Keine Wissenschaft: Wie Sie Brennholz richtig lagern

Veröffentlicht am 25.03.2020 08:00 | 0 Kommentare
Feuerholz lagern
Soll das Feuer in Ihrem Kamin kräftig lodern und die gewünschte Wärme verbreiten, brauchen Sie getrocknetes Brennholz in passender Größe. Die Frage der richtigen Lagerung von Kaminholz ist daher unumgänglich. Nutzen Sie die folgenden Tipps zum richtigen Lagern, um Scheit für Scheit Ihr Kaminfeuer genießen zu können.

Warum Kaminholz lagern?
Die Lagerung von Kaminholz ist wichtig, wenn Sie frisches Holz kaufen oder selbst machen, denn hier geht es hauptsächlich darum, dass das Holz trocknet. Eine große Gefahr beim Heizen geht nämlich von einer zu hohen Feuchtigkeit im Holz aus. Wird feuchtes Holz zum Heizen genutzt, wird ein Großteil der Energie im Kaminofen dafür aufgebraucht, das Holz zu trocknen. Das ist nicht einfach nur ineffizient und senkt die Leistung des Ofens, sondern es kommt auch zu massiver Ruß- und Kondensatbildung. Ruß und Kondensat bilden an den Wänden von Schornstein und Rauchrohr eine schmierige Masse, die sich dort ablagert und zu Verstopfungen und im schlimmsten Fall zu Glanzruß und Rußbrand führen kann. Damit sich dieses Schadenspotenzial gar nicht erst entwickelt, sollte Brennholz richtig gelagert und getrocknet werden.
Brennholz richtig lagern
Sorgfältig und nach bestimmten Mustern aufgeschichtete Holzstapel sehen toll aus, keine Frage. Sie erfüllen ihren Zweck aber nur, wenn Sie beim Aufschichten einige Regeln beachten. Darüber hinaus sollten Sie den Ort für die Holzstapel gut auswählen und dabei die klimatischen Bedingungen berücksichtigen. Grundsätzlich sollte Holz langsam trocknen können, es braucht also eine ausreichende Luftzirkulation und im Optimalfall auch Sonnenschein. Im Folgenden besprechen wir die wichtigsten Faktoren.
Es liegt auf der Hand, dass ganze Baumstämme viel langsamer trocknen als gespaltenes Holz. Zerteilen Sie die Stämme in handliche Scheite - am besten in unterschiedlichen Größen: Wenn Sie das Feuer in Ihrem Kamin schnell entfachen wollen, haben Sie es mit kleineren Scheiten zunächst leichter. Die größeren Exemplare können Sie dann auflegen, wenn bereits eine gewisse Hitze erreicht ist. Als Faustregel gilt, dass alle Holzstücke mit einem größeren Durchmesser als fünf Zentimeter wenigstens einmal zu spalten sind. Größere Klötze stutzen Sie am besten auf rund 30 Zentimeter Länge zurecht, dann passen sie auch in die meisten gängigen Kaminofen. An der stärksten Stelle sollte der Durchmesser nicht mehr als zehn Zentimeter betragen. 
Um Brennholz richtig zu lagern, sollte das Hauptaugenmerk auf dem Schutz vor Nässe liegen. Es empfehlen sich also Plätze unter relativ weit herabreichenden Dächern - und das auf der West- oder Südseite eines Hauses. Hier kommt es nämlich nur selten vor, dass der Regen das Holz erreicht. Sollten Sie diese Möglichkeit nicht haben, bauen Sie sich am besten einen Unterstand für Ihren Holzstapel. Ein Wellblech- oder Kunststoffdach reicht dafür schon aus. Kann Ihr Brennholz trotzdem einige Sonnenstrahlen abbekommen, ist das ideal.

Achten Sie bitte darauf, das Holz nicht direkt auf den Erdboden zu stapeln. Auch hier lauert Nässe, die sich unweigerlich bis in die untere Schicht Ihres Holzstapels durcharbeitet. Dann drohen Fäulnis und Schimmel, die das Kaminholz verderben. Eine Unterlage lässt sich gut mit einer Palette oder einem Gerüst aus Ziegelsteinen und Brettern herstellen.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass aufgeschüttetes Holz schneller trocknet als gestapeltes, da die Luft besser zwischen den Scheiten zirkulieren kann. Dabei sollten Sie darauf achten, dass das Holz nicht direkt auf dem Boden aufliegt und auch von oben gegen Witterung geschützt wird. Da geschüttetes Holz mehr Platz benötigt als gestapeltes, ist die Kombination beider Varianten eine optimale Lösung. Frisch gemachtes Brennholz sollte erst bis zu einem gewissen Trockenheitsgrad aufgeschüttet liegen und kann dann gestapelt werden.

Wollen Sie den Holzstapel vor einer Wand errichten, sollten Sie eine Handbreit Abstand, zur Haus- oder Rückwand Ihres Unterstandes einhalten, um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten. Wollen Sie das Holz in mehreren Reihen voreinander stapeln, ist auch hier ein Abstand zwischen den Reihen sinnvoll.
geschüttetes Brennholz
Wie lange Brennholz lagern
Der Feuchtigkeitsgehalt von Brennholz darf 25 Prozent nicht überschreiten - so steht es in der BImSchV. Ofenhersteller empfehlen häufige einen geringeren Restfeuchtegehalt. Optimal sind 15 Prozent, denn damit erreicht Kaminholz die besten Werte beim Heizen. Wie lange muss Kaminholz lagern, um diese Restfeuchte zu erreichen? Bei frisch gekauftem, sorgfältig zerkleinertem und schnell trocknendem Holz sollten Sie wenigstens ein Jahr einplanen. Auf Nummer sicher gehen Sie mit einer Lagerung von zwei Jahren - immer in Abhängigkeit von der Holzsorte und der Art des Lagers.
Brennholz dekorativ lagern
Da das Holz nun ziemlich lange auf Ihrem Gelände liegen wird, können Sie sich natürlich auch dekorative Arten überlegen, Ihr Brennholz zu lagern. Möglich ist zum Beispiel das Einbinden von Dekoelementen oder das Legen von Mustern in einem gestapelten Lager oder eine witzige Gestaltung des Schüttholzes.
Natürlich darf auch eine gewisse Menge Kaminholz im Haus gelagert werden - das temperiert das Brennholz nicht nur optimal vor, sondern kann auch toll aussehen: Es gibt die unterschiedlichsten Körbe und Regale für Kaminholz, die nicht nur das weitere Trocknen der Scheite ermöglichen, sondern sich auch gezielt zur Dekoration Ihrer Räume eignen.
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