Kostenloser Versand für Öfen
Top Kundenzufriedenheit

Anleitung: Schimmelsanierung mit Kalziumsilikatplatten

Kalziumsilikatplatten sind diffusionsoffen und kapillaraktiv. Aufgrund dieser speziellen Eigenschaften werden sie seit Jahrzehnten zur Innendämmung und Schimmelsanierung von Wänden genutzt. Was genau die Platten so besonders macht, wofür sie sich alles eignen und wie Sie bei der Verlegung von Silikatplatten vorgehen, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Anleitung: Schimmelsanierung mit Kalziumsilikatplatten

Sie erfahren in diesem Artikel:

Was sind Kalziumsilikatplatten?

Kalziumsilikatplatten werden auch Calziumsilikat-, Silikat-, Klima- oder Promatplatten genannt. Alle meinen aber das gleiche Produkt: Einen rein mineralischen Baustoff, der sich hauptsächlich aus Siliziumoxid, Kalziumoxid, Wasserglas und Zellulose zusammensetzt. Diese Rohstoffe werden miteinander vermischt und zu Platten geformt. Nach dem Aushärten entsteht ein leichtes, äußerst stabiles Baumaterial mit einem hohen Porenanteil.

Wie verhindern Klimaplatten Schimmel?

Die vielen Mikroporen des Materials sorgen dafür, dass Calciumsilikat kapillaraktiv und diffusionsoffen ist. Damit können die Platten Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen, zwischenspeichern und bei Bedarf wieder an den Raum abgeben. Zusätzlich macht der hohe pH-Wert das Material alkalisch und damit pilzhemmend. Dies beugt aktiv der Bildung von Schimmel vor. Kalziumsilikatplatten eignen sich also nicht erst zur Schimmelsanierung, sondern sind auch die ideale Lösung, um Schimmel an der Wand zu verhindern.

Vorteile von Silikatplatten

diffusionsoffen

kapillaraktiv

wärmedämmend

nicht brennbar

resistent gegen
Feuchtigkeit & Fäulnis

alkalisch &
pilzhemmend

form- &
alterungsbeständig

leicht zu
verarbeiten

Wie kommt es zur Bildung von Schimmel?

Schimmelkeime und -sporen finden sich überall in unserer natürlichen Umgebung. Ein konkreter Schimmelbefall entsteht allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Denn der Pilz benötigt Feuchtigkeit, eine gewisse Temperatur und einen geeigneten Nährboden, um sich anzusiedeln und zu wachsen. Die Ursachen für einen Schimmelbefall in der Wohnung sind dabei vielschichtig.

Günstige Voraussetzungen für Schimmel:

  • längere Zeit mit mehr als 60 % relativer Luftfeuchtigkeit im Raum
  • feuchte Wände, Decken, Fußböden
  • Kältebrücken an Hauswänden
  • schlecht hinterlüftete Stellen an der Wand
  • große Temperaturunterschiede in den Räumen

Gut zu wissen!

Ein idealer Nährboden für Schimmel sind verschiedenste organische Materialien: wie beispielsweise Holz, Papier, Tapeten, Silikon, Teppichböden, Farben, Lacke, Leder sowie Zement und Beton. Befindet sich genügend organisches Material in der Luft können sich Schimmelsporen sogar an Materialien festsetzen und wachsen, die selbst keine Nährstoffe bereitstellen.

Die häufigsten Ursachen für Schimmelentstehung

Werden Wohnräume nur unzureichend geheizt und selten gelüftet, steigt die Luftfeuchtigkeit durch Duschen, Kochen oder Wäsche trocknen immer weiter an. Trifft die Feuchtigkeit dann auf eine kalte Wand mit organischem Material wie Tapete oder Holzverkleidungen entsteht ein optimaler Nährboden für Schimmelpilze.

Auch Mängel an der Gebäudehülle können einen Schimmelbefall begünstigen. Durch ein defektes Mauerwerk, undichtes Dach oder Rissen in der Außenwand kann Feuchtigkeit in das Gebäudeinnere eindringen. Auch eine unsachgemäße Dämmung und so entstehenden Wärmebrücken schaffen optimale Bedingungen für Schimmel.

Welche Auswirkungen hat Schimmel auf die Gesundheit?

Menschen, die regelmäßig Schimmelpilzen in der Wohnung ausgesetzt sind, haben laut WHO ein bis zu 75% erhöhtes gesundheitliches Risiko für Infektionen der Atemwege, allergische Reaktionen und Asthma. Dabei lösen sowohl die Sporen als auch Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze entsprechende Beschwerden aus. Diese sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Die häufigsten körperlichen Symptome:

  • Schnupfen
  • gerötete, brennende Augen
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Halsreizungen & Heiserkeit
  • Husten
  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen & Übelkeit
  • Müdigkeit & Schlafprobleme
  • Abgeschlagenheit
  • Atemwegsbeschwerden
  • Hautausschlag & Ekzeme
 
Jugendlicher nießt in ein Taschentuch

Gut zu wissen!

Schimmel in der Wohnung macht nicht grundsätzlich krank. Ob eine Gesundheitsgefahr besteht, hängt von der Menge an Schimmelsporen und der Schimmelart ab. Um auf Nummer sicherzugehen, sollte Sie Schimmelpilze aber immer entfernen. 

Was tun bei Schimmel an der Wand?

Sie haben Schimmel an Ihrer Wand entdeckt? Egal ob der Befall klein- oder großflächig ist: Bevor Sie etwas gegen den Schimmel unternehmen, versuchen Sie die Ursache des Problems herauszufinden. Denn nur wenn diese behoben wird, kann ein erneuter Schimmelbefall dauerhaft ausgeschlossen werden.

Kleinflächiger Befall

Der Schimmel kommt nicht von Mängeln an der Bausubstanz und betrifft nur einen kleinen Teil der Wand? Dann können Sie die befallene Stelle mit Schimmelentferner selbst reinigen. Arbeiten Sie bei der Schimmelentfernung nur mit geöffnetem Fenster und geeigneter Schutzkleidung. Gehen Sie dabei wie in Punkt 1 der Schritt für Schritt Anleitung vor.

Großflächiger Befall

Bei einer größeren Fläche ist eine aufwändigere Sanierung ratsam. Mit einfachem Schimmelentferner kommen Sie dabei nicht mehr weiter. Den besten Schutz vor einem erneuten Befall bieten hier Kalziumsilikatplatten. Wie genau Sie diese verlegen und was Sie alles für die Sanierung brauchen, erklären wir Ihnen nachfolgend in unserer Schritt für Schritt Anleitung.

Was wird zur Schimmelsanierung mit Silikatplatten benötigt?

 Schutzbrille, Atemschutz und Handschuhe

 Sprühflasche mit Schimmel-EX-Konzentrat

 Lehmkonzentrat 

 Kalziumsilikatplatten

 Kernbohrer oder Stichsäge

 

 diffusionsoffene Farbe

 Lehm Oberputz

 Farbrolle

 Lappen

 Zahnspachtel

Hand in gelbem Handschuh sprüht Schimmelentferner auf verschimmelte Stelle an Ecke oberhalb von Fenster
 

Schritt für Schritt Anleitung

Das Wichtigste vorweg: tragen Sie bitte Schutzkleidung. Denn Schutzbrille, Atemmaske und Handschuhe schützen Sie zuverlässig vor gesundheitsgefährdenden Schimmelsporen.


 

1. Schritt:
Schimmel entfernen

Beginnen Sie damit Tapeten, alte Wandfarbe sowie losen Putz zu entfernen. Damit beim Arbeiten weniger Schimmelsporen in die Luft geraten, behandeln Sie den betroffenen Bereich im Vorfeld mit Schimmelentferner. Bei einem starken Schimmelbefall sollten Sie den betroffenen Putz großflächig abschlagen.

Sind Sie unsicher, ob Sie dem Schimmel alleine Herr werden, sollten Sie unbedingt einen Fachmann zu Rate ziehen.


 

2. Schritt:
Unebenheiten ausgleichen

Um einen optimalen Abtransport der Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten, dürfen unter den Kalziumsilikatplatten keine Hohlräume bleiben. Der Untergrund, auf dem Sie den Lehmmörtel aufbringen, muss trocken, sauber und möglichst glatt sein. Gleichen Sie größere Unebenheiten mit entsprechendem, diffusionsoffenem Innenputz aus.


 

3. Schritt:
Klimaplatten vorbereiten

Schneiden Sie die Kalziumsilikatplatten passgenau zu. Glätten Sie die Kanten sorgfältig, damit sich die Platten nahtlos verlegen lassen. Denken Sie auch daran Aussparungen für Steckdosen und Schalter, mithilfe eines Kernbohrers oder einer Stichsäge auszuschneiden. Befeuchten Sie nun die Platten auf der Wandseite mit Wasser.


 

4. Schritt:
Silikatplatten anbringen

Mischen Sie in der Zwischenzeit den Lehmmörtel zum Kleben der Platten an. Halten Sie sich auch hier an die Angaben des Herstellers. Es ist wichtig, einen difussionsoffenen Kleber oder Mörtel zu verwenden, der die Poren der Klimaplatten nicht verschließt. Ziehen Sie nun den Mörtel mit einem Zahnspachtel auf.

Die Kalziumsilikatplatten müssen vollflächig verklebt werden. Achten Sie beim Verlegen der Platten darauf, Stöße und Fugen möglichst klein zu halten. Sie sollten nicht breiter als 2 mm sein. Mörtel, der aus den Fugen quillt, entfernen Sie möglichst sofort mit einem feuchten Lappen. Verfugen Sie Ecken, Fensterlaibungen und Deckenanschlüssen besonders sorgfältig.


 

5. Schritt:
Kalziumsilikatplatten verkleiden

Zu guter Letzt können Sie die Kalziumsilikatplatten so verkleiden, wie es Ihnen gefällt. Dabei sollten Sie nur darauf achten, dass der Mörtel gut durchgetrocknet ist und alle Materialien auch wirklich luftdurchlässig sind. Das bedeutet Latexfarbe, Vinyltapete, Fliesen oder gipshaltige Putze kommen für die Wandgestaltung nicht in Frage. Sie würden die Poren der Klimaplatten verschließen und den schimmelhemmenden Effekt aufheben.

Mit einer diffusionsoffenen Farbe (z.B. Kalk-, Silikat- oder Kreidefarbe) oder einem atmungsaktiven Mineralputz bleibt die hohe Kapillarität der Platten erhalten.

Hinweis!

Die meisten Kalziumsilikatplatten haben (lediglich) eine bauaufsichtliche Zulassung als Brandschutz- und/oder Wärmedämmplatte.

Sie wollen mehr Infos? In unserem Blog erfahren Sie mehr!

Kamineinsatz verkleiden: Welche Materialien eignen sich? - Kamineinsatz verkleiden: Welche Materialien eignen sich?
Ratgeber Kamineinsatz verkleiden: Welche Materialien eignen sich?
Als stolzer Besitzer eines Kamins suchen Sie nach einer Verkleidung, die gut aussieht, sich harmonisch in den Raum integriert und vielleicht sogar etwas mehr aus Ihrer Heizquelle herausholt? Neben optischen Aspekten erfüllt eine Kaminverkleidung bei geeigneter Materialwahl funktionale...
Dichtschnur wechseln - Ofen undicht: So wechseln Sie die Ofendichtung!
Anleitungen Dichtschnur wechseln
Die meisten Kaminöfen werden mit einer Dichtschnur abgedichtet, damit keine giftigen Rauchgase in Ihren Wohnbereich gelangen. Die Dichtschnur an Ihrem Kamin ist direkt im Schließbereich stets in eine Nut entweder an der Ofentür oder am Korpus des Kaminofens eingefasst und eingeklebt.
Warmluftverteilung: Lüftungskanal vs. Lüftungsrohr - Lüftungsrohr und Lüftungskanal I Blog I ofenseite.com
Ratgeber Warmluftverteilung: Lüftungskanal vs. Lüftungsrohr
Haben Sie schon einmal daran gedacht, die vom Ofen produzierte Wärme gleich für mehrere Räume zu nutzen oder Ihr Haus komplett automatisch zu belüften? Eine sogenannte geführte Warmluftverteilung kann – genau wie eine kontrollierte Wohnraumbelüftung oder...
Lüftungsgitter: starre vs. bewegliche Lamellen - Lüftungsgitter im Vergleich: Starr oder beweglich? | ofenseite.com
Wissen Lüftungsgitter: starre vs. bewegliche Lamellen
Bevor wir uns der Frage widmen, wann wir Lüftungsgitter mit starren Lamellen oder mit beweglichen Lamellen einsetzen sollten, wollen wir zunächst ein paar Worte zum eigentlichen Nutzen von Lüftungsgittern verlieren. Aus dieser Betrachtung ergibt sich dann ...
Empfohlene Produkte
Brula
Lieferzeit ca.: 1-3 Werktage
50,69 €
48,16 €
Brula
Lieferzeit ca.: 1-3 Werktage
79,97 €
79,96 €
Brula
Lieferzeit ca.: 1-3 Werktage
84,50 €
80,30 €
Brula
Lieferzeit ca.: 1-3 Werktage
39,87 €
Promat
Lieferzeit ca.: 1-3 Werktage
65,00 €
59,50 €
Promat
Lieferzeit ca.: 1-3 Werktage
22,39 €
Promat
Lieferzeit ca.: 1-3 Werktage
24,49 €
Promat
Lieferzeit ca.: 1-3 Werktage
7,99 €
Kommentar schreiben

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.