Unser Ratgeber für Sie

Edelstahlschornstein einwandig oder doppelwandig: Welcher ist der richtige?

Veröffentlicht am 08.09.2020 08:00 | 0 Kommentare
Doppelwandiges und einwandiges Schornsteinrohr im Querschnitt
Der Edelstahlschornstein ist der moderne Nachfolger des gemauerten Kamins. Wann immer ein Kaminofen nachträglich in ein Haus einziehen soll, oder der alte Schornstein seinem Alter erliegt, kommen die Schornsteinsysteme aus Edelstahl ins Spiel. Es gibt sie einwandig und doppelwandig. Was das bedeutet und welche Variante wofür genutzt wird, klären wir im folgenden Beitrag.

Inhalt:
Bei einem Edelstahlschornstein handelt es sich zumeist um einen Systemschornstein. Das bedeutet, dass es mehrere Bauteile gibt, die relativ einfach kombiniert und miteinander verbunden werden können. Die einwandige Variante besteht, wie der Name schon sagt, aus nur einer Wand, sprich es ist ein einfaches Rohr, das die Rauchgase ableitet. Das verwendete Material Edelstahl, sorgt bei hoher Qualität dafür, dass der Schornstein unanfällig für Säure und Korrosion ist - Schäden durch Versottung und Co. werden bei einem solchen Kamin vermieden.
Einwandige Edelstahlschornsteine werden hauptsächlich für die Sanierung alter Schornsteine verwendet. Ist ein gemauerter Schornstein in die Jahre gekommen und muss wegen Versottung oder Undichtheit erneuert werden, wird mit einem Edelstahlschornstein gearbeitet. Ein anderer Grund ist eine Modernisierung des alten Schornsteins, weil eine neue Feuerstätte, beispielsweise ein Kaminofen oder eine Holzheizung eingebaut werden soll. Da ein einwandiger Schornstein relativ einfach in den alten Schornstein eingesetzt werden kann, ist er meist die beste Alternative. Für den Außenbereich ist ein solcher Schornstein allerdings nicht geeignet, da er keine Dämmung hat und so die Wärme des Abgases zu schnell nach außen abgibt, worunter der Kaminzug leiden kann.
Versotteter Schornstein neben der Illustration eines sanierten Schornsteins
Die Bezeichnung des doppelwandigen Edelstahlschornsteins steht für die zwei Hüllen, also das Rohr-in-Rohr-System eines solchen Schornsteins. Die äußere Hülle besteht dabei aus Edelstahl, während die innere je nach System und Nutzungszweck aus Edelstahl oder Keramik bestehen kann. Zwischen dem äußeren und dem inneren Rohr befindet sich eine Dämmschicht, meist aus Mineralwolle, die dafür sorgt, dass die Wärme da bleibt, wo sie ist, nämlich im Abgasrohr. Aber auch hier gibt es Unterschiede, denn die Dämmung ist in manchen Systemen unterschiedlich dick und der Schornstein dadurch mehr oder weniger gedämmt.
Doppelwandige Edelstahlschornsteine werden hauptsächlich im Außenbereich sowie beim Betrieb von Festbrennstofffeuerstätten eingesetzt. Dies ist besonders praktisch, wenn es sich um eine Nachrüstung handelt, oder kein Platz für einen Schornstein im Inneren eines Neubaus vorgesehen ist. Gerade für jene, die sich einen Kaminofen wünschen, jedoch nicht über einen passenden Schornstein verfügen, oder der Ofen an einer Außenwand aufgestellt werden soll und kein Schornsteinanschluss in der Nähe ist, ist der doppelwandige Schornstein eine perfekte Lösung. Da es sich auch hier meist um Systemschornsteine handelt, ist die Installation oft innerhalb eines Tages schnell erledigt. 
Doppelwandiger Edelstahlschornstein an Außenwand eines Holzhauses
Kommentar eingeben