Kamineinsatz für Kachelofen: So finden Sie den richtigen!

Alte Kachelöfen müssen stillgelegt werden, wenn sie die Grenzwerte der Bundesimmisionsschutz-Verordnung nicht einhalten. Mit einem Austausch des Heizeinsatzes können Sie verhindern, Ihren kompletten Kachelofen stilllegen zu müssen. Welchen Kamineinsatz Sie wählen, hängt von Einsatzzweck und Bauart Ihres Kachelofens ab.

Warum muss der Kachelofen mit einem Kamineinsatz nachgerüstet werden?

Die Bundesimmissionsschutz-Verordnung, auch Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen genannt, hat die Grenzwerte der Feinstoff- und Kohlenmonoxidemissionen alter Öfen verschärft. Kachelöfen, die nach dem 21.3.2010 in Betrieb genommen worden sind, unterliegen folgenden Richtwerten: 2,0 g/m³ Kohlenmonoxid und 0,075 g/m³ Feinstaub bei einem Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent. Für alle anderen, älteren Modelle gelten die Grenzwerte: 4,0 g/m³ Kohlenmonoxid und 0,15 g/m³ Feinstaub.

Ein Kamin, dessen Emissionen über diesen Werten liegen, muss nach einem gesetzlich festgelegten Zeitplan außer Betrieb genommen oder umgerüstet werden:

  • Inbetriebnahme zwischen 1975 und 1984: bis Ende 2017
  • Inbetriebnahme zwischen 1985 und 1994: bis Ende 2020
  • Inbetriebnahme zwischen 1995 und 2010: bis Ende 2024

Ausnahmeregelungen gelten für Kachelöfen, die vor dem 1.1.1950 gebaut oder installiert worden sind. Diese Geräte gelten als wertvolle historische Kaminöfen und genießen einen dementsprechenden Schutz.

Weitere Infos: Warum Sie Ihren alten Heizeinsatz tauschen müssen!

Die Möglichkeiten: Kachelofen stilllegen oder Kamineinsatz austauschen

Überschreitet Ihr Ofen im Wohnraum die gesetzlich festgelegten Emissionswerte, darf er nicht mehr betrieben werden. Sie können sich dafür entscheiden, das alte Modell abreißen zu lassen und an seiner Stelle einen der neusten Technik entsprechenden Ofen aufzustellen. Für viele Ofenbesitzer ist es jedoch nicht einzusehen, warum ein optisch einwandfreies und in puncto Material und Technik uneingeschränkt funktionsfähiges Gerät entsorgt werden soll. Der Kachelofen ist ein wichtiger Teil ihrer Wohnästhetik und soll nicht durch ein modernes Design ersetzt werden. Für diese Fälle empfiehlt sich die Umrüstung des Kachelofeneinsatzes. Der einfache Austausch macht die Feuerstellen feinstaubkonform. Der große Vorteil: Die Kohlenmonoxidwerte werden unter die Normen der Bundesimmissionsschutz-Verordnung gesenkt und der Wirkungsgrad erhöht. Weder ein nachträglicher Einbau von Feinstaubfiltern oder Katalysatoren ist nötig. Der Austausch des Kamineinsatzes durch den Fachhandwerker geschieht innerhalb eines Arbeitstages.



Kaminkassetten passend für Ihren Kachelofen finden





Wie Sie den richtigen Kamineinsatz für Ihren Kachelofen auswählen

Kamineinsätze und Kachelöfen müssen harmonieren. Soll der Kaminofen einen oder mehrere Räume im Haus beheizen? Wenn Sie hauptsächlich den Aufstellraum beheizen wollen, genügt ein Kamineinsatz ohne Warmluftmantel (einmantelig). Wird die Wärme über ein Warmluftrohrsystem in mehrere Räume geleitet, ist ein Heizeinsatz mit Warmluft-/Konvektionsmantel am besten geeignet.

Als Faustregel für die Wärmeleistung gilt: Pro zehn Quadratmeter Wohnfläche benötigen Sie ein Kilowatt Leistung. Bei der Auswahl der richtigen Kamineinsätze müssen Sie berücksichtigen, ob es sich bei Ihrem Ofen um einen wasserlosen oder wasserführenden Kamineinsatz handelt. Kamineinsätze für wasserführende Kachelöfen besitzen eine Wassertasche, mit der die Wärmeenergie an Radiatoren oder die Fußbodenheizung weitergegeben werden kann. Achten Sie beim Kauf des Kamineinsatzes auch auf die Form und Aufteilung der Sichtscheibe, damit Sie den besten Blick auf das Feuer genießen können.

Ein weiteres Entscheidungskriterium ist Öffnungsrichtung der Tür: Es gibt sie in schwenkbaren und in hochschiebbaren Varianten. Der Kamineinsatzkauf muss auf den Durchmesser Ihres Schornsteins abgestimmt sein. Die Regel hier: Durchmesser des Schornsteins und Durchmesser des Abgasstutzens am Kamineinsatz sind identisch - niemals ist der Schornsteindurchmesser kleiner. Ausnahme: Der Schornsteindurchmesser darf kleiner sein, wenn der Schornstein eine wirksame Höhe (optimal sechs bis sieben Meter) hat. Über den Anschluss an kleinere Schornsteindurchmesser muss der Schornsteinfeger entscheiden.

Die Auswahlkriterien als Liste:

  • Kamineinsätze ohne Warmluftmantel (einmantelig)
  • mit Warmluftmantel (Konvektionsmantel)
  • benötigte Wärmeleistung (ein Kilowatt pro zehn Quadratmeter)
  • wasserloser oder wasserführender Kamin
  • Abstimmung des Kamineinsatzes auf den Schornsteindurchmesser
  • Form, Größe, Anordnung der Sichtscheibe
  • schwenkbare oder hochschiebbare Kamintür

Fachmännische Beratung von ofenseite.com kann helfen

Bei der Auswahl des optimalen Kamineinsatzes sind Sie mit der fachkundigen Beratung von ofenseite.com auf der sicheren Seite. Es gilt, den neuen Heizeinsatz Ihres Kachelofens so perfekt wie möglich auf Leistung und Emissionswerte abzustimmen. Unterlaufen Ihnen in dieser Hinsicht Fehler, kann es schlimmstenfalls passieren, dass die neuen Grenzwerte der Bundesimmissionsschutz-Verordnung nicht eingehalten werden und Ihr umgerüsteter Ofen gar nicht in Betrieb gehen darf. Wenn Sie die Wärmeleistung zu hoch wählen, kommt es zu verstärkter Ruß- und Teerbildung. Bei zu niedriger Wärmeleistung besteht die Gefahr, dass die vorgeschriebenen Brennstoffmengen nicht eingehalten werden und der Kaminofen Schaden nimmt. Die Experten von ofenseite.com beraten Sie telefonisch oder per Chat geduldig und verständlich zu allen Fragen rund um Ihren neuen Kamineinsatz. Auch per E-Mail können Sie uns Wünsche und Probleme schildern. Ihr persönlicher Ansprechpartner bei ofenseite.com bearbeitet Ihre Anfrage innerhalb von zwölf Stunden.

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Veröffentlicht am 13.08.2018 11:55 | 0 Kommentare

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