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Darf man einen Kaminofen ohne Abnahme betreiben?

Veröffentlicht am 17.06.2021 17:10 | 18 Kommentare
Kaminofen nicht ohne Abnahme betreiben
Dass man keinen Kaminofen ohne Prüfung betreiben darf, ist nicht jedem klar. Wenn Sie die Anschaffung eines Kamins planen, sollten Sie an die nötige Abnahme denken. Hier erfahren Sie, warum Sie keinen illegalen Ofen betreiben dürfen. Wir sagen Ihnen, welche Gefahren bestehen und welche Strafen ohne Abnahme auf Sie zukommen. Wir erklären, wie der Prüfkatalog für Ihren Kamin aussieht und was passiert, wenn keine Freigabe erteilt wird.

Inhalt:
    Muss ein Kamin abgenommen werden?
    Die Antwort lautet ja. In Deutschland besteht die Pflicht, alle Feuerstätten abnehmen zu lassen. Geregelt ist dies in den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer. Neue oder baulich veränderte Feuerstätten dürfen erst benutzt werden, wenn sie auf sicheren Betrieb geprüft wurden. Dies macht der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger. Er muss Ihnen schriftlich bestätigen, dass die Feuerungsanlage den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Kaminöfen gelten nach diesen Regelungen als Feuerstätten. Einen Kamin ohne Abnahme betreiben, ist also verboten. Der Grund dieser Bestimmungen ist die Gefahrenabwehr. Vom Kamin darf keine Brandgefahr ausgehen und Abgase müssen sicher abgeleitet werden. Welche Folgen eine falsche Einrichtung der Zu- und Abluft hat, wird am Beispiel von auftretenden Vergiftungen durch Kohlenmonoxid deutlich. Die Medien berichten dann von nichtsahnenden Opfern mit schweren Schädigungen bis hin zu Todesfällen. 
    Muss ein Kamin abgenommen werden? Ja, ein Kaminofen muss vor Inbetriebnahme vom zuständigen Schornsteinfeger abgenommen werden.
    Hier können Sie die Bestimmungen zur Abnahme von Feuerstätten für Ihren Wohnort nachlesen:
    Bundesland Gesetz, Artikel, Abschnitt
    Baden-Würtemberg BW LBO, § 67, (5)
    Bayern BayBO, § 78, (3)
    Berlin BauO Bln, § 83, (3)
    Brandenburg BbgBO, § 83, (2)
    Bremen BremLBO, § 81, (2)
    Hamburg HBauO, § 77, (2)
    Hessen HBO, Anlage zu § 63, V 4
    Mecklenburg-Vorpommern LBau O M-V, § 82, (2)
    Niedersachsen NBauO, § 40, (6)
    Nordrhein-Westfalen BauO NRW, § 42, (7)
    Rheinland-Pfalz LBauO, § 79, (2)
    Saarland LBO, § 41, (6)
    Sachsen SächsBO, § 82, (3)
    Sachsen-Anhalt BauO LSA, § 81, (2)
    Schleswig-Holstein LBO, § 79, (3)
    Thüringen ThürBO, § 81, (2)
    Die ordnungsgemäße Gebrauchsabnahme verhindert, dass Sie einen Kamin ohne Zustimmung des Schornsteinfegers betreiben. Der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister - Name und Adresse erhalten Sie über den Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks - nimmt die Anmeldung Ihres neuen Kaminofens entgegen und prüft diesen nach Einbau und Anschluss auf eine Reihe von Kriterien hin. So wird beispielsweise ermittelt, ob der Ofen über eine ausreichende Luftversorgung verfügt. Diese kann über die Raumluft im zu heizenden Zimmer oder über eine separate Zuleitung von Außenluft geschehen.

    Folgendes erfahren Sie in diesem Video:
    • Die Feuerstätte wird vom Bezirksschornsteinfegermeister untersucht
    • Was ist noch vor dem Kauf der Feuerstätte zu beachten?
    • Wie funktioniert die Abnahme einer Gasheizung?
    • Fördergelder beim Austausch der alten Heizungsanlage.
    Wichtig ist auch der Brandschutz. Sind die Abstände zu nicht feuerfesten Materialien und Oberflächen eingehalten? Schließt der Kaminofen dicht? Die Dichtheit des Schornsteins ist ein weiterer Prüfpunkt des Schornsteinfegers. Außerdem wird eine Durchfeuchtung am oder im Schornstein ausgeschlossen. Feuchtes Kondensat von Rauchgasen führt zu sogenannter Versottung. Diese greift Mörtel und Ziegel an und zerstört den Schornstein. Schließlich wird noch der Zug des Kamins geprüft und kontrolliert, ob die Abgase der Verbrennung komplett und gefahrlos nach außen geführt werden. 

    Was kostet die Abnahme des Kaminofens?

    Als Beleg, dass Sie keinen Kaminofen ohne Abnahme betreiben, erhalten Sie vom Schornsteinfeger einen schriftlichen Bescheid. Außerdem wird er Ihnen die Überprüfung auf Basis der Kehr-und Überprüfungsordnung in Rechnung stellen. Was kostet die Abnahme des Kaminofens? Rechnen Sie hier je nach Aufwand etwa mit 40 bis 160 Euro.
    Strafen bei Nichtbeachtung
    Welche Strafen drohen, wenn Sie einen Kamin ohne Abnahme betreiben? Gemäß der Bauordnungen der Länder müssen neue oder veränderte Feuerstätten angemeldet werden. Ein Verstoß kann mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro gegen den Betreiber des Ofens geahndet werden. Illegal betriebene Öfen werden vom Schornsteinfeger gemeldet. Der Bezirksschornsteinfegermeister kann einen solchen Kaminofen stilllegen oder Anmeldung und Nachbesserungen verlangen. Erfahrungsgemäß sind die zuständigen Behörden in solchen Fällen nicht an erster Stelle am Eintreiben von Bußgeldern interessiert. Statt auf Abschreckung setzt man vielerorts auf Einsicht. Oberstes Ziel ist es, dass alle Kaminöfen überprüft werden und nicht ohne Abnahme betrieben werden. Die Konsequenzen, die das unerlaubte Handeln für den Ofenbesitzer haben kann, gehen weit über die Zahlung eines Bußgeldes hinaus. Mangelnder Brandschutz kann zu einem Kaminbrand führen. Potentiell sind nicht nur Sicherheit, Leib und Leben der Hausbewohner gefährdet. Im schlimmsten Fall gerät das gesamte Haus in Brand. Der entstandene Schaden ist meist nicht von Versicherungen abgedeckt. Wenn Sie keine Bescheinigung Ihres Schornsteinfegers vorlegen können, bleiben Sie auf den Schäden sitzen. Diese übersteigen ein mögliches Bußgeld bei Weitem. Daher warnen Versicherungsexperten: Keinen Kaminofen ohne Abnahme betreiben!
    Darf man einen Kaminofen ohne Abnahme betreiben? Nein! Wird der neue Kaminofen nicht freigegeben, darf er nicht betrieben werden.
    Mein Ofen wurde nicht abgenommen, was tun? Wird der neu angeschlossene Kaminofen nicht freigegeben, darf er nicht betrieben werden. Den Kamin ohne Abnahme betreiben, hieße, eine Ordnungswidrigkeit begehen. Achten Sie schon bei der Planung einer Ofenanlage auf die gesetzlichen Anforderungen. Lassen Sie sich von Experten beraten, fragen Sie zum Beispiel unsere Fachverkäufer. Und natürlich können Sie ihren Kaminkehrer ansprechen. Die Fehler, die Sie bei der Planung vermeiden, müssen Sie nachher nicht beheben. Sie erhalten einen Mängelbericht, wenn der Bezirksschornsteinfeger Feuerstätten nicht freigibt. Vor einer endgültigen Verweigerung der Abnahme haben Sie Zeit, die Feuerungsanlage nachzubessern.
    Kamin niemals ohne Abnahme betreiben
    Kleinere Mängel, wie nicht eingehaltene Sicherheitsabständen und Fehler bei der Montage oder beim Anschluss der Ofenrohre sind schnell behoben. Schwieriger wird es, wenn sich der vorhandene Schornstein als ungeeignet erweist oder der Kaminofen für die Räumlichkeiten ungeeignet ist. Hier erreichen Sie mit kleinen Nachbesserungen nicht viel. Ein Gespräch mit Ihrem Kaminkehrer bereits in der Planungsphase hilft, Abnahmeprobleme wegen des Schornsteins frühzeitig auszuschließen. Auch durch eine kompetente Beratung beim Ofenexperten stellen Sie sicher, dass der neue Kaminofen auch zu Ihrer Raumsituation passt. Durch rechtzeitige Information und Beratung vermeiden Sie Ärger und Streit.
    So können Sie vorgehen:
    • Montageservice
    • Ofenrohre richtig anschließen
    • Schornsteinsanierung, Zugverstärker
    • Feuerstätte erneuern
    • Kalziumsilikatplatten einbauen

    Kommentare

    Moin, ich habe letzte Jahr ein Haus gekauft, in das ich demnächst einziehen werde. In dem Haus befindet sich eine Gastherme (zählt die auch als Feuerstelle?) und im Wohnzimmer befindet sich ein Holzofen aus Metall, der auf dem blanken Holzfußboden steht, mir ist klar, das da ein Fliesenschild hin muß. Heute telefonierte ich mit dem Bezirksschornsteinfeger und der erzählte mir, das er seit drei Jahren nicht mehr in dem Haus war, weil die Feuerstellen abgemeldet wurden. Gründonnerstag kommt er vorbei, um sich das alles mal anzusehen. Meine Frage ist, kann mir die Gebäudeversicherung daraus einen Strick drehen? Und kann ich die Vorbesitzer, die mir nichts von der Abmeldung sagten beim Kauf, haftbar machen für eventuell entstandene Schäden am Kamin und deren Beseitigung? Ich ging ja in guten Glauben davon aus, das alles koscher ist.

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Guten Tag,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Bei Rechtsfragen wenden Sie sich bitte an einen Anwalt oder den Verbraucherschutz. Dass Sie sich an den Bezirksschornsteinfeger gewendet haben, war ein erster richtiger Schritt. Aussagen zu Haftung und ähnlichem können wir als Onlinehändler leider nicht treffen.

    Viele Grüße, Ihr ofenseite-Team

    Esther, 25.03.2021 17:30

    Hallo ofenseite team, ich habe ein Haus gekauft und ein Kamin ist noch angeschlossen, an sieben stellen verteilt im Haus waren wohl mal Kamine angeschlossen, denn da klaffen nur noch Löcher im Schornstein. Der Kamin wäre momentan die einzige Heizmöglichkeit, dann tritt der Rausch aber oberhalb in alle Räume aus. Muss ich jetzt den Schornsteinfeger kommen lassen, damit er eine Momnetaufnahme macht? Und kann ich die Löscher mit Kupferblechen verkleiden, damit ich die Abwärme vom Schornstein nutzen kann? Vg Nils

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Guten Tag Herr Joppien,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Das ist kein einfaches Thema. Wir empfehlen eine Vorabprüfung bzw. Begutachtung durch den Bezirksschornsteinfeger. Er wird wohl verlangen, die Löcher komplett zu verschließen bzw. zu verputzen, sodass keine giftigen Abgase in die Räume dringen können. Alternativ könnte auch wieder in jedem Raum ein kleiner Kaminofen eingebaut werden. Dazu beraten Sie unsere Fachberater gern!

    Viele Grüße, Ihr ofenseite-Team

    Nils Joppien, 02.02.2021 23:50

    Hallo, ich habe trotz Einbeziehung des BZMs schon vor dem Bau massive Probleme mit dem BZM!Habe nach seinen Vorgaben gebaut! Und noch 2 x umgebaut bis zur Abnahme! Nun hörte ich ,dass ein Ofen auf Rädern als mobile Feuerstätte noch abnahmepflichtig sei. Ist dem wirklich so? Standort ist Sachsen. Besten Dank für ihre Mühe

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Guten Tag,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Ob ein Ofen abnahmepflichtig ist, hängt unter anderem davon ab, wie oft und wo sie den Ofen nutzen wollen. Leider können wir Ihnen hier keine verbindliche Antwort geben, da diese Entscheidung auch im Ermessen des Schornsteinfegers liegt. Bei gravierenden Problemen mit Ihrem ansässigen Schornsteinfeger empfehlen wir, sich mit der zuständigen Innung in Verbindung zu setzen oder einen Anwalt zu kontaktieren. 

    Viele Grüße, Ihr ofenseite-Team

    Ronny, 21.11.2020 21:16

    Hallöle durch unseren Speicher geht der Kamin. Der kaminfeger möchte eine Überprüfung machen der kamin ist von den Eigentümer im Erdgeschoss genutzt. Wir dürfen oder k{nnen nicht zu unseren Gas Wasser Stromzähler sind eingeschlossen müssen wir den kaminfeger öffnen was ist wenn nicht?? Bin mal gespannt auf die Antwort Lg n. Forst

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Guten Tag Herr Forst,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Sollte sich z.B. die Revisionsöffnung auf dem Speicher befinden, muss man dem Schornsteinfeger Zutritt gewähren. Dieser Umstand ist gesetzlich vorgeschrieben und kann bei Verweigerung zu einer Geldstrafe führen. Für genauere Informationen möchten wir Sie bitten, sich an den Mieterbund oder einen Anwalt für Mietrecht zu wenden. 

    Viele Grüße, Ihr ofenseite-Team

    Andy FORST, 04.11.2020 13:50

    Hi! Kann man einen mobilen Ofen (Zeltofen etc.) in einem Gartenhaus ohne Genehmigung betreiben ohne Ärger zu bekommen? Danke und LG

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Hallo Toni,

    vielen Dank für Deine Nachricht. Das Thema bewegliche Feuerstätten ist ein Graubereich in den Verordnungen. Unsere Empfehlung ist es, den Schornsteinfeger zu informieren, damit er Bescheid weiß.

    Viele Grüße, Ihr ofenseite-Team

    Toni, 11.10.2020 20:12

    Guten Tag, Ist es technisch möglich, einen kaminofen wie einen Gartenkamin, also mit dem passenden Ofenrohr im Garten freistehend zu betreiben. Reichen 2 m für den Zug. ? Mit freundlichen Grüßen Andreas Hermann

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Guten Tag Herr Hermann,

    technisch ist es möglich einen normalen Kaminofen im Garten zu stellen. Die Länge des Rauchrohrs sollte mit einer Querschnittsberechnung ermittelt werden und senkrecht nach oben gehen, damit der Ofen effizient funktioniert. Beachten Sie aber bitte, dass der Ofen über kurz oder lang durch die Witterung und Luftfeuchtigkeit Rost ansetzen wird und dementsprechend Schaden nimmt. Weniger anfällig sind Öfen die komplett aus Gusseisen bestehen oder einer der Gartenkamine aus unserem Sortiment:  https://www.ofenseite.com/gartenkamin

    Mit besten Grüßen, Ihr ofenseite-Team

    Andreas Hermann, 05.06.2020 20:38

    Hallo, wir haben ein ungewöhnliches Problem mit einem Nachbarn. Und zwar hat er sich einen normalen plastikpavillion aufgebaut direkt hinter unserem Zaun. Nun haben wir festgestellt das er sich einen Ofen (zum kochen und heizen) den er anscheinend mit Holz betreibt selber zusammen geschustert hat, ein Gussrohr ragt aus der Pavillon plane. Wir haben unseren Schornsteinfeger darauf angesprochen und er hat uns ans Ordnungsamt verwiesen, dieses fühlt sich nicht zuständig und meint Polizei oder Feuerwehr wäre Ansprechpartner/ die sehen aber auch keine Veranlassung. Wir sehen es als große Brandgefahr, da drum herum unser holzzaun steht, sowie von 2 anderen Grundstücken große Hecken angrenzen die sofort in Brand stehen würden.wen können wir informieren?

    Antwort Redaktion Ofenseite:

    Hallo und Danke für Ihren Kommentar. Sie haben bereits alle relevanten Stellen informiert. Allen voran das Ordnungsamt, was in solchen Fällen in der Tat zuständig wäre. Zusätzlich könnten Sie es noch über das Landratsamt versuchen. Oder Sie suchen das Gespräch mit Ihrem Nachbarn und versuchen die Situation so zu klären. An der Tatsache, dass Ihr Nachbar sich eine Feuerstelle zum Kochen gebaut hat und die Abgase über ein Ofenrohr anführt, ist nichts illegal.

    Schuster, 09.05.2020 18:23

    Liebe Redaktion, vielleicht wissen Sie da weiter... wir haben vor über einem Jahr unsere Gasheizung durch ein neueres Modell auswechseln lassen. Der Heizungsbauer bot ein Komplettpaket an. Nun kam der Bezirksschornsteinfeger zu seiner gewohnten Überprüfung und stellte überrascht fest, dass wir einen neue Heizung haben... er wusste von nichts! Rücksprache beim Heizungsbauer ergab, dass dieser per Post die benötigten Papiere rechtzeitig abgeschickt hätte - beweisen kann er das allerdings nicht. Der Schornsteinfeger behauptet, keine Nachricht erhalten zu haben. Seine Rechnung ist nun erheblich höher (aufgrund angeblich gestiegener Gebühren) als wenn er diese zeitgerecht vor über einem Jahr gestellt hätte. Wie sehen Sie das bzw. können Sie uns einen Tipp geben - beide Parteien sind stur und schieben dem Postboten die Schuld in die Schuhe :-(... zahlen sollen wir aber trotzdem alleine. Liebe Grüße und Gesundheit!

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Hallo Dagmaria,

    leider können wir Ihnen an dieser Stelle mit keinem Trick weiterhelfen. Der Schornsteinfeger muss bei Änderung einer Feuerstätte informiert werden und würde sich meistens auch vor oder während des Umbaus melden, um die Planung zu begutachten. Sie können nur versuchen, beide Parteien an einen Tisch zu bekommen und so eine Einigung zu erwirken. 

    Viel Erfolg wünscht Ihnen Ihr ofenseite-Team

    Dagmaria, 29.04.2020 15:46

    ein Heizungsbauer hat einer Verwandten einen Kaminofen geliefert und eine Kernbohrung im DM des Ofenrohrs in den Schornstein gemacht. Ein Ofenrohr wurde von ihm nicht geliefert, nur das doppelwandige Wandfutter. Dieses Wandfutter, das in der Länge genau mit dem Schamotterohr des Kamins abschloss, habe ich mittels feuerfestem Mörtel in den Schornstein eingeputzt. Nun verlangt der Kaminkehrer zur Abnahme den nachträglichen Einbau eines Sattelstückes!! Wie kann man diesen Zwang umgehen?

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Hallo Herr Kaiser,

    wenn der Einbau nicht vorher mit dem Schornsteinfeger abgesprochen wurde oder er bei einem Vorgespräch das Sattelstück explizit erwähnt hat, ist er durchaus berechtigt den nachträglichen Einbau einzufordern. Der Schornsteinfeger bestimmt, ob Sie den Ofen betreiben dürfen oder nicht. Wird er in die Planung nicht miteinbezogen, müssen Sie leider damit rechnen, dass er Änderungen zur Brand- und Betriebssicherheit fordert.

    Viele Grüße, Ihr ofenseite-Team

    Ferdinand Kaiser, 24.02.2020 16:18

    Hallo, wir haben in unserem Neubau einen Kaminofen eingebaut (Schmitzker N03, 12kW), dieser wurde von uns selbst angeschlossen und eingebaut. Nun fordert der Kaminkehrer eine Fachunternehmererklärung, diese haben wir jedoch nicht. Der Kaminkehrer verweigert uns deswegen die Abnahme, ist dies rechtens? Vielen Dank für eine Antwort. Freundliche Grüße

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Hallo Elisabeth,

    dem Schronsteinfeger ist hier beizupflichten, da er tatsächlich eine Fachunternehmererklärung einfordern kann, welche bestätigt, dass der Ofen nach Hersteller- und Landesvorgaben aufgebaut und installiert wurde. Häufig werden Schornsteinfeger schon während der Planung miteinbezogen und nehmen einzelne Bauabschnitte ab. Wenn dies nicht vorher geklärt wurde, kann es natürlich sein, dass sich Ihr zuständiger Kehrer deswegen querstellt. Wir empfehlen Ihnen noch einmal das Gespräch mit ihm zu suchen, denn geht es um den Betrieb eines Ofens, hat der Schornsteinfeger das letzte Wort.

    Wir wünschen Ihnen alles Gute, Ihr ofenseite-Team

    Elisabeth M., 20.02.2020 14:15

    Guten Tag, wir sind verzweifelt! In unser neues Haus haben wir uns von einer Fachfirma einen Kamin als Raumteiler bauen lassen. Diese hat vorab die Planung an den Schornsteinfeger geschickt und ihn auch vor Baubeginn informiert, damit er die Chance hatte den Kamineinsatz vor dem Trockenbau zu begutachten. Leider nahm er die Angebote nicht an. Nun nimmt der Schornsteinfeger diesen Kamin seit einem Jahr nicht ab. Alle Hersteller der Teile wurden schon um Nachweise gebeten, es wurden Simulationen gerechnet, Fachleute (Mitverfasser der TROL) um Stellung gebeten, aber alles hilft nichts. Lösungsansätze liefert der Schornsteinfeger nicht, er sagt immer nur, dass es so nicht geht und die Vorschriften nicht eingehalten sind, jegliche Gegenbeweise zählen für ihn nicht. Was können wir tun? An wen kann man sich wenden? Gestern blieb ein dreistündiger!!!!!!! Ortstermin wieder ohne Ergebnis. Langsam geht uns die Puste aus, für jegliche Hilfestellung wären wir sehr dankbar.

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Guten Tag,

    es tut uns sehr leid, dass Sie sich in einer solch misslichen Lage befinden. Die Situation ist wirklich sehr verzwickt, da der Schornsteinfeger natürlich das Projekt auch vor dem Bau abnicken sollte. Die einzige Lösung, die uns einfällt, ist, sich mit der Schornsteinfegerinnung in Verbindung zu setzen und dort um Hilfe zu bitten.

    Wir wünschen Ihnen alles Gute, Ihr ofenseite-Team

    KF, 21.01.2020 12:43

    Mal eine etwas außergewöhnliche Frage: Wie sieht es aus, wenn ein Kaminofen in einem Wohnmobil eingebaut wird? Dem TÜV ist es egal. Es gibt in der StVO ein haufen Regelungen, wenn es um Gas- oder Dieselheizungen geht. Entscheidend dafür ist immer das E-Prüfzeichen (ECE). Bei einem Festbrennstoffofen gibt es solch ein Prüfzeichen ja nicht. Ein Bezirksschornsteinfeger kann aufgrund der wechselnden Standorte für ein KFZ auch nicht zuständig sein. Ist so etwas nun erlaubt, oder nicht? Egal wie, wo steht darüber etwas geschrieben? Gruß Detlef Schwarze

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Hallo Herr Schwarze,

    grundsätzlich ist es so, dass ein "beweglicher" Ofen nicht zugelassen werden muss. Nur wenn der Wohnwagen einen festen Standort bekommt, kommt der Schornsteinfeger ins Spiel. Zur eigenen Sicherheit ist aber zu empfehlen, dass alle Brandschutzmaßnahmen ergriffen werden, welche auch bei einem Gebäude eingehalten werden müssen. Man kann sich hier z.B. an Holzständerbauweisen orientieren. Gern stehen wir Ihnen beratend zur Seite: 09191 - 320610

    Viele Grüße, Ihr ofenseite-Team

    Detlef Schwarze, 18.11.2019 18:53

    Muss ich ein kaminofen neu abnehmen lassen wenn dieses schon erfolgt ist und der alte nur gegen einen neuen getauscht wurde? Also gleicher Standort nur neuer Ofen?

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Guten Tag Herr Vössing,

    da es sich um einen neuen Ofen handelt, muss er auch neu vom Schronsteinfeger abgenommen werden. Denn auch beim neuen Ofen muss festgestellt werden, ob er den entsprechenden Normen entspricht, beim Aufstellen die Brandschutzbestimmungen eingehalten wurden und ob der Schornstein zum Ofen passt.

    Viele Grüße

    Ihr ofenseite-Team

    Martin Vössing, 15.11.2019 20:17

    Es ist B***. Vegleichen KFZ mit feststehende Kamine. KFZ ist 2000 kg mit 40 - 100 kg Kraftstoff, bewegt sich mit Geschwindigkeit ab zu 350km/h. Man darf das nicht mit Kaminofen vergleichen. Es ist nur das Geld kassieren für Schornsteiner. Ich sehe damit eine Bruch von Grundgesetz.

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Hallo. Nun ja ganz so ist es doch nicht, da bei einer nicht ordnungsgemäß installierten Feuerstelle trotzdem sowohl Brandgefahr als auch die falsche oder übermäßige Ableitung von Gasen entstehen kann. Zum Wohle aller ist es demnach doch sinnvoll, wenn jemand dementsprechend kontrolliert, ob von einem Kaminofen keine solche Gefahr ausgeht.

    Schornsteiner, 16.10.2019 21:40

    Hallo ich möchte einen Gaskamin mit Butangas installieren. Der Händler sagt ein Kamin ist nicht nötig,und mit geeigneten konzentrischen Abgasrohren kann ein Wandanschluss erfolgen. Der Schornsteinfeger sagt das es so nicht zulässig ist! Wer hat denn nun Recht? Wenn ich mir im Bauhaus einen gasheizer hole mit einer 11Kg Flasche,den darf ich mir ins zimmer stellen,einen Gaskamin mit geschlossener Brennkammer aber nicht???? Danke vorab. Mfg.

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Hallo Gregor,

    hat der Händler Ihnen gesagt, wo die konzentrischen Abgasrohre hinführen sollen, wenn nicht in einen Schornstein? Ein Ofen der keinen Schornstein braucht, hat für gewöhnlich auch keine Abgasrohre. Hat er aber einen Abgasstutzen dann sollten die Ableitung auch über einen Schornstein erfolgen. Prinzipiell raten wir Ihnen sich daran zu orientieren, was der Schronsteinfeger sagt, denn er hat das letzte Wort. 

    Gregor, 14.10.2019 22:16

    Wenn ich einen abgenommenen Kamin anders stellen möchte muss ich diesen neu abnehmen lassen???

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Hallo Herr Richter,

    da Sie beim Umstellen eines Ofens auch das Rauchrohr und vermutlich den Anschluss an den Schornstein verändern sowie Brandschutzbestimmungen beachten müssen, ist eine Abnahme erforderlich.

    Benjamin Richter, 11.10.2019 10:05

    Ich habe einen Schrebergarten-haus. Im Haus habe ich einen Kaminofen. Brauche ich auch eine Abnahme? Gibt es spezielle Vorgaben dafür?

    Antwort Redaktion ofenseite.com:

    Hallo,

    Das betreiben eines Ofens in einer Gartenanlage sollte sowohl mit dem Vorstand des Vereins, als auch mit dem zuständigen Schornsteinfeger abgesprochen werden. Nähere Informationen erhalten Sie in diesem Beitrag: https://www.ofenseite.com/ofen-fuer-gartenhaus

    Yuruz, 19.09.2019 23:55

    Guten Abend Wir wohnen seit 12 monaten zur Miete. Vor 10 Tagen, erfuhren wir vom schornsteinfwget, der Kamin ist wegen erheblichen mängeln nicht freigegeben. Eine Abnahme, wurde nie zuvor gemacht. Wir haben im Winter, wegen Nichtwissens der Mängel, auf zuraten des Vermieter, sehr viel geheizt. Ist das ein Grund, zur fristlosen Kündigung des mietvergältnisses?? Vg Andrea winkler

    Anwort Redaktion ofenseite.com:

    Guten Tag Frau Winkler,

    leider können wir Ihnen bei diesem Anliegen nicht weiterhelfen. Wir raten Ihnen aber, sich noch einmal mit dem Schornsteinfeger und dem Mieterschutzbund in Verbindung zu setzen und dort um Rat zu fragen. Wir wünschen Ihnen alles Gute!

    Andrea Winkler, 22.08.2019 21:58
    Einträge gesamt: 18
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