Dichtschnur wechseln

Dichtschnur wechseln

Die meisten Kaminöfen werden mit einer Dichtschnur abgedichtet, damit keine giftigen Rauchgase in Ihren Wohnbereich gelangen. Die Dichtschnur an Ihrem Kamin ist direkt im Schließbereich stets in eine Nut entweder an der Ofentür oder am Korpus des Kaminofens eingefasst und eingeklebt. Nach einer häufigen Benutzung ist aber auch jede Dichtschnur dem Verschleiß ausgesetzt und muss ausgetauscht werden, damit nicht nur Ihr Kaminofen perfekt funktioniert, sondern auch Ihre Gesundheit und Ihr Wohnraum keinen Schaden nehmen.

Häufig erkennen Sie bereits am Zustand der alten Dichtschnur, dass diese verbraucht ist und nicht mehr richtig abdichten kann. Mit einem einfachen Test können Sie ebenfalls das korrekte Funktionieren der Dichtung überprüfen: Klemmen Sie einfach ein Blatt Papier mit der Ofentür ein und versuchen Sie, dieses zu bewegen bzw. herauszuziehen. Ist dies ohne Widerstand problemlos möglich, dann sollten Sie die Dichtung unbedingt wechseln. Darüber hinaus können Sie teilweise auch am Schließgefühl, wenn Ihre Ofentür allzu leicht schließt und „hart“ metallisch an den Korpus schlägt, sowie auch an einem schnelleren Verschmutzen Ihrer Durchsichtscheiben erkennen, dass der Luftzug möglicherweise nicht korrekt funktioniert und ein Dichtungswechsel dringend ratsam ist.

Bevor Sie eine neue Dichtschnur verwenden können, müssen Sie selbstverständlich zunächst einmal die alte Dichtschnur vollständig entfernen. Nachdem Sie die Schnur eventuell noch mit der Hand herausziehen können, bedarf das vollständige Entfernen der alten Leim- und Schnurreste meist ein Werkzeug. Vorsichtig können Sie hierzu bspw. einen Schraubenzieher nutzen, um Dichtschnur- sowie Leimreste herauszukratzen. Achten Sie allerdings bitte darauf, nicht den Lack vor allem am Außenbereich dabei zu beschädigen.

Nachdem Sie die gesamten Rückstände von Leim und Schnur entfernt und abgekratzt haben, können Sie anschließend messen, welche genauen Maße die Nut aufweist (Tiefe und Breite), so dass Sie dann die passende Größe der neuen Dichtschnur auswählen können. In unserem Angebot erhalten Sie dabei Dichtschnüre im Durchmesser von 8mm, 10mm, 12mm, 14mm, 16mm oder 18mm.

Haben Sie nunmehr die passende Dichtschnur vor sich liegen, sollten Sie diese in die Nut einlassen, um die genaue Länge samt einem zusätzlichen Puffer von etwa 2-5cm abzupassen. Den Anfang der Dichtschnur können Sie nun mit einem Abschlussband sorgfältig umwickeln, damit sich die Dichtschnur nicht auftrennen kann und damit durchlässig wäre.

Nunmehr können Sie in die gereinigte Nut einen Spezial-Hochtemperaturkleber gleichmäßig auftragen. Anschließend können Sie die Dichtschnur in die Nut einfügen und leicht andrücken (nicht zu stark, da die Schnur ja noch Qualm abhalten und nicht in der Nut verschwinden soll). Der Beginn des Einlassens sollte möglichst nicht im Eckbereich liegen, sondern am besten mittig der Länge der Nut beispielsweise im oberen oder unteren Bereich liegen. Nachdem Sie die Dichtschnur über die Ecken in alle vier Seiten eingefasst haben, „fahren“ Sie für eine gleichmäßige Abdichtung noch einmal die gesamte Länge der Dichtschnur mit der Hand ab, um eventuelle Unebenheiten ertasten und korrigieren zu können.

Nach dem Einlassen und Aufkleben können Sie jetzt auch das genaue Längenende der Dichtschnur erkennen, mit einer Schere passend abschneiden und wiederum mit einem Abschlussband umwickeln. Schließlich können Sie beide Enden der Dichtschnur mit der Verschlusshülse miteinander verbinden, damit auch beim Übergang eine gute Abdichtung gewährleistet wird.

Schließlich sollten Sie die Ofentür vor der ersten Nutzung noch mindestens 12-24 Stunden geschlossen halten, damit der Spezialkleber vollständig aushärten kann.


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