Petromax Feuertopf ft3 Produkttest

Autor: Steffen R.

14. August 2017

Hallo Outdoor und Barbecue Freunde. Heute stelle ich Euch den Dutch Oven ft3 von Petromax vor. Ich bin bereits seit 2,5 Jahren stolzer Besitzer eines ft6 und möchte ihn auf gar keinen Fall wieder hergeben. Als ich las, dass ofenseite.com einen Produkttester für die Petromax Dutch Oven sucht, war ich sofort dabei. Ich habe mich spontan für den ft3 entschieden, weil ich damit etwas machen wollte, wofür mein ft6 immer zu groß war: frittieren; und einen der genialsten Appetizer auf diesem Planeten zubereiten: Die Blooming Onion


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Unboxing

Gleich nachdem die Postbotin das heiß ersehnte Paket gebracht hatte, ging's ans Auspacken.

Der Topf kommt in einem sehr schönen Karton mit stabilem Styroporboden. Der Deckel ist mit einem Stück dickem Papier nochmal extra geschützt und liegt verkehrt herum auf dem Topf. Das wird deshalb gemacht, damit etwas Luft im Inneren des Topfes zirkulieren kann und das Öl, mit dem er eingeölt ist, nicht ranzig wird. Obenauf liegt noch ein kleines Rezeptheft und eine Bedienungsanleitung mit den wichtigsten Tipps rund um den Dutch.

Das Tolle an den Petromax Feuertöpfen ist, dass sie ab Werk bereits eingebrannt sind, d.h. man kann nach dem Auspacken eigentlich gleich loslegen. Den Topf ein Mal mit heißem Wasser auswaschen und fertig. Schon kann es losgehen. Damit kann man sich direkt auf's Wichtige konzentrieren: Das Kochen

Die Vorbereitung

Die Blooming Onion ist ein hervorragender Appetizer beim Grillen, wenn auch mit heftig Kalorien. Ich habe mich bei der Zubereitung an ein Rezept von bbq pit gehalten. So ein Ding am Lagerfeuer zuzubereiten habe ich zuvor auch noch nie gemacht. War also meine Premiere.

Zunächst einmal braucht man folgende Dinge:

  • 1 große Gemüsezwiebeln

Für das Würzmehl:

  • 300 g Mehl
  • 4 TL Paprikapulver
  • 2 TL Knoblauchpulver
  • 1/2 TL schwarzen Pfeffer
  • 1/2 TL Cayenne Pfeffer

Für den Dip:

  • 100 ml Mayonnaise
  • 2 EL Sour Cream
  • 2 EL Ketchup
  • 1 EL Sahnemeerrettich
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Salz

Für den Frittierteig:

  • 450 ml Milch
  • 2 Eier

Die größte Schwierigkeit besteht eigentlich darin, die Zwiebel richtig zu schneiden. Als erstes pellt man die Schale ab und schneidet oben an der Zwiebel ein Stück ab, sodass man sie auf dieser Fläche abstellen kann. Die Wurzel zeigt dabei nach oben. Die Wurzel darf auf keinen Fall abgeschnitten werden, da sie dafür sorgt, dass die Zwiebel nachher nicht auseinanderfällt. Mit dem Messer setzt man kurz unterhalb der Wurzel an und schneidet die Zwiebel so in mehrere gleich große Segmente. Ich habe mich für 12 entschieden. Anschließend legt man die Zwiebel für ca 1h in Eiswasser, damit sich die einzelnen Blütenblätter schön auseinanderspreizen. In der Zwischenzeit kann man das Würzmehl zubereiten (einfach alle Gewürze mit dem Mehl in einer Schüssel miteinander vermengen) und den Dip anrühren. Die Milch und die Eier habe ich auch schon miteinadern verquirlt und alles in Tupper mit nach Draußen zur Feuerstelle mitgenommen.

Feuer frei

Das Tolle an einem Dutch Oven ist, dass es ihm vollkommen egal ist, womit er befeuert wird. Er fühlt sich auf einem Lagerfeuer genauso wohl, wie auf Briketts, Holzkohle oder gar einer Gasflamme. Ich wollte die Zwiebel auf dem Lagerfeuer zubereiten und habe dafür erst mal Feuer gemacht und etwas Buchenholz verbrannt, damit ein kleiner Glutteppich da ist. Im Anzündkamin habe ich in der Zwischenzeit 25 kleine Briketts durchgeglüht. Das erscheint angesichts des kleinen Topfes relativ viel, man darf aber nicht vergessen, dass man beim Frittieren den Deckel i.d.R. nicht auf dem Topf macht und das Öl eine ordentliche Temperatur (ca. 150-170°C) erreichen muss. Die Steine habe ich nur dazugelegt, um die Briketts besser auftürmen zu können. Wer einen Dutch Oven ohne Füße hat, kann ihn auch auf den Steinen aufsetzen und ihn so am Lagerfeuer verwenden. Nachdem die Briketts durchgeglüht waren, habe ich den Topf mit ca. 0,6 l Sonnenblumenöl gefüllt und aufs Feuer gesetzt. Dann den Deckel drauf, damit das Öl erst mal auf Temperatur kommt.

Zubereitung

Schritt 1: Panieren der Zwiebel
Bis das Öl soweit ist, habe ich die Zwiebel paniert. Diese in der Milch eintauchen und gewissenhaft mit dem Würzmehl bestreuen, so dass genügend davon auch zwischen die Blütenblätter kommt. Je mehr Mühe man sich dabei gibt, desto anprechender ist später das Endergebnis.

Schritt 2: Das Frittieren
Ob das Öl die richtige Temperatur hat, kann man am besten mit einem Thermometer feststellen. Wer keins zur Hand hat, kann aber auch einen Zahnstocher nehmen und den ins Öl tauchen. Wenn am Zahnstocher entlang Luftbläschen aufsteigen, hat das Öl Temperatur. Wichtig! Jedes Öl hat einen sog. Rauchpunkt. Dieser wird in Form einer Temperatur angegeben. Bei dem von mir verwendeten Sonnenblumenöl beträgt der Rauchpunkt 190°C. Wie der Name schon sagt, beginnt das Öl bei dieser Temperatur an zu rauchen, da flüchtige Bestandteile des Öls (z. B. Wasser) abdampfen. Das Öl bei Zubereitung von Speisen bitte niemals soweit erhitzen.

Endlich war es soweit die Zwiebel zu Wasser bzw. zu Öl zu lassen. Ich habe mir hierzu einen kleinen Frittierkorb besorgt, der genau in den Dutch passt. Die Zwiebel kommt zunächst für ca. 4-5 Minuten (je nach Temperatur des Öls) kopfüber ins Öl. Danach wird sie gewendet und wird weitere 4-5 Minuten goldgelb frittiert. Nach ca. 12 Minuten war es dann soweit. Die Zwiebel war fertig zum Essen.

Fazit

Frittieren im Dutch geht auch am Lagerfeuer. Ich empfehle jedoch ein Thermometer zur Bestimmung der Öltemperatur zu verwenden. Je näher man an die 170 Grad herankommt, desto besser das Ergebnis. Die Panade der Zwiebel zieht nicht soviel Öl und wird schön knusprig. Auf jeden Fall sollte man die Zwiebel auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Der Dutch hat das Experiment hervorragend überstanden. Das viele Öl pflegt obendrein das Material und sorgt dafür, dass die werksseitig vorhandene Patina des Topfes nicht durch säurehaltige Speisen gleich zu Beginn gestresst wird.