Funktionsweise Mischer/Stellmotoren

Funktionsweise Mischer/Stellmotoren

StellmotorOb wissentlich oder nicht, jeder hat schon mal einen Mischer benutzt, beispielsweise beim täglichen Waschen von Geschirr. Wasserhähne sind nämlich in der Regel nichts anderes als mit Mischbatterien ausgestattete Endstücke Ihrer Wasserleitung, wobei Sie nach Ihrem Belieben die gewünschte Wassertemperatur regeln können.

Diese Funktion ist bei Heizungsmischern nicht anders, welche entweder vor oder nach der Heizungsanlage installiert werden, um die Temperatur des Heizungswassers zu regeln. Die gewünschte Einstellung erfolgt hierbei entweder manuell über ein Mischventil oder elektronisch über einen sogenannten Stellmotor, bei dem die benötigte Wasserzufuhr über einen Sensor ermittelt wird.

Ein Heizungsmischer - im Trinkwasserbereich auch Brauchwassermischer genannt - sorgt an der eingebauten Stelle für den richtigen Wasserzulauf sowie für das optimale Mischerverhältnis von warmem und kaltem Wasser, um für eine konstante Betriebstemperatur im Heizungssystem zu sorgen. Bei den meisten Heizungsanlagen wird - wie im unteren Bild zu sehen (Bild I)- der Mischer im Vorlauf eingebaut, um die Vorlauftemperatur für  den Heizkreislauf zu regeln. Der Grund liegt darin, dass in den meisten Fällen die Heizleistung der Heizkessel oder der Solarthermie größer sind, als vom Heizkreislauf gefasst werden kann und somit bei zu starker Hitze in der Rohrleitung ein erhöhter Energieverlust auftritt. Die Funktionsweise des Mischers ist hierbei relativ simpel: Zunächst strömt das erhitzte Wasser in den Heizkreislauf (obere Linie) und gelangt zum eingebauten Mischer. Je nach eingestelltem Sollwert wird dem erhitzen Wasser im Mischer das kühlere Wasser aus dem Rücklauf zugemischt. (senkrechte Linie in der Mitte) Anschließend wird das Wasser mit der optimalen Temperatur in die Heizkörper weitergeleitet.

Neben dem Einbau des Mischers in den Vorlauf können Sie diesen auch in den Rücklauf einbauen, wie sie aus dem Bild II entnehmen können. Hier funktioniert der Mischvorgang genau umgekehrt. Dem kälterem Wasser aus dem Rücklauf wird über den Mischer das erhitze Wasser aus dem Vorlauf zugeführt, um die Rücklauftemperatur zu erhöhen. Somit kann die Effizienz der Heizanlage erhöht und Kondensatbildung beim Einfließen des kalten Rücklaufwassers  in den Heizkessel vermieden werden. Ihr Kessel muss nun weniger Energieleistung aufbringen, um das einströmende Wasser zu erhitzen und ebenso ist die Gefahr der Korrosionsbildung minimiert.

Unterscheiden lassen sich die Mischventile des Weiteren in ein Zweiwege-Zonenventil, das ähnlich wie die herkömmlichen Kugelhähne nur zum Öffnen und Schließen der Leitung dient, und in einen Dreiwege-Mischer, mit dem Sie das Wasser - wie oben beschrieben - im Rück- oder Vorlauf mischen können. Auch gibt es Vierwegemischer, die gleichzeitig als Vorlaufregler und Rücklaufanhebung fungieren.


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