Kamineinsatz verkleiden: Welche Materialien eignen sich?

Als stolzer Besitzer eines Kamins suchen Sie nach einer Verkleidung, die gut aussieht, sich harmonisch in den Raum integriert und vielleicht sogar etwas mehr aus Ihrer Heizquelle herausholt? Neben optischen Aspekten erfüllt eine Kaminverkleidung bei geeigneter Materialwahl funktionale Aspekte: Sie beeinflusst die Wärmeabgabe und -speicherung. Wir informieren Sie über verschiedene Materialien und deren Eigenschaften.

Materialien zum Kamineinsatz verkleiden

Was Sie beim Einmauern & Verputzen beachten müssen!

Eine Möglichkeit Ihren Kamineinsatz zu verkleiden, besteht darin ihn einzumauern. Da in einem Kamin jedoch enorme Temperaturen von mehreren hundert Grad entstehen, gilt grundsätzlich: Sämtliche Materialien wie Steine, Mörtel und Putz müssen feuerfest sein.
Wenn Sie also einen Kamineinsatz verkleiden, sollten Sie auf folgende, hochhitzebeständige Mauersteine setzen:

  • Lavasteine
  • Klinker
  • Schamottsteine

Auch Steine aus Porenbeton, besser bekannt als Ytong-Steine, können für den Kaminbau verwendet werden. Da die Feuerfestigkeit von Porenbeton jedoch ab einer Temperatur von über 700 °C abnimmt und es zu einer Rissbildung kommen kann, sollte dieser nicht direkt um den Brennraum herum platziert werden.

Darauf müssen Sie beim Putz achten:

  1. Kaufen Sie keinen gewöhnlichen Fassaden- oder Innenputz!
  2. Kaufen Sie hitzebeständigen Putz! Dieser ist oft unter der Bezeichnung „Ofenputz“ zu finden.



Hier finden Sie den richtigen Kamineinsatz zum Verkleiden!





Sandstein, Speckstein, Granit: Kamin verkleiden mit Naturstein

Sie können Ihren Kamin auch mit verschiedensten Natursteinen verkleiden. Das Angebot ist groß. Es reicht vom warmen Sandstein, hochwertigem Marmor über grünem Serpentinstein bis hin zum eleganten Granit. Doch wofür Sie sich entscheiden sollten, hängt von Ihren Erwartungen ab. Sollen die Natursteine Wärme speichern und über einen längeren Zeitraum abgeben, kommen nur wenige Arten in Frage.

  Rohdichte kg/m3 Wärme­leit­fähigkeit λ
Sandstein 2400 2,1
Speckstein 2980 3,3
Basalt-Lava 3000 3,0
Granit 2800 3,5

Hinweis: Je höher die Dichte, desto größer das Gewicht. Je höher der λ-Wert, desto schneller die Leitfähigkeit.

Eine Kaminverkleidung mit Natursteinen hat zudem einige Nachteile. Die Steine lassen sich oft schwerer verarbeiten als beispielsweise Kaminbauplatten, wenn es darum geht den erforderlichen Raum für Luftgitter und die einwandfreie Luftzirkulation zu berücksichtigen.

Achten Sie bei der Materialwahl außerdem auf das zusätzliche Gewicht und ziehen Sie gegebenenfalls einen Statiker hinzu, um die Tragfähigkeit des Bodens zu prüfen, bevor Sie den Kamineinsatz mit Natursteinen verkleiden.

Kaminbauplatten aus Porenbeton oder Calciumsilikat

Um den Kamineinsatz zu verkleiden, sind Kaminbauplatten eine unkomplizierte Alternative. Das Erscheinungsbild lässt sich recht flexibel gestalten. Die Verkleidung kann sich ästhetisch in die Umgebung integrieren, während die Sichtscheibe den heimeligen Blick auf die Flammen gestattet.

Kaminverkleidung mit Calciumsilikat

Porenbetonplatten

Poren- oder Gasbeton, wie Ytong auch bezeichnet wird, gibt im Betrieb Staub ab, was langfristig die Feinstaubbelastung erhöht. Daher sollte Porenbeton eine zusätzliche Dämmschicht aus Calciumsilikatplatten hinzugefügt werden. Generell lässt sich dieser Baustoff einfach verarbeiten.

Calciumsilikatplatten

Bei Calciumsilikat handelt es sich um einen mineralischen Baustoff, der sich aus verschiedenen Kalksilikaten zusammensetzt, die mit Zellulose vermischt sind. Die so entstehenden diffusionsoffenen Silikatplatten zeichnen sich durch ihre geringe Wärmeleitfähigkeit sowie ihre Feuerfestigkeit aus. Aus diesem Grund werden sie gern im Kaminbau eingesetzt.

Die ofenseite-Empfehlung: Wärmeleitende Grafitplatten von Brula!

Anders als Calciumsilikat- oder Porenbetonplatten wirkt Grafit nicht isolierend, sondern wärmeleitend. Das bedeutet, wenn Sie Ihren Kamin mit Grafitplatten von Brula verkleiden, wird die vom Ofen ausgestrahlte Wärme direkt weitergeleitet. Zusätzlich profitieren Sie von der Weiterbearbeitungsmöglichkeit, um eine ansprechende Verkleidung zu erhalten: Mörtel und Lehmputz haften gut und die Platten sind äußerst formbeständig. Platten von Brula erhalten Sie auf beiden Seiten mit Glasfasern beschichtet sowie vorgespachtelt, um eine Verkleidung ganz nach Ihren Vorstellungen zu gestalten und sich über die uneingeschränkte Strahlungswärme zu freuen.

Vorteile von Calcium­silikat­platten
  • robust & druckfest
  • nicht brennbar
  • leicht zu verarbeiten
  • günstig im Einkauf
Aber Achtung: Calcium­silikat wirkt isolierend!

Die Ofen­wärme wird eingeschlossen und zeitverzögert abgegeben.
Vorteile von Grafit­platten
  • hohe Wärme­leit­fähigkeit
  • keine Zeitver­zögerung bei der Wärmeabgabe
  • nicht brennbar
  • unkompliziert zu verarbeiten


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Veröffentlicht am 09.07.2018 15:12 | 0 Kommentare

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