bei frei stehenden Varianten macht auch eine kreisförmige Schutzplatte eine gute Figur. Für einen eckig platzierten Kaminofen empfiehlt sich demgegenüber beispielsweise eine Kamibodenplatte in Form eines Viertelkreises. Zudem stehen Ihnen für Ihren Ofen bzw. Kaminofen noch spezielle Formen, wie etwa die einfache Schräge und die gebrochene Schräge, zur Verfügung. Ob der jeweilige Mindestabstand eingehalten wird, beurteilt Ihr Schornsteinfeger bei einer Feuerstättenschau.

 
Darstellung der Formen von Funkenschutzplatten: Viereckig, rund, sechseckig, tropfenförmig
 
 
 
 
 

 

Einbau der Funkenschutzplatte

Wenn Sie keinen großen Aufwand betreiben möchten, können Sie die Platte einfach auf den Bodenbelag legen. Das hat aber auch Nachteile. Gerade bei Platten aus Glas wird Schmutz nämlich schnell sichtbar, da er sich unter den Platten gerne ansammelt. Besser ist es, wenn Sie eine Dichtlippe anbringen. Dabei gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Markieren Sie die zukünftige Position Ihrer Funkenschutzplatte am Boden und legen Sie sich die Platte mit der Unterseite nach oben zurecht
  • Befestigen Sie die Dichtlippe mit der Klebekante am äußeren Rand der Funkenschutzplatte und schneiden Sie sie gegebenenfalls an den Ecken schräg ein, damit sie dort nicht überlappt oder sich wellt 
  • Ziehen Sie die Schutzfolie ab, drehen Sie die Bodenplatte um. Die Dichtlippe schließt den Spalt zum Boden ab und gleicht Unebenheiten problemlos aus.

Die meisten Kaminofen-Platten liegen direkt auf dem Untergrund auf. Es ist aber auch möglich, die Funkenschutzplatte im Boden einzulassen. Das ist allerdings vergleichsweise aufwendig und kostet mehr. 

 

Animation: Dichtlippe anbringen

 
 
 
 
 

Häufige Fragen zum Thema Funkenschutzplatte-Vorschriften


Ist eine Funkenschutzplatte für meinen Kaminofen gesetzlich vorgeschrieben?

Ja, laut Feuerungsverordnung (FeuVO) der Bundesländer ist eine Funkenschutzplatte Pflicht, wenn der Kaminofen auf einem brennbaren Boden wie Holz, Laminat oder Teppich steht. Nur bei nicht brennbaren Untergründen wie Fliesen kann darauf verzichtet werden.

Welche Mindestmaße muss eine Funkenschutzplatte haben?

Die Funkenschutzplatte muss mindestens 50 cm über die Feuerraumöffnung nach vorne und mindestens 30 cm seitlich hinausreichen. Diese Abstände sind essenziell, um einen ausreichenden Schutz vor Funkenflug zu gewährleisten.

Aus welchen Materialien kann eine Funkenschutzplatte bestehen?

Gängige Materialien sind Glas, Stahl und Stein (z. B. Granit oder Schiefer). Glasplatten sind optisch ansprechend und leicht zu reinigen, Stahlplatten besonders robust, und Steinplatten bieten eine hohe Hitzebeständigkeit sowie eine rustikale Optik.

 
 
Kategorie Funkenschutzplatten
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Kategorie Kaminofen
Kaminofen
 
 
 
 
 

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