Wie können Sie Ihren alten Kaminofen entsorgen?

Wie entsorge ich meinen alten Kaminofen?

Wer einen alten Ofen entsorgen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Wenn der Ofen noch funktionsfähig ist und die Bestimmungen der Immissionsschutzverordnung erfüllt oder mit einem Filter nachgerüstet werden kann, bietet sich der Verkauf an. Defekte Öfen gehören zum Sperrmüll - je nachdem, wie schwer der Ofen ist, können Sie ihn selbst zur Deponie oder zum Recyclinghof transportieren oder abholen lassen. Schrotthändler kaufen Metall an, damit erhalten Sie für den alten Kaminofen und die Ofenrohre sogar noch Geld. Allerdings gilt beim Kamin abbauen: Vorsicht, es können gefährliche Materialien verbaut sein, zum Beispiel Asbest. In diesem Fall müssen besondere Maßnahmen getroffen werden.

Kaminofen abbauen: Hilfreiche Tipps & Hinweise!

Im ersten Schritt muss das Rauchrohr entfernt werden. Das ist eine schmutzige Angelegenheit, decken Sie deshalb die Umgebung gut ab. Für den Abtransport eignet sich eine alte Decke oder ein großer Müllsack. Lösen Sie eventuelle Verschraubungen. Dann ziehen Sie den oberen Teil des Rauchrohrs aus der Wandöffnung. Wenn Sie den Kaminofen abbauen, kommt es darauf an, ob das Rohr direkt in den Ofen führt oder diverse Verbindungsrohre vorhanden sind. Entfernen Sie alle Rohrteile und reinigen Sie die Umgebung mit einem Staubsauger, bevor Sie den Ofen vom Standplatz abtransportieren. Kaminöfen sind schwer, Sie brauchen in jedem Fall tatkräftige Unterstützung. Beim Abbau eines Kachelofens funktioniert das Abnehmen des Rauchrohrs auf die gleiche Weise. Der Ofen muss in seine Einzelteile zerlegt werden. 

Der Rauchrohranschluss braucht einen kurzfristigen oder dauerhaften Verschluss. Wenn Sie einen neuen Kaminofen anschaffen, reicht ein vorübergehender Verschluss mit einem sogenannten Blinddeckel. Diese Deckel gibt es in verschiedenen Durchmessern. Der Deckel lässt sich mit einem einfachen Handgriff einsetzen und bei der Montage des neuen Ofens schnell wieder herausziehen. Beim Abbau des Kamins ist es außerdem sinnvoll, wenn Sie auch das Innere des Rauchrohrs reinigen. Dafür ist ein spezieller Aschesauger geeignet, der mit dem Feinstaub und Ruß gut zurechtkommt. Wenn ein neuer Ofen angeschafft wird, brauchen Sie nur den Verschluss zu entfernen. Dann schließen Sie den Kaminofen an und heizen wieder wie gewohnt. 



Blindkappen in verschiedenen Größen für eine vorrübergehende Wandlochabdeckung




Für einen dauerhaften Verschluss muss die Wandöffnung zum Kamin wieder zugemauert und verputzt werden. Das ist besonders dann wichtig, wenn der Schornstein mit mehreren Öfen belegt ist. Das Zumauern verhindert, dass sich Abgase von anderen Öfen in Ihrem Wohnraum ausbreiten. Außerdem vermeiden Sie damit unangenehme Zugluft. Wer handwerklich begabt ist, kann das Zumauern selbst durchführen. Den Großteil der Öffnung füllen Sie mit Ziegelsteinen in der passenden Größe. Alternativ können Sie auch stabile Kunststoffeinsätze verwenden. Anschließend wird die Öffnung verputzt und gestrichen.

So entsorgen Sie Ihren alten Ofen!

Sollte der Ofen noch funktionieren, lohnt sich ein Verkauf! So brauchen Sie den Kaminofen nicht zu entsorgen. Käufer finden Sie im Internet auf einschlägigen Verkaufsportalen, Sie können auch im Kleinanzeigenteil der Zeitung inserieren. Sehr schöne Öfen im nostalgischen Stil eignen sich auch als Deko-Objekte. Statt den Kaminofen zu entsorgen, finden Sie vielleicht einen Käufer, der sich für einen Ofen im Retro-Stil interessiert. Oft hat der Verkauf auch den Vorteil, dass der Käufer den Kaminofen abbauen kann. 

Wer einen Kaminofen entsorgen möchte, sollte sich bei den örtlichen Schrotthändlern erkundigen. Metalle sind gefragte Wertstoffe, sodass Sie den Ofen an einen Schrotthändler verkaufen können. Etliche Händler bieten an, den Ofen in Ihrem Haus abzuholen. Das ist bei sehr schweren Öfen eindeutig die beste Möglichkeit. Besprechen Sie mit dem Händler, ob er den Kaminofen selbst abbauen kann. 

Wenn ein Haus komplett geräumt wird, beispielsweise nach einem Todesfall oder beim Verkauf, können Sie den Ofen entsorgen und als Sperrmüll deklarieren. Fragen Sie aber vorher bei Ihrem lokalen Abfallbetrieb nach. Die Gemeinde erteilt ebenfalls Auskünfte, wie man einen Kaminofen entsorgen kann. Falls Sie einen Container für die Sperrmüllentsorgung bestellt haben, fragen Sie nach, ob Sie den Container auch zum Ofen entsorgen nutzen können. Wer den Kamin abbauen möchte, braucht meist fachkundige Hilfe, denn hier kann auch die Statik des Gebäudes beeinträchtigt werden. Es ist aber für jeden möglich, den Kaminofen zu entsorgen und die Maueröffnung zu verschließen. 



Neuer Ofen gesucht?




Achtung Asbest: Alte Speicher- und Grundöfen mit Vorsicht anfassen!

In alten Öfen können asbesthaltige Baustoffe integriert sein. Asbest ist ein gefährlicher Stoff, der nur mit speziellen Vorsichtsmaßnahmen entfernt werden darf. Als Laie sollten Sie den Kaminofen nicht selbst abbauen, wenn der Verdacht auf Asbest besteht. Hier ist ein Fachbetrieb der richtige Ansprechpartner. Asbesthaltige Stoffe sind gefährlicher Sondermüll und müssen dementsprechend entsorgt werden. Schamottsteine im Kaminofen oder Kachelofen sind ebenfalls Sondermüll, allerdings ist die Gefahr für die Gesundheit nicht so groß. Tragen Sie bei der Entsorgung trotzdem vorsichtshalber eine Atemschutzmaske.

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Veröffentlicht am 07.11.2018 10:12 | 0 Kommentare

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