Ofen qualmt wie verrückt? Daran kann es liegen!

Kamin qualmt stark

Sie haben sich einen Ofen angeschafft und ihn installieren lassen - und bemerken plötzlich, dass der Kamin qualmt? Dies kann sehr viele unterschiedliche Ursachen haben. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wo das Problem liegen kann, wenn der Ofen qualmt. Gleichzeitig gibt es natürlich Lösungsvorschläge - sodass Sie sich im besten Fall gar nicht mehr mit dem störenden Qualm herumschlagen müssen.

Wenn der Kaminofen qualmt, sollten Sie die Ursachen ergründen

Wichtig ist zunächst: Nehmen Sie es nicht auf die leichte Schulter, wenn der Ofen qualmt. Überflüssiger Rauch bringt sehr viele Nachteile mit sich. Sehr offensichtlich werden Sie es daran merken, dass es bei Ihnen sehr plötzlich ganz einfach stinkt. Auf Dauer ist das kaum zu ertragen. Weiterhin kann sich dadurch natürlich eine Gefahr für Sie (und andere dort wohnhafte Personen) ergeben.

Zusätzlich provozieren Sie eine überflüssige Umweltbelastung, wenn der Kamin qualmt und Sie nichts dagegen unternehmen. Entsteht der Rauch beispielsweise durch das Brennen von Holz, das mit anderen Stoffen wie Lack belastet ist, wird sich dies unweigerlich negativ auf die Umwelt auswirken. Unangenehmer, dunkler Qualm, der aus dem Schornstein abzieht, kann sich zu guter Letzt auch in der Nachbarschaft ablegen. Mit anderen Worten: Es gibt viele gute Gründe, warum Sie handeln sollten, wenn der Ofen qualmt.

1. Schornstein ist blockiert oder verrußt

Ofen qualmt

Stellen Sie sicher, dass der Schornstein sauber ist - und zwar wirklich sauber. Schauen Sie bei Gelegenheit mit der Taschenlampe hinein: Entdecken Sie sehr viel Ruß und Teer? Haben über den Sommer vielleicht Vögel Nester im Inneren gebaut oder brechen Steine heraus? Das kann den Abzug des Qualms deutlich erschweren. Falls der Kamin qualmt, sollten Sie auch das Rauchrohr sowie einige Innenteile des Ofens unbedingt reinigen. Es kann natürlich sehr gut sein, dass Sie das nicht alleine schaffen. Schnappen Sie sich daher den Schornsteinfeger Ihres Vertrauens und tragen Sie ihm das Problem vor. Es wird nicht das erste Mal sein, dass er einschreiten muss, wenn ein Ofen qualmt.

2. Fehlender Schornsteinzug durch eine weitere Lüftungsanlage

Mehrere Lüftungsanlagen in einem Raum sollten Sie unbedingt vermeiden. Lüftungen und Dunstabzüge sind gute Beispiele dafür: Sie lüften den Raum und entziehen ihm Sauerstoff, der allerdings vom Kamin benötigt wird. Dass der Ofen qualmt, liegt anschließend daran, dass die andere Lüftungsanlage Luft aus dem Raum zieht. Eine einfache Lösung besteht darin, die anderen Belüftungsanlagen einfach nicht zu benutzen, wenn Sie ein Feuer im Kamin legen. Falls trotzdem der Kamin qualmt, liegt es vielleicht an anderen Ursachen - wie der Schornsteinhöhe.

Kamin & Dunstabzug - Das müssen Sie beachten!

3. Kaminofen qualmt, da der Schornstein nicht hoch genug ist

Sowohl Höhe als auch Querschnitt des Schornsteins sind sehr wichtig, da ein Unterdruck erzeugt wird. Im besten Fall sollte der Schornstein mindestens vier Meter Höhe haben (maximal sind zwölf Meter denkbar). Um genauer zu beurteilen, welche Querschnittsfläche und Höhe richtig ist, sollte eine Schornsteinberechnung durchgeführt werden. Das können Sie entweder einen Fachmann erledigen lassen oder direkt hier über ofenseite.com in Angriff nehmen. Wichtig ist in jedem Fall, dass Höhe und Querschnitt am Ende denjenigen Daten entsprechen, die sich bei der Berechnung ergeben. Andernfalls werden Sie garantiert eine Anpassung vornehmen müssen.

4. Die Wetterlage beeinflusst den Schornsteinzug

Möglicherweise sind Sie gar nicht direkt selbst schuld, wenn der Kaminofen qualmt. Das Wetter beispielsweise können Sie nicht beeinflussen. In "freier Wildbahn" - wenn Sie also nicht in einem dicht besiedelten Wohngebiet wohnen - kommt es unter anderem auf die Position der Schornsteinmündung an. Stauwinde, die vor großen Objekten entstehen (Bäume beispielsweise), können sich stark negativ auf den Zug auswirken, was dann dazu führt, dass der Kamin qualmt.

Weiterhin werden sich Eigenschaften wie Temperatur, Luftdruck und eben die Windgeschwindigkeiten negativ auf die Zugwirkung auswirken. Ab etwa 15° Grad Temperatur werden Sie es oft schwer haben, den Kaminofen überhaupt in Gang zu bringen. Experimentieren Sie in einem solchen Fall am besten mit Starthilfen wie einem Blatt Papier (unbedruckt, um die Umwelt zu schonen) um für ein wenig Start-Auftrieb zu sorgen.

5. Qualm im Zimmer durch Schornsteinaufsätze oder fehlende Isolierung

Aufsätze auf dem Schornstein werden normalerweise angebracht, um beispielsweise das Nisten von Vögeln zu vermeiden oder den Schornstein anderweitig zu schützen. Sie können sich aber auch so negativ auf die Zugfähigkeit auswirken, dass am Ende der Ofen qualmt. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Aufsatz zu nah an der Mündung des Schornsteins montiert ist. Dann wird die Luft nicht abziehen können, wodurch der Kamin qualmt. Möglicherweise entsteht das Problem auch durch eine mangelhafte Isolierung. In beiden Fällen sollten Sie am besten auf einen Schornsteinfeger vertrauen, der das Kaminproblem gemeinsam mit Ihnen aus der Welt schafft. Falls Sie es sich alleine zutrauen, können Sie testweise den Aufsatz abmontieren, um zu schauen, ob der Ofen noch immer qualmt.



Aufsätze, die den Zug verstärken:




6. Der Kamin raucht beim Anheizen

Die häufigste Ursache ist ganz einfach Kaminholz, das beim Brennen einen gewissen Feuchtigkeitsgrad übersteigt. Kaminholz sollte generell nicht mehr Feuchtigkeit haben als 20 %. Haben Sie kein Messgerät für die Kontrolle, werden Sie diesen Feuchtigkeitsgrad natürlich nicht genau in Erfahrung bringen können. Doch der Seifentest, wie unten im Video gezeigt, kann Ihnen einen ersten Anhaltspunkt geben. Um sicher zu gehen, sollten Sie ganz einfach Kaminholz nachlegen, von dem Sie wissen, dass es bereits seit langer Zeit trocken lagert. Ein guter Lagerraum steht direkt in der Nähe des Kamins bereit, da dort viel Hitze entsteht, die feuchtes Holz schneller trocknen kann. Falls der Ofen qualmt, sollten Sie daher immer zuerst das Holz als Schuldigen in Betracht ziehen.


7. Rauch im Aufstellraum: eine Frage der Belüftung

Falls der Kamin qualmt, könnte es auch daran liegen, dass die Luftzufuhr nicht korrekt eingestellt ist. Öffnen Sie während des Anheizvorgangs alle Luftzuführungen vollständig. Sollten Sie dabei das Gefühl haben, dass dies immer noch nicht ausreicht, können Sie die Brennraumtür auch einen kleinen Spalt offen stehen lassen. Sobald die Flamme ordentlich brennt, sollten Sie die Tür schließen und die Luftzufuhr herunterregeln. Sprich die Primärluftzufuhr kann geschlossen werden und die Sekundärluft weiterhin geöffnet bleiben.

Achtung: Bitte drosseln Sie die Luftzufuhr nicht unnötig, um "Brennstoff zu sparen". Dieses Vorgehen sorgt nur für eine unvollständige und stark rußende Verbrennung.



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8. Kaminofen qualmt beim Nachlegen

Allgemein können Sie davon ausgehen, dass die Verbrennung im Inneren des Einsatzes nicht optimal läuft, wenn der Kaminofen qualmt. Das kann unter anderem gefährlich sein, weil auch eine erhöhte Versottung des Kamins eintreten kann. Die Entstehung von Kaminrauch droht unter anderem, wenn es im Inneren des Ofens eher schwelt als brennt. Außerdem sollten Sie die Tür nicht ruckartig öffnen, da der schnell aufgebaute Unterdruck den Kaminqualm schnell aus dem Ofen zieht. Öffnen Sie die Tür daher immer langsam und gleichmäßig. Über den Luftregler sollten Sie das Feuer vor der Inbetriebnahme kurz anfachen, falls der Ofen qualmt.

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Veröffentlicht am 22.10.2018 14:14 | 0 Kommentare

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