Modern oder Nostalgie? Antike Küchenöfen sind im Trend!

Veröffentlicht am 07.11.2019 08:00 | 0 Kommentare
Ein Küchenofen mit heller Majolika
Der antike Küchenofen war jahrzehntelang nur ein Deko-Objekt für Nostalgiker. Das hat sich geändert. Heute gilt der Küchenherd von Großmutter nicht mehr nur als Sammlerstück: Immer mehr begeistern sich für die rustikale Art des Kochens und Backens. Ein antiker Herd bringt den Charme vergangener Zeiten in die Küche und verbreitet wohlige Wärme. Allerdings sind die originalen Küchenöfen aus damaliger Zeit nicht auf dem neuesten Technikstand und lassen an Effizienz zu wünschen übrig. Doch dafür gibt es Abhilfe: Wer wie Oma kochen möchte, ohne an Nachhaltigkeit einzubüßen, greift zu einem modernen Küchenofen in Antik-Optik. Wie der alte Ofen trotzdem noch von Nutzen sein kann und was die neuen Holzherde können, erfahren Sie hier.

Inhalt:
Was macht einen antiken Küchenofen aus? 21. Jahrhundert hin oder her: Holzbefeuerte Küchenherde haben etwas Gemütliches. Ein solcher Ofen mit seiner Emaille oder Kacheln und seiner Holz-Befeuerung versetzt Sie in eine Zeit zurück, als der Herd Zentrum der ganzen Wohnung war. Ein antiker Küchenherd kombiniert Kochgelegenheit und Backröhre mit der Optik des lebendigen Feuers. Gleichzeitig schafft diese Feuerstätte eine angenehme Strahlungswärme. Diese Öfen im antiken Look besitzt viele praktische Ausstattungen, die ihm die liebevolle Bezeichnung Küchenhexe eingetragen haben. Da gibt es zum Beispiel eine den Herd umlaufende Stange, an der schon Oma ihre Handtücher trocknete. Oder herausnehmbare Kochringe, mit denen am Ofen der Kontakt des Kochgeschirrs mit dem Feuer reguliert werden kann. Ausgestattet mit einem Wasserschiff war auch immer ein Vorrat an heißem Wasser vorhanden. Zu Omas Zeiten waren diese Holzherde als Kombinationsgerät unersetzlich.
Alter Holzherd mit Kochgeschirr und Reling
Was tun mit Omas antikem Küchenherd? Wenn Sie einen Nostalgieherd geerbt haben, der noch in gutem Zustand ist, steht der Entscheidung, ihn nicht nur als Deko zu benutzen, nichts im Wege. Ein funktionsfähiger antiker Herd wird nämlich in der Bundesimmissionsschutz-Verordnung (BImSchV § 26 (3) 1.) gesondert behandelt. Diese alten Küchenherde können Sie ungeachtet der Sanierungspflicht weiter betreiben. Allerdings dürfen Sie den alten Herd dann nur privat nutzen. Außerdem muss ein antiker Ofen in seiner Nennwärmeleistung unter 15 Kilowatt liegen. Zwar kann ein antiker Küchenherd in puncto Emissionen und Effizienz mit moderner Herd-Technik nicht mithalten. Trotzdem brauchen alte Holzherde nicht zum Alteisen wandern. Sie können diesen dekorativen Ofen, zur Erinnerung an die gute alte Zeit, im Haus stehen lassen. Auch als Außenkochstelle im Garten verrichtet ein antiker Herd wunderbare Dienste. Oft findet man die ausgediente Küchendeko auch als stimmungsvolle Gartendekoration.
Küchenhexe als Dekoelement im Garten
Muss man bei nostalgischen Küchenherden auf moderne Technik verzichten? Die antiken Herde bringen Wohnlichkeit und Tradition ins Haus. Aber wenn Sie sich aus Gründen der Effizienz und Nachhaltigkeit gegen das alte Gerät entscheiden, gibt es eine Alternative: Einen Küchenofen kaufen, der zwar alt und nostalgisch aussieht, aber ein Innenleben mit modernster Ofen-Technik besitzt. Dabei kann das Äußere vielseitig sein: emaillierte Stahlblechgehäuse, Gusseisen, Majolika-Kacheln. Dazu robuste Griffe und die umlaufende Stange: Ein Küchenherd dieser Art wirkt alt und gediegen und das Ofen-Design knüpft an die unverwüstlich hochwertige Ausstattung an, die nur ein antiker Ofen bietet. Richtig gemütlich wird es, wenn in den Küchenherd Sichtscheiben eingelassen sind, die den Blick auf die züngelnden Flammen im Backofen und Brennraum freigeben.
Küchenherd mit Gusseisenverkleidung
Heißer Tipp: Die Heizleistung eines antiken Küchenherds oder seiner modernen Variante muss an den Aufstellraum angepasst sein! Ein Herd mit zu viel Power lässt sein Umfeld schnell zur Sauna werden.
Der mit Holz betriebene Küchenherd ist nur äußerlich ein antiker Küchenherd. Die neuen Modelle haben die ressourcensparende Technik des 21. Jahrhunderts verbaut. Dank der automatischen Luftregelung kommt ein Herd in Antik-Optik auf einen zeitgemäßen Wirkungsgrad von ca. 80 Prozent: Viel Nennwärmeleistung bei wenig Brennstoffeinsatz. Schamottauskleidungen speichern die Hitze und bringen Power unter Pfanne und Topf. Über ein Thermometer kontrollieren Sie die Backofentemperatur. Sie können bei den modernisierten Küchenöfen mit Holzbefeuerung auch die Herdplatte wählen. Neben den althergebrachten Kochringen aus Gusseisen gibt es inzwischen auch die Möglichkeit der Ausstattung mit Stahlplatten und natürlich auch Glaskeramikfeldern (besser bekannt als Ceran, die Glaskeramik des Herstellers Schott). Besonders interessant für die nachhaltige Haustechnik ist ein Küchenherd mit Wassertasche, der gleich mehrere Räume heizt und das Brauchwasser erwärmt. Zwar liegt bei einem solchen Allrounder der Preis höher, aber durch die Einsparung der extern zugeführten Energie amortisieren sich die Kosten schnell.
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