Wie Sie mit einem Kaminofen die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen senken

Veröffentlicht am 20.01.2020 08:00 | 0 Kommentare
Wetterstation mit Hygrometer
Ob Sie sich in Ihrer Wohnung wohlfühlen, hängt zu einem wesentlichen Teil vom Feuchtigkeitsgehalt der Luft ab. Das Raumklima hat einen Einfluss auf die Gesundheit, außerdem kann zu viel Feuchtigkeit in der Luft zur Schimmelbildung führen. Richtiges Lüften und Heizen sind geeignete Maßnahmen, um die Luftfeuchte zu regulieren. Aber auch das Heizen mit einem Kaminofen wirkt sich positiv auf zu hohe Luftfeuchtigkeit aus. Informieren Sie sich hier, welche Werte im Wohnraum und im Schlafzimmer gesund sind, wie Sie die Luftfeuchtigkeit senken und wie ein Kamin zu einem guten Raumklima beitragen kann. 

Inhalt:
So entsteht Luftfeuchtigkeit
Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit entsteht durch verschiedene Ursachen. Wasserdampf, der sich beim Kochen und Duschen bildet, ist der Hauptgrund für hohe Luftfeuchtigkeit in Küche und Badezimmer. Auch der ganz normale Aufenthalt von einer oder mehreren Personen in der Wohnung erhöht den Feuchtigkeitsgehalt: Menschen verbrauchen Sauerstoff und schwitzen - die schlechtere Qualität der Luft zeigt sich zum Beispiel im Schlafzimmer, wenn morgens die Fenster beschlagen sind. Der wichtigste Faktor ist immer falsches Lüften.

Die Luft im Raum muss regelmäßig erneuert werden, das geschieht am besten mit Stoßlüften: Etwa alle zwei Stunden sollten die Fenster für etwa zehn Minuten ganz geöffnet werden. Besonders sinnvoll ist das Lüften nach dem Duschen oder Kochen. Wenn Sie gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen, entsteht ein effizienter Durchzug, die Raumluft wird besonders schnell und ausgiebig erneuert. 
Dauerhaft gekippte Fenster sind keine gute Lösung, denn dabei kommt es zu einem Auskühlen der Wohnung. Genau wie bei einer lange nicht geheizten Wohnung trifft dann die warme Heizungsluft auf kalte Wände, kondensiert und Feuchtigkeit entsteht.
Warum sollte man zu hohe Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen senken? Wenn die Raumluft zu feucht ist, schlägt sich diese Feuchtigkeit an den Wänden nieder. Die Folge ist häufig Schimmelbildung. Schimmel hat viele negative Auswirkungen. Er kann Wände und davor stehende Möbel befallen. Das sieht nicht nur hässlich aus, sondern ist bei einem starken Befall auch gefährlich. Die Schimmelsporen können Allergien und weitere ernsthafte Erkrankungen auslösen. Wenn der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft zu hoch ist und es zur Entstehung von Schimmel kommt, sind Kinder und kranke Menschen besonders gefährdet. Ein rechtzeitiges Senken und dauerhaftes Vermeiden von zu viel Feuchtigkeit ist für gesundes Wohnen entscheidend. Oft werden betroffene Stellen erst dann entdeckt, wenn Schränke oder andere Möbel zur Seite gerückt werden. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Feuchtigkeitsgehalt schon über einen langen Zeitraum zu hoch war. In schlimmen Fällen muss ein spezieller Luftentfeuchter beziehungsweise ein Trocknungsgerät eingesetzt werden, teilweise müssen Mauerwerk und Putz erneuert werden. Die Sanierung beim Schimmelbefall ist aufwendig und kostspielig. 
Weiße Wand mit Schimmelflecken
Man kann mit dem Kaminofen die Luftfeuchtigkeit reduzieren. Doch das schon erwähnte Lüften muss auch in der Heizperiode konsequent durchgeführt werden. Warme Heizungsluft senkt generell einen zu hohen Feuchtigkeitsanteil in der Raumluft. Ein Kaminofen eignet sich besonders gut. Öfen, die raumluftabhängig arbeiten, verbrauchen Luft und geben Wärme ab. Das Prinzip ist einfach: Der Ofen saugt die Raumluft an, beim Verbrennungsvorgang wird die Feuchtigkeit entzogen. In den kaminbeheizten Wohnräumen entsteht eine angenehme Wärme. Die hohe Luftfeuchtigkeit wird effektiv abgesenkt. Öfen mit einer separaten Luftzufuhr beeinflussen das Raumklima ebenfalls positiv. Dadurch wird im Wohnraum die Luftfeuchte gesenkt.
Kaminofen im Wohnraum
Achten Sie immer darauf, nur trockenes Holz zu verbrennen. Der Abzug im Schornstein muss ebenfalls störungsfrei funktionieren. Ein Vergleich zwischen diversen Heizmethoden zeigt: Die relative Luftfeuchtigkeit ist beim Heizen mit einem Kaminofen um die Hälfte niedriger als der Wert bei einer Zentralheizung. Das trifft auch dann zu, wenn Sie den Ofen als Zusatzheizung zur konventionellen Heizung nutzen. Durch die Wasseraufnahme der Raumluft verbessert sich das Klima, ohne dass sich Kondenswasser bildet. Die Schimmelgefahr wird erheblich reduziert.
Die Temperatur in Wohnräumen sollte nicht zu hoch sein. Dadurch kann es nämlich passieren, dass die Luft zu trocken wird. Dadurch trocknen die Schleimhäute in der Nase, im Mund- und Rachenraum zu sehr aus, es kann wesentlich schneller zu Erkältungskrankheiten kommen. Bei manchen Menschen zeigen sich auch Probleme mit der Haut. Wichtig ist also in der kalten Jahreszeit, aber auch zu allen anderen Zeiten, wenn geheizt wird: Achten Sie auf einen regelmäßigen Rhythmus beim Lüften. Halten Sie die Temperatur im Wohnraum in einem gesunden Bereich, das sind etwa 20 bis 22 Grad Celsius. Im Schlafzimmer darf es kühler sein, eine gute Raumtemperatur zum Schlafen liegt zwischen 16 und 18 Grad. Diese Richtwerte können Sie selbstverständlich an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen, sodass Sie sich wohlfühlen. 
Frau mit Erkältung
Auf welchen Wert sollte man die Luftfeuchtigkeit in den Räumen senken? Der ideale Wert liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Darunter sollten Sie den Feuchtigkeitsgehalt nicht reduzieren. Eine zu trockene Raumluft ist ungünstig, hier empfehlen sich im Winter, wenn vermehrt geheizt wird, Gegenmaßnahmen. Stellen Sie in der Heizperiode einen Topf mit Wasser auf den Kaminofen, so kann das Wasser verdunsten und die entstehende Feuchtigkeit die Raumluft zum Atmen verbessern.
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