Förderung beim Kauf eines Pelletofens

Förderung beim Kauf eines Pelletofens

Zuschüsse durch das BAFAMöchten Sie sich einen Pelletofen kaufen und haben bereits davon gehört, dass Sie eine Pelletofen Förderung beantragen können? Wissen Sie hierfür, wo Sie diese Förderung beantragen können und was Sie dabei wann und wie zu beachten haben? In dem nachfolgenden Beitrag möchten wir Ihnen schildern, welche Modelle aus unserem Sortiment förderfähig sind, zu welchem Zeitpunkt – vor, während oder nach dem Kauf – Sie auf die Förderfähigkeit Bezug nehmen sollten und welche Nachweise Sie wem gegenüber entsprechend erbringen müssten.

Warum Förderung?

Die ökologische Veränderung (Stichwort "Klimawandel") ist seit vielen Jahren in aller Munde. Mit der deutschen Energiewende wurde ein weiterer Eckpfeiler eingeschlagen, um nachhaltig die ökologische und ökonomische Seite der gleichen Medaille (oikos = das Haus / der Haushalt) miteinander zu vereinbaren. Nicht zuletzt spielen auch die global ungleich verteilten Energievorkommen, hohe Rohstoffpreise und (politische) Abhängigkeiten eine große Rolle wenn es darum geht, die persönliche Unabhängigkeit zu sichern und natürliche Vorkommen im Land zu nutzen.

Aus diesem Grund haben sich auch die deutschen Politiker dazu entschieden, ab 2023 keine Kernenergie mehr zu nutzen und bis 2020 den Anteil der regenerativen Energieerzeugung auf 18 Prozent der gesamten Erzeugung zu erhöhen und mit einer staatlichen Förderung auf diesem Weg dahin zu bestärken. Hierbei spielt das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) eine wesentliche Rolle, da es die Kriterien festlegt, unter welchen Voraussetzungen Sie als Bauherr oder Wohnungsbesitzer für einen neuen Pelletofen BAFA Förderung erhalten können. Aktuell werden bereits sieben Prozent der Energieerzeugung mit Pellets aus Pelletheizungen oder Pelletöfen gewonnen. Doch dieser Anteil soll weiter ausgebaut und deshalb auch entsprechend gefördert werden.

Pelletöfen haben grundsätzlich den Vorteil, dass sie mit ihnen äußerst unabhängig sind vom Öl oder Gas und nicht zuletzt auch deshalb in besonderem Maße die Umwelt schützen - schließlich nehmen Holz und Pellets nur so viel Energie und CO2 auf, wie sie selbst bei der Verbrennung auch wieder abgeben.

Für einen Pelletofen erhalten Sie nunmehr seit dem 01. April 2015 (kein April-Scherz!) eine Basisförderung bis zu 2000 Euro. Bei Pelletöfen mit einer Wassertasche mit einer Maximalleistung von 100 kW können Sie gar bis zu 8.000 Euro erhalten, wenn Sie einen neuen Pelletofen gegen Ihre alte Heizung austauschen. Ein zentraler Bestandteil dieser Förderung ist dabei das sogenannte Marktanreizprogramm (MAP). Die jeweils zu beachtenden Voraussetzungen des BAFA sind vielfältig und stets abhängig von unterschiedlichen Bedingungen. Beispielsweise erhalten ausschließlich wasserführende Pelletöfen einen Zuschuss durch das BAFA, während lediglich luftführenden Pelletöfen keine Förderung gewährt wird. Weiterhin entscheidend für eine Förderung sind der Kesselwirkungsgrad sowie der Kohlenmonoxid-Ausstoß. Auch haben für die Bezuschussung die Gebäude selbst einen Einfluss: Beispielsweise ist entscheidend, ob die Gebäude auch schon vor dem Einbau des Pelletofens eine Heizungsanlage beinhalteten.

Eine BAFA Förderung Pelletofen erhalten Sie grundsätzlich, wobei zwischen einer Basisförderung und zusätzlichen Boni unterschieden wird. Die Basisförderung für Pelletöfen beträgt hierbei mindestens 2.000 Euro, wenn Ihr neuer Pelletofen eine Leistung zwischen 5 kW und 25 kW erreicht. Für leistungsstärkere Pelletheizungen bis zu 100 kW können Sie sogar eine Grundförderung (Basisförderung) bis zu 8.000 Euro erhalten.

Das BAFA vergibt außerdem weitere Zuschüsse hinsichtlich einiger Merkmale, beispielsweise einen Kombinationsbonus in Höhe von 500 Euro, sofern Sie gleichzeitig mit Ihrem neuen Pelletofen eine Solaranlage mit installieren, oder eine Innovationsförderung in Höhe von 750 Euro bezüglich Maßnahmen zur Verbesserung der Abgaskondensation oder Abgasminderung, oder eine um 50 Prozent erhöhte Basisförderung, wenn Ihr Gebäude deutlich energieeffizienter ist als von der Energieeinsparverordnung gefordert.

Im Hinblick auf die BAFA Förderung Pelletofen können Sie detaillierte Informationen abrufen unter
www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/biomasse/index.html sowie genauer für automatische beschickte Biomasseanlagen (Pelletöfen) in der entsprechenden BAFA-Broschüre unter

www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/biomasse/publikationen/energie_ee_bm_auto_liste.pdf,

denn nicht immer ist sofort klar, unter welchen Bedingungen man eine Förderung erhält.

Beachten Sie bitte, dass Sie für die Antragstellung bestimmte Fristen einhalten und Formulare nutzen müssen. Beispielsweise müssen Sie Ihren Förderantrag spätestens neun Monate nach der Inbetriebnahme Ihres Pelletofens bei dem BAFA eingereicht haben und dabei mittels eines Nachweises des Herstellers sowie einem Bericht belegen, dass alle Normen eingehalten wurden. Sollten Sie Ihren Pelletofen nachrüsten wollen – auch hierfür können Sie eine Förderung nutzen! – müssten Sie dann entsprechend auch eine Rechnung mit einsenden.

Schließlich können Sie auch spezielle Kredite für den Erwerb eines Pelletofens bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) oder auch in Ihrem Bundesland und / oder Ihrer Gemeinde erhalten. Fragen Sie diesbezüglich am besten einfach nach. Wichtig ist jedoch der Hinweis, dass es sich bei der BAFA-Förderung um einen nicht rückzahlungspflichtigen Zuschuss handelt im Unterschied zu bspw. einem rückzahlungspflichtigen und verzinsten KfW-Kredit. Diese KfW Pelletheizung Förderung hat Förderprogramm-Namen wie „Energieeffizient sanieren“, „Energieeffizient bauen“ oder „Wohnraum modernisieren“. Bedenken Sie allerdings bitte, dass Sie die KfW-Fördermaßnahmen für Pelletöfen grundsätzlich nicht mehr mit einem BAFA-Zuschuss zum Heizungstausch kombinieren können, mit der Ausnahme des Programms 167 „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“, wodurch Sie neben der BAFA-Bezuschussung zusätzlich bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit bei Zinssätzen von 2,02 % durch die KfW erhalten können.

Wichtig ist schließlich noch, dass vor allem auch bei Biomasseanlagen unbedingt eine vom ausführenden Unternehmen vollständig ausgefüllte und zusätzlich vom Antragsteller unterschriebene Fachunternehmererklärung (FUE) erforderlich ist!


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