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Darf der Weihnachtsbaum im Ofen verheizt werden?

Ein festlich geschmückter Tannenbaum gehört in vielen Haushalten zur Weihnachtstradition. Doch schon in den ersten Wochen des neuen Jahres beginnen die Bäume zu Nadeln. Kaminbesitzer denken deshalb oft darüber nach, den Baum einfach und bequem im heimischen Ofen zu verbrennen. Wie verarbeiten Sie am besten einen Weihnachtsbaum und ist das erlaubt? In diesem Artikel erfahren Sie es.
Darf der Weihnachtsbaum im Ofen verheizt werden?

 

 

Sofort verheizen?

Auch die gemütlichsten Feiertage sind einmal zu Ende. Ist die Weihnachtslust vergangen oder nadelt der Baum zu stark, dann sollen die Weihnachtsbäume schnell wieder aus dem Wohnzimmer verschwinden. Doch einfach kleinhacken und im Kamin verbrennen, ist nicht so leicht möglich. 

Weihnachtsbäume werden schon kurze Zeit nach dem Schlagen verkauft. Damit der Baum auch lange in der warmen Stube frisch bleibt, wird er außerdem gegossen. Aus diesen Gründen besitzt ein Weihnachtsbaum eine hohe Feuchtigkeit und kann nicht sofort verbrannt werden. Ein frischer Baum weist eine Feuchtigkeit von zirka 40 Prozent auf.

 
 
 
 
 
 
 

Was gibt es zu beachten?

Prinzipiell lässt sich ein Weihnachtsbaum in einem Kaminofen verheizen, allerdings gibt es Einschränkungen. Nicht alle Teile des Baumes sind für die zeitnahe Verbrennung nach den Festtagen geeignet. Die dünnen Zweige und Nadeln konnten in den weihnachtlichen Wochen recht gut trocknen. Der Stamm hat aber über die Zeit eine große Menge Wasser aufgenommen. Dadurch brennt der Stamm nicht nur schlecht, das feuchte Holz im Kamin sorgt zudem für einen geringen Heizwert und eine gefährliche Geruchs- und Rauchentwicklung. Optimalerweise sollte ein Weihnachtsbaum 12 bis 24 Monate lang trocknen, damit er eine Restfeuchtigkeit von unter 20 Prozent besitzt. Sie sollten sich bewusst sein, dass Nadelholz sehr stark harzt. Das Harz kocht bei hoher Hitze und kann aus den Scheiten herausspritzen. Aus diesem Grund sollten Sie ihren Weihnachtsbaum nur in geschlossenen Kaminen verbrennen. Das Harz kann sich aber auch an der Kaminscheibe festsetzen, was nur schwer zu reinigen ist. 

In der Regel handelt es sich bei Weihnachtsbäumen um unbehandeltes Holz, das in einem Kamin verheizt werden kann. Wenn Sie vorhaben, ihren Baum im Kamin zu verbrennen, dann sollten Sie sicherheitshalber beim Kauf nachfragen, ob er behandelt wurde.  

Wenn es um die Verbrennung Ihres Baumes geht, sollten Sie besonders darauf achten, dass er komplett von seiner Dekoration befreit ist. Plastikschmuck, wie Lametta, darf unter keinen Umständen in den Kamin gelangen!

 

Weihnachtsbaum richtig vorbereiten

Wenn Sie den Baum von allem Schmuck befreit haben, können Sie ihn zu Brennholz verarbeiten. Prinzipiell lässt sich der Weihnachtsbaum wie jeder andere Baum zerteilen. Trennen Sie zuerst die Äste vom Stamm und teilen Sie diese in kleine Stücke. Das gelingt am besten mit einer Holzsäge oder einer kleinen Axt. Das Reisig von Fichten und Tannen brennt sehr schnell und eignet sich in kleinen Mengen optimal als Anzündholz für lang brennende Hartholzarten wie Eiche, Buche oder Esche. 

Den feuchten Stamm sollten Sie zunächst in handliche Stücke zerkleinern. So kann er besser und schneller trocknen. Nach ein bis zwei Jahren sollte das Holz eine geringe Restfeuchtigkeit enthalten, um gefahrenlos in Ihrem Kamin verheizt werden zu können.  

Jetzt kann der alte Christbaum zum Anheizen des Kamins in der neuen Weihnachtssaison dienen und zaubert Ihnen eine wohlige Wärme.

 
 
 
 
 
 

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