Grill anzünden: So funktioniert es richtig!

Veröffentlicht am 11.12.2019 08:00 | 0 Kommentare
Ein Holzkohlegrill, drei Männer, vier Meinungen: Ob Brikett oder Kohle sinnvoll ist, wie viel verwendet wird und wie die Grillkohle richtig angezündet wird - kommt Ihnen dieses Szenario bekannt vor? Das perfekte Anzünden beim Grillen ist ein beliebtes Streitthema! Zwar sind auch Frauen am Grill aktiv, doch meist fällt die Rolle des Grillmeisters einem oder mehreren Männern zu. Die Auseinandersetzung ist vorprogrammiert, denn einer plädiert für wenig Kohle und einen festen Anzünder, der andere verwendet viel Holzkohle und liebt flüssige Anzünder. Welche Methode funktioniert am besten? Wir klären auf und helfen mit dem ein oder anderen Tipp, damit Grillen zum echten Sommerspaß wird!
Wer seinen Grill anzünden will, hat zunächst die Wahl zwischen Holzkohle und Briketts. Entscheiden Sie sich in jedem Fall für eine gute Qualität! Lose Holzkohle brennt schneller an und entwickelt rascher die erforderliche Glut, die Nutzphase ist aber auch kürzer. Ein Holzkohlen-Feuer ist gut geeignet, wenn nur Grillgut verwendet wird, das schnell gar ist, wie Fisch. Briketts brauchen am Anfang ein wenig länger, glühen jedoch dann wesentlich länger. Mit Briketts sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie dicke Fleischstücke, größere Braten oder Geflügel im Ganzen grillen möchten.
Häufiges Streitthema beim Grillkohle Anzünden sind Anzündhilfen. Ein Anzünder unterstützt den Vorgang, so kommen Sie schneller zur gewünschten Glut. Es gibt unterschiedliche Grillanzünder, die alle gut geeignet sind. Lediglich von flüssigen Grillanzündern sollten Sie die Finger lassen. Die Verbrennungsgefahr ist extrem hoch und wird oft unterschätzt. Das Risiko besteht auch, wenn Sie flüssige Anzünder verwenden, die offiziell als Grillanzünder bezeichnet werden. Bei einer falschen Handhabung kann es sehr schnell zu Stichflammen und schlimmen Verbrennungen kommen. Außerdem haben flüssige Anzünder eine weitere unangenehme Nebenwirkung: Wer Spiritus oder andere "Brandbeschleuniger" verwendet, sorgt auch dafür, dass sich die entstehenden Dämpfe auf das Grillgut legen. Fleisch mit Spiritusaroma ist jedoch nicht unbedingt ein geschmackliches Highlight.
Ganz ohne Chemie bringen Sie das Feuer mit einem Gasanzünder, einem elektrischen Anzünder oder einem Heißluftföhn auf Trab. Der elektrische Anzünder braucht einen Stromanschluss, der Gasanzünder funktioniert mit einer Gaskartusche. Beide Methoden sind erprobt und sicher.

Sehr gut funktionieren auch Anzündhilfen aus Holz, wie Granulat oder Anzündwürfel. Diese bestehen aus gepresstem Holz oder Holzwolle. Entscheiden Sie sich besser für solche, die mit Wachs oder Pflanzenöl getränkt sind. Auch hier ist Spiritus nicht zu empfehlen, da er während des gesamten Grillspektakels ausdünstet. Sehr gut in der Wirkung und ohne negative Geruchsentwicklung sind Anzünder, die aus Holzwolle und Wachs bestehen. Die Anzündhilfen werden in der unteren Schicht von Holzkohle oder Grillbriketts verteilt und mit einem langen Feuerzeug oder Streichholz entzündet. Eine andere Möglichkeit ist Brennpaste, die in einem Aluschälchen mitten in die Kohlestücke gelegt wird. 
Ein guter Tipp für alle, die sich für alternative Anzündmethoden interessieren, ist die Verwendung von feinen Holzspänen oder Teilen eines Eierkartons die mit Speiseöl getränkt sind. Die Stücke beziehungsweise Späne werden unter den Grill-Kohlen platziert und angezündet. Finger weg von Zeitungspapier als Anzündhilfe! Die Stoffe, die beim Verbrennen von Druckerfarbe freigesetzt werden, sind, wie auch die hochwirbelnde Papierasche, nicht unbedingt gesundheitsfördernd.
Heißer Tipp:  Wem das Grillen auf offenem Feuer zu heikel ist, kann auch guten Gewissens auf einen Elektrogrill zurückgreifen.
Vielleicht der entscheidende Tipp beim Grill anzünden: Ohne Luft geht gar nichts! Spezielle Grillanzünder sind kein Muss, aber die Luftzufuhr ist sehr wichtig. Grillkohlen brauchen Sauerstoff, um optimal durchzuglühen. 

Sie bringen die Kohlenstücke sicher zum Glühen, wenn die Luftzufuhr stimmt. Dafür eignet sich ein Blasebalg (ohne Strom) oder ein Föhn (mit Strom). Steht beides nicht zur Verfügung, können Sie der Grillkohle mit einem Stück fester Pappe Luft zufächeln oder kräftig pusten.
Dauer des Projekts
Wenn Sie einen Grillanzünder verwenden, lässt sich diese Zeit verkürzen. Mit einer kräftigen Luftzufuhr können Sie den Vorgang ebenfalls beschleunigen. Noch schneller geht es, indem Sie sich einen Anzündkaminaufsatz zulegen. Beim konventionellen Anzünden ist es außerdem wichtig, dass Brikett oder Kohlen auf keinen Fall feucht sein dürfen. 
Heißer Tipp: Die Grillkohle ist grillbereit, wenn sich eine dichte, weiße Aschenschicht auf der Oberseite gebildet hat.
Wer seinen Holzkohlegrill anzünden will wie die Profis benutzt einen Anzündkamin. Dieser spezielle Kaminaufsatz bewährt sich, wenn die Kohle schnell und zuverlässig brennen soll. Sehr gute Ergebnisse bringen Anzündkamine, die auch von Grillprofis verwendet werden. Das praktische Hilfsmittel zum Grillen überzeugt mit mehreren Vorteilen. Der Kamin besteht aus Edelstahl und hat einen seitlichen Griff für eine unkomplizierte Handhabung. Das System ist ausgereift und sicher, ein unbeabsichtigter Funkenflug ist ausgeschlossen. Er ist auch optimal geeignet, wenn Grillkohle in einer selbst gemauerten Feuerstelle im Garten rasch brennen soll. Ob Brikett oder Holzkohle, damit gelingt es rasch, die Kohlen zum Glühen zu bringen. Nachdem die Holzkohle angezündet ist, heben Sie den Anzündkamin an, so können Sie ihn mühelos entfernen.
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