Petromax Feuertopf ft4.5 Produkttest

Autor: Thomas von L.

09. Juli 2017

Mit Ofenseite.com darf ich am großen Dutch Oven Test teilnehmen. Ich habe mich zum Testen für den mittelgroßen DO mit 4 Litern und Füßen entschieden. Dieser soll zur Verköstigung von 2-5 Personen ausreichend sein. Mein Paket kam unversehrt zuhause an und ich konnte mich ans Unboxing machen.


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Der Feuertopf kommt sehr gut verpackt in einem stabilen Karton, geschützt durch Styropor und einer Schicht Packpapier. Mit im Lieferumfang enthalten sind eine detaillierte Anleitung und ein kleines Rezeptheft.

Mit dem Kochen kann man eigentlich direkt loslegen, da der Topf bereits eingebrannt wurde. Dieser sonst nötige, zusätzliche Schritt entfällt hier. Das ist auf jeden Fall schon mal ein Pluspunkt. Leider hatte sich da bei meinem Exemplar etwas zu viel Einbrennpaste breitgemacht. Die hat sich noch unschön auf die Wand gebrannt. Nach etwas rubbeln mit einem Schwamm und einigen kräftigen Schüben mit dem Holzschaber ging aber alles ab und dem ersten Einsatz stand nichts mehr im Wege.

Der Hersteller des Dutch Ovens heißt Petromax und befindet sich in Magdeburg in Deutschland. Zunächst wurden dort Petroliumlampen hergestellt (daher auch der Name), und später dann alles mögliche für die Outdoorwelt. Gusseisen eignet sich für die Outdoorküche perfekt, da es robust ist und eine gute Hitzeverteilung bietet. Vor allem für Schmorgerichte ist deshalb der Feuertopf bestens geeignet. Durch den fest montierten Henkel am Topf kann man ihn auch an ein Dreibein über offenes Feuer hängen. Alles ist super verarbeitet und macht einen hochwertigen Eindruck.

In den Topf selbst passen ca. 4 Liter, den Deckel kann man umgedreht auch noch als eine Art Pfanne nutzen und hat nochmal ca. 1,2 Liter Volumen. Dafür hat der Deckel auch neben dem Henkel noch drei praktische Füßchen, damit er perfekt gerade stehen kann.

Wir persönlich nutzen den Deckel gerne, um zum Frühstück Rühreier mit Speck zu braten.

Dazu benötigt man kein zusätzliches Öl oder Fett, der Speck wird einfach ausgelassen und wenn man genügend Scheiben hat, wird im Fett des Specks das Rührei gemacht. Das ergibt ein extrem würziges Frühstück für echte Camper.

Test im Backofen: Roggen/Dinkel-Mischbrot

Für meine Tests habe ich zunächst die einfache Variante im Backofen gewählt, man muss sich ja langsam rantasten.

Es gab also zunächst ein Roggen/Dinkel-Mischbrot. Der Teig besteht aus 750g Roggen und 250g Dinkelmehl und wird mit einem Würfel Frischhefe, 750ml Wasser, etwas Salz und Brotgewürz sowie einem Päckchen Sauerteigextrakt angerührt.

Mehrfach gehen lassen und wieder runterkneten. Dann wird der DO im Backofen auf ca. 230°C erhitzt. Der Teig kommt einfach in den Topf, Deckel drauf und ungefähr 30 Minuten backen. Durch die optimale Hitzeverteilung des Gusseisens wird rundherum eine super Kruste aufgebaut. Am Schluss entfernt man den Deckel und gibt noch einen halben Liter Wasser in den Backofen. Die Feuchtigkeit läßt die Kruste nochmal etwas krosser werden und aufbrechen. Nach einer weiteren Viertelstunde erhält man ein Brot, das jeden Bäckermeister neidisch macht.

Die anschließende Reinigung ist sehr schnell erledigt. Nichts war angebrannt oder festgebacken. Es reichte völlig aus, mit einem feuchten Schwamm einmal durch zu wischen. Bitte niemals mit Spülmittel arbeiten, sonst entfernt man die eingebrannte Patina und muss wieder frische Paste einbrennen, da der DO sonst rostet.



Ein typisches DO-Gericht - Schichtfleisch

Der zweite Test sollte dann ein weiteres, typisches DO-Gericht werden. Schichtfleisch stand auf der Speisekarte.

Hierbei legt man den DO komplett mit Baconstreifen aus, stellt ihn schräg und füllt gewürzte Schweinenackenscheiben und Gemüsezwiebelscheiben im Wechsel auf. Immer eine Schicht Fleisch und eine Schicht Zwiebeln. Ist der Topf voll, wird mit einer Tasse BBQ-Soße/Ketchup oder Steaksoße gewürzt und der Bacon zugeklappt. Hierfür habe ich etwa 1,8kg Fleisch und 1kg Gemüsezwiebeln benötigt. Deckel drauf und bei etwa 200°C eine Stunde schmoren. Die Soße entsteht dabei nur aus dem Fleisch und den Zwiebeln. Nach einer Stunde kann man dann auch hier den Deckel abnehmen und die Soße noch etwas einkochen lassen.

Die Fleischscheiben dann am besten in eine Semmel oder Brot packen. Auch hier ist wieder nichts angebacken oder eingebrannt, die Reinigung war so einfach wie immer.

Schmorgulasch - Outdoor Test

Mein dritter Test, ein Schmorgulasch, fand dann Outdoor statt. Die eigentliche Bestimmung des Feuertopfs.

Zunächst wird etwas Holzkohle erhitzt und in einer Feuerschale ausgebreitet. Mit seinen ca. 4 cm hohen Füßen kann der DO perfekt aufgestellt und genug Kohle bzw. Briketts darunter platziert werden. (Natürlich funktioniert der Topf auch mit Gas, was ich aber nicht zur Verfügung habe.)

Man erhitzt also wieder den Topf, gibt marginal Öl hinein und brät etwa 1kg Gulasch scharf an, bis das ganze Wasser verkocht ist. Dann Fleisch wieder herausnehmen und etwa gleichviel Volumen an Zwiebeln, Möhren und Spitzpaprika braten. Ist das Gemüse gut angeröstet, werden etwa 2 EL Paprikacreme eingerührt und das Fleisch wieder zugegeben. Eine kleine Dose geschälte Tomaten und ungefähr ein Liter Wasser/Bier/Gemüsebrühe rein, Deckel drauf und mindestens 2 Stunden schmoren lassen. Hierbei reicht Hitze von unten völlig aus, es verteilt sich wunderbar.

Nach etwa 2 Stunden wird der Deckel abgenommen und auf die gewünschte Konsistenz einreduzieren.

Das Gulasch reichte für 3 Kinder und 3 Erwachsene locker aus, der DO war wieder nach etwas Auswischen mit einem feuchten Schwamm sauber. Perfekt!



Fazit

Ich bin mit den Tests hochzufrieden, die Ergebnisse sprechen für sich. Die optimale Hitzeverteilung und die perfekte Eignung für die Outdoor Küche haben mich zum absoluten Dutch Oven Fan werden lassen. Die Reinigung ist extrem einfach, man muss lediglich mit einem feuchten Schwamm durchwischen und erhält so die wertvolle Patina, die natürlich jederzeit durch spezielle Einbrennpaste erneuert werden kann. Auch dieses Zubehör erhält man bei Ofenseite.com.

Kann nur jedem empfehlen, sich so ein Gerät zuzulegen.