Wie Sie am Kamin den Lack ausbessern können: eine Anleitung

Veröffentlicht am 22.11.2019 08:00 | 0 Kommentare
Kamin wird mit Lack aus der Dose besprüht
Ein guter, solider Ofen ist langlebig. Über Jahre und Jahrzehnte kann er Ihnen gemütliche Wärme spenden. Doch nicht die Funktion allein zählt - bei einem Kamin im Wohnbereich ist auch das Äußere wichtig. Mit der Zeit kann der Lack des Ofens Gebrauchsspuren bzw. Kratzer aufweisen oder die Farbe des Ofens nicht mehr zu Ihrer neuen Einrichtung passen. Wir sagen Ihnen im Folgenden, wie Sie die Lackierung Ihres Kamins auffrischen können und was Sie dabei unbedingt beachten müssen. Eine Schritt-für-Schritt Anleitung liefern wir gleich mit.

Inhalt:
Welche Möglichkeiten gibt es beim Kaminofen Lackieren? Zum Schutz der Ofenoberfläche sind die meisten Metallteile an einem Kaminofen oder Pelletofen lackiert. Wegen der auftretenden, hohen Temperaturen müssen diese Lacke stark hitzebeständig sein. Denn die starken Temperaturwechsel beanspruchen den Lack. So können im Laufe eines Kaminlebens Teile der Lackierung abblättern oder unschön werden. Zum Glück gibt es geeignete Spezialfarben für Heimwerker, mit denen Sie solche Schäden beheben können. Bei Schönheitskorrekturen, wie kleineren Kratzern oder Abplatzungen müssen Sie nur örtlich ausbessern und der Aufwand hält sich dabei in Grenzen. Wenn Sie allerdings großflächig die Ofenverkleidung farblich auffrischen wollen oder gar dem ganzen Kamin eine neue Optik verleihen möchten, ist der Aufwand etwas größer. In beiden Fällen sollten Sie gut planen und die benötigten Materialien sorgfältig auswählen. Ist Ihre Feuerstätte mit KeramikMajolika oder Naturstein verkleidet, wird eine farbliche Neugestaltung schwieriger. Aber oftmals gibt es die Möglichkeit, eine andere Verkleidung vom gleichen Hersteller zu bestellen.
Eckiger, schwarzer Kaminofen mit indischer Statue
Auch wenn die meisten Kamine optisch ansprechend gestaltet sind, so bleiben sie doch Gebrauchsgegenstände. Ihre Aufgabe ist es, wohlige Wärme im Wohnbereich zu verbreiten oder Heizungswasser zu erwärmen. Wie an allen Gebrauchsgegenständen können sich an Ihnen Spuren der Benutzung zeigen. Diese beeinträchtigen nicht unbedingt den Gebrauch, wirken aber unansehnlich. Auch längere Zeiten der Nichtnutzung können ihre Spuren am Kamin hinterlassen. So kann es an manchen Stellen zu Rostbildung kommen. In all diesen Fällen müssen Sie nicht den ganzen Ofen neu lackieren. Es reicht hier, wenn Sie den Kaminofen-Lack ausbessern. Dafür müssen Sie den passenden Ofenlack in der richtigen Farbe auswählen.
Bei großflächigen Schäden am Ofenlack oder bei vielen kleinen Kratzern bekommen Sie ein besseres Ergebnis wenn Sie den Kaminofen neu lackieren. Auch wenn Sie die Oberfläche Ihres Kamins komplett auffrischen wollen oder einmal einen ganz neuen Look ausprobieren möchten, ist vollständiges Lackieren angesagt. Haben Sie vielleicht vor Jahren einen Ofen in Rot gekauft und hätten nun doch gerne etwas Neutraleres? Mit dem richtigen Ofenlack und einer guten Vorbereitung können Sie als Heimwerker eine neue Optik schaffen. So aufgefrischt wird Ihnen Ihr alter Ofen wie neu vorkommen.
Hinweis: Wenn Sie das Äußere Ihres Ofens wieder auffrischen, lohnt es sich auch mal einen Blick auf die Dichtung der Tür zu werfen und gegebenenfalls die Dichtschnur zu wechseln.
Mit welchem Lack kann man die Kaminofen-Farbe auffrischen? Je nach Ofenmaterial werden Kaminöfen mit unterschiedlichen Lacken bearbeitet. Auch bei Ausbesserungsarbeiten und Neulackierung müssen Sie den zu verwendenden Ofenlack auf das Ofenmaterial abstimmen. Die Oberfläche von Gusseisenöfen wird in der Regel mit Ofenschwärze, einer Graphitpaste, geschützt und gefärbt. Damit erhält man eine leicht glänzende Ofenoberfläche in Schwarz. Bei Öfen aus Stahl haben sich hochhitzebeständige Lacke bewährt. Eine gute Wahl sind hier Senothermlacke, die als Spray oder Streichlack angeboten werden. Achten Sie darauf, dass es sich bei der hitzebeständigen Farbe nicht um einen Thermolack handelt, der bei Erhitzung die Farbe ändert. Für die Verkleidungen von Kamineinsätzen, die nicht so heiß wie Stahl- oder Gussöfen werden, eignet sich eine Farbe auf Silikat-Basis, die hitzebeständig ist. Diese wird für gewöhnlich mit Pinsel oder Rolle aufgetragen.
verschiedenfarbige Spraydosen
Anleitung
Wenn Sie sich für einen Senothermlack entschieden haben, kalkulieren Sie auf Basis der Herstellerangaben zur Ergiebigkeit, wie viel Farbe Sie für Ihr Kaminofenprojekt benötigen. Die meisten Heimwerker erzielen mit Spraylacken die besseren Ergebnisse, daher gehen wir in dieser Anleitung von einer Spray-Lackierung aus.

  1. Den zu lackierenden Ofen auf Zimmertemperatur abkühlen lassen
  2. Achten Sie auf gute Belüftung des Raumes, in dem Sie die Arbeiten durchführen.
  3. Schleifen Sie die zu streichenden Flächen mit Stahlwolle oder Schleifpapier an.
  4. Kleben Sie die Flächen, die nicht lackiert werden sollen, sorgfältig ab, Malerkrepp und Zeitungspapier eignen sich dafür sehr gut.
  5. Lesen Sie die Angaben des Lack-Herstellers und schütteln Sie die Dose vor Gebrauch gut durch.
  6. Bringen Sie den Ofenlack mit kurzen Sprühstößen gleichmäßig auf die Ofenoberfläche 
  7. Ist die gewünschte Deckkraft erreicht, geben Sie der Farbe Zeit zum Durchtrocknen. Wie lange dies dauern kann, entnehmen Sie den Angaben des Herstellers.
Hinweis: Senothermlack muss, genau wie der Ofen, einbrennen. Daher beim ersten Anheizen des Ofens nach dem Anstrich für eine gute Durchlüftung des Zimmers sorgen und die Temperatur im Kamin langsam steigern.
Wissen

Die Beautykur für Ihren Kamin

Wissen

Welche Kaminverkleidung ist die Beste?

Wissen

Kurz vorm Start: Wie Sie Ihren Kaminofen wintertauglich machen

Anleitungen

Dichtschnur wechseln

Kommentar eingeben

Max. 500 Zeichen
* Pflichtangaben