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Kurz vor dem Start: Kaminofen vor dem Winter gründlich checken

Veröffentlicht am 12.09.2022 09:01 | 0 Kommentare
Wie Sie Ihren Kaminofen wintertauglich machen

Gefühlt werden die Tage und Nächte schon wieder merklich kühler. Genau richtig, um den Kaminofen aus der Sommerpause zu holen und sich endlich wieder gemütlich vor dem Kaminfeuer einzukuscheln. Bevor Sie Ihren Kamin jedoch anfeuern, sollten Sie sich jedoch die Zeit zum gründlichen Reinigen und für einen kleinen Ofen-Check-Up nehmen. So ist Ihr Kaminofen bestens auf den Winter vorbereitet und Sie können die Ofenwärme unbeschwert genießen.

Inhalt:


Sie erfahren in diesem Artikel:

  • Welche Arbeiten vor dem ersten Anfeuern zu erledigen sind.

  • Was genau am Kaminofen kontrolliert und gereinigt werden sollte.

  • Einfache und kostengünstige Tipps rund um Ihre Kaminofen-Scheibe.

  • Eine Anleitung, wie Sie ganz einfach die Ofendichtung selbst wechseln.

  • Weitere Informationen rund um Ihren Kamin und das passende Brennholz.

Kaminofen auf Beschädigungen prüfen


Bevor Sie Ihren Kaminofen reinigen und wieder in Betrieb nehmen, sollten Sie den Ofen und alle wichtigen Ofenteile auf eventuelle Schäden und lockere Schrauben überprüfen. Grobe Beschädigungen sind bereits mit bloßem Auge zu erkennen und meist ein Sicherheitsrisiko.

Bessern Sie diese vor dem ersten Anfeuern auf jeden Fall aus. Reparaturarbeiten werden beispielsweise notwendig, wenn die Glasscheibe einen Riss hat, die Tür nicht mehr richtig schließt, das Ofenrohr locker ist oder die Schamottsteine im Feuerraum beschädigt sind.

Freier Abzug: Ofenrohr reinigen & Schornstein kontrollieren


Ofenrohre von Ruß befreien

Kontrollieren und reinigen Sie im nächsten Schritt Ihre Ofenrohre. Öffnen Sie dazu die Revisionsklappe des Rauch-Rohres. Mit einer Bürste lässt sich angesammelter Ruß gründlich entfernen.

Wichtig zu wissen!

Das Ofenrohr sollte regelmäßig nach jeder Heizperiode gereinigt werden. Verrußte Rohre behindern auf Dauer den sicheren Abzug der Rauchgase. Das gefährdet Ihre Gesundheit und erhöht die Brandgefahr.

Schornstein auf freien Zug überprüfen

Für das fachkundige Reinigen des Schornsteins ist Ihr Schornsteinfeger zuständig. Laut Gesetz ist diese 1 bis 3 mal jährlich vorzunehmen - das genaue Intervall richtet sich danach, wie oft Sie Ihren Kaminofen nutzen. Doch selbst wenn der Besuch des Schornsteinfegers noch nicht lange her ist, sollten Sie nach dem Sommer einen Blick in den Schornstein werfen.

Manchmal kommt es vor, dass Vogelnester oder andere Fremdkörper den Schornstein zusetzen und damit den Querschnitt verringern. Um einem Schornsteinbrand vorzubeugen und einen optimalen Kaminzug zu gewährleisten, sollten Sie diese auf jeden Fall entfernen.

Kaminofen reinigen: Asche entfernen und Schamotte prüfen


Vor Heizperiode Heizung reinigen

Brennraum gründlich säubern

Der Innenraum des Kamins sollte ebenfalls gründlich gereinigt werden. Entfernen Sie dazu die gröbsten Ablagerungen mit Schaufel und Feger. Für die restliche Asche nutzen Sie am besten einen Aschesauger. Prüfen Sie anschließend auch den Aschekasten und leeren diesen aus. Nach dem Säubern der Brennkammer lassen sich die Schamotte-Steine leicht auf Risse überprüfen.

Vor Heizperiode Heizung reinigen

Schamottsteine auf Risse kontrollieren

Schamottesteine sind äußerst hitzebeständig. Dennoch altern die Speichersteine mit der Zeit und es können sich feine Risse bilden. Dünne Risse beeinträchtigen die Leistung Ihres Ofens nicht. Solche Steine können problemlos weiter genutzt werden. Erst wenn das Metallgehäuse des Ofens sichtbar wird oder ganze Stücke herausgebrochen sind, sollten die Schamottsteine ausgetauscht werden.

Zum Reinigen und Ausbessern: Glasreiniger, Kaminbesteck & Co.

Sorgt für klare Sicht: Kaminofen-Scheibe reinigen


Geringe Mengen Ruß setzen sich bei jedem Kaminfeuer an der Ofenscheibe ab. Nach einer langen Heizperiode kann es daher zu einer stark verrußten Scheibe kommen. Aber auch eine fehlerhafte Verbrennung führt zu starker Rußbildung.

Um wieder einen klaren Blick auf das Feuer zu bekommen, können Sie die Scheibe mit speziellen Ofenreinigern oder aber mit Hausmitteln säubern. Bewährt haben sich die Zeitungsmethode und Schalen von Kartoffeln.

Ofenscheibe mit Zeitungspapier
reinigen

Nehmen Sie dazu eine alte Zeitung und knüllen diese zusammen. Befeuchten Sie die Zeitung mit Wasser und tunken Sie das feuchte Zeitungspapier in die kalte Asche. Wischen damit über die Glasscheibe. Die Scheibe sollte ohne Probleme und vor allem ohne Chemie klar und rein werden.

Saubere Kaminscheibe mit Kartoffelschalen

Kartoffelschalen fallen in den meisten Küchen regelmäßig an. Durch die in der Innenseite der Schale enthaltene Stärke lassen sich Rußrückstände mühelos entfernen. Dafür befeuchten Sie die Innenseite der Schale und reiben diese über die Scheibe. Mit einem nassen Tuch lassen sich die gelösten Ascherückstände leicht abwischen.

Darauf sollten Sie achten!

Durch das Verwenden von Topfkratzer und Scheuermilch können sich in der Ofenscheibe feine Haarrisse bilden. Im schlimmsten Fall kommt es dann zu einem kompletten Riss der Scheibe.

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Qualm im Raum? Ofendichtschnur regelmäßig erneuern


Ofendichtungen gehören zu den Verschleißteilen Ihres Kamins. Hohe Temperaturen und ein häufiges Öffnen der Tür, führen mit der Zeit zu porösen Dichtungen. Daher sollten Sie diese regelmäßig überprüfen und erneuern. Mit einem einfachen Trick lässt sich feststellen, ob die alte Ofendichtung getauscht werden muss.

Legen Sie dafür ein Blatt Papier zwischen die Ofentür und schließen Sie diese. Lässt sich das Blatt bei geschlossener Tür einfach herausziehen, müssen Sie die Ofendichtung wechseln.

Vor Heizperiode Heizung reinigen

So erneuern Sie die Ofendichtung einfach selbst

Ziehen Sie zum Wechseln die alte Ofendichtung aus der Nut heraus und entfernen Sie alle Kleberückstände. Wenn Sie kein selbstklebendes Dicht-Band verwenden, benötigen Sie feuerfesten Montagekleber. Füllen Sie die Nut mit dem Klebstoff und setzen die neue Dichtschnur ein. Arbeiten Sie sich einmal um die Glasscheibe herum. Danach schneiden Sie die überschüssige Ofendichtung ab. Der Kleber muss im Anschluss 24 Stunden lang trocknen.

Außenseite nicht vergessen: Kaminofen-Korpus reinigen


Im Laufe des Sommers sammelt sich auf dem Kaminofen oft einiges an Staub an. Vergessen Sie daher nicht, den Ofenkorpus zu reinigen. Verwenden Sie dafür am besten ein trockenes und weiches Tuch. Auf aggressive Reinigungsmittel sollten Sie verzichten, diese können die Hülle des Ofens angreifen und zu Rost führen. Platz der Lack ab? Farbveränderungen oder Kratzer im Lack lassen sich einfach mit hitzebeständigem Ofenlack behandeln.

Gut zu wissen

Ofenverkleidungen aus Naturstein sind unversiegelt und daher besonders empfindlich. Staub können Sie leicht mit einem feuchten Tuch entfernen. bei größeren Verschmutzungen lesen Sie am besten in der Bedienungsanleitung Ihres Kaminofens nach.

Haben Sie auch ans Holz gedacht?


Bestenfalls haben Sie Ihre Holzvorräte bereits im Sommer genügend aufgestockt und können Ihr Kaminfeuer jetzt genießen. Andernfalls sollten Sie sich dringend um bereits kaminfertiges Holz mit der passenden Restfeuchte kümmern. Denn für ein gut brennendes Feuer spielt die Holz-Qualität eine wichtige Rolle.

Dabei ist eine Restfeuchte zwischen 15 und 20 Prozent optimal. Ist das Holz noch zu feucht, findet keine vollständige die Verbrennung statt. Umgekehrt kann Brennholz aber auch zu trocken oder zu alt sein. Dann sinkt der Brennwert erheblich.

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