Ofen undicht: So wechseln Sie die Ofendichtung!

Dichtschnur für Ofendichtung

Die meisten Kaminöfen werden mit einer Dichtschnur abgedichtet, damit keine giftigen Rauchgase in Ihren Wohnbereich gelangen. Die Dichtschnur an Ihrem Kamin ist direkt im Schließbereich stets in eine Nut entweder an der Ofentür oder am Korpus des Kaminofens eingefasst und eingeklebt. Nach einer häufigen Benutzung ist aber auch jede Dichtschnur dem Verschleiß ausgesetzt und muss ausgetauscht werden, damit nicht nur Ihr Kaminofen perfekt funktioniert, sondern auch Ihre Gesundheit und Ihr Wohnraum keinen Schaden nehmen.

Wie Sie die Ofentürdichtung überprüfen

Häufig erkennen Sie bereits am Zustand der alten Dichtschnur, dass diese verbraucht ist und nicht mehr richtig abdichten kann. Mit einem einfachen Test können Sie ebenfalls das korrekte Funktionieren der Dichtung überprüfen: Klemmen Sie einfach ein Blatt Papier mit der Ofentür ein und versuchen Sie, dieses zu bewegen bzw. herauszuziehen. Ist dies ohne Widerstand problemlos möglich, dann sollten Sie die Dichtung unbedingt wechseln. Darüber hinaus können Sie teilweise auch am Schließgefühl, wenn Ihre Ofentür allzu leicht schließt und „hart“ metallisch an den Korpus schlägt, sowie auch an einem schnelleren Verschmutzen Ihrer Durchsichtscheiben erkennen, dass der Luftzug möglicherweise nicht korrekt funktioniert und ein Dichtungswechsel dringend ratsam ist.

Die alte Dichtung Ihres Kaminofens entfernen

Bevor Sie eine neue Dichtschnur verwenden können, müssen Sie selbstverständlich zunächst einmal die alte Dichtschnur Ihres Kaminofens vollständig entfernen. Nachdem Sie die Schnur eventuell noch mit der Hand herausziehen können, bedarf das vollständige Entfernen der alten Leim- und Schnurreste meist ein Werkzeug. Vorsichtig können Sie hierzu bspw. einen Schraubenzieher nutzen, um Dichtschnur- sowie Leimreste herauszukratzen. Achten Sie allerdings bitte darauf, nicht den Lack vor allem am Außenbereich dabei zu beschädigen.

Welche Kaminofen-Dichtung benötige ich?

Nachdem Sie die gesamten Rückstände von Leim und Schnur entfernt und abgekratzt haben, können Sie anschließend messen, welche genauen Maße die Nut aufweist (Tiefe und Breite), sodass Sie dann die passende Größe der neuen Dichtschnur auswählen können. In unserem Angebot erhalten Sie dabei Dichtschnüre im Durchmesser von 8 mm, 10 mm, 12 mm, 14 mm, 16 mm oder 18 mm.



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Haben Sie nunmehr die passende Dichtschnur vor sich liegen, sollten Sie diese in die Nut einlassen, um die genaue Länge samt einem zusätzlichen Puffer von etwa 2-5 cm abzupassen. Den Anfang der Dichtschnur können Sie nun mit einem Abschlussband sorgfältig umwickeln, damit sich die Dichtschnur nicht auftrennen kann und damit durchlässig wäre.

Türdichtung ankleben: Hochtemperaturkleber verwenden

Ofentürdichtung mit Hochtemperaturkleber befestigen

Nunmehr können Sie in die gereinigte Nut einen Spezial-Hochtemperaturkleber gleichmäßig auftragen. Anschließend können Sie die Dichtschnur in die Nut einfügen und leicht andrücken (nicht zu stark, da die Schnur ja noch Qualm abhalten und nicht in der Nut verschwinden soll). Der Beginn des Einlassens sollte möglichst nicht im Eckbereich liegen, sondern am besten mittig der Länge der Nut beispielsweise im oberen oder unteren Bereich liegen. Nachdem Sie die Dichtschnur über die Ecken in alle vier Seiten eingefasst haben, „fahren“ Sie für eine gleichmäßige Abdichtung noch einmal die gesamte Länge der Dichtschnur mit der Hand ab, um eventuelle Unebenheiten ertasten und korrigieren zu können.

Nach dem Einlassen und Aufkleben können Sie jetzt auch das genaue Längenende der Dichtschnur erkennen, mit einer Schere passend abschneiden und wiederum mit einem Abschlussband umwickeln. Letztlich können Sie beide Enden der Dichtschnur mit der Verschlusshülse miteinander verbinden oder miteinander verkleben, damit auch beim Übergang eine gute Abdichtung gewährleistet wird. Schließlich sollten Sie die Ofentür vor der ersten Nutzung noch mindestens 12-24 Stunden geschlossen halten, damit der Spezialkleber vollständig aushärten kann.

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Veröffentlicht am 12.08.2015 16:22 | 6 Kommentare

Kommentare

Hallo, gibt es eine Möglichkeit eines Smartrepairs, falls die Dichting nur an wenigen Stellen gerissen ist. Sprich - nur die Materie über die gerissene Stelle aufzubringen? Vielen Dank!

Eugen Hermann, 17.01.2019 16:27

Hallo zusammen, was würde passieren, wenn ich die Türdichtung/Brandschutzkleber nicht 12-24 h aushärten lasse? Also direkt nach einkleben wieder anfeuern. Vielen Dank

Antwort Redaktion Ofenseite:

Hallo Herr Wester, wenn Sie den Ofen direkt wieder anfeuern, kann der Kleber nicht aushärten und die Dichtschnur hält nicht bzw. kann ihren Zweck nicht erfüllen - nämlich abdichten.

Martin Wester, 09.11.2018 07:49

Hier wird immer von Abschlussband gesprochen, mit welchem ich die Dichtschnur jeweils am Ende umwickeln soll. Mitgeliefert wurde da nix von Hark, nehme ich da einfaches Isolierband, Tesafilm etc.?

Antwort Redaktion Ofenseite:

Sehr geehrter Herr Pendzialek, hier kann hitzeunempfindliches Aluklebeband verwendet werden. Tesafilm etc. sollte natürlich nicht verwendet werden, da es nicht hitzebeständig ist.

Pendzialek, Claus, 25.10.2018 14:28

Sehr geehrte Damen und Herren, Kaminofen : Justus Faro,Dichtung Tür : 3m,9,5mm Hohlkordeldichtung.40,-€ mit Kleber Frage : Warum muss ich unbdingt eine Hohlkordeldichtung verwenden.Normale Dichtschnur 10,-€ Grüssle Peter Will

Antwort Redaktion Ofenseite:

Hallo Herr Will, der Hersteller Justus empfiehlt die Verwendung einer Hohlkordeldichtung, da diese optisch hochwertiger ist und sich besser an die Tür anschmiegt. Vor allem wenn es sich um eine runde Tür handelt, lässt sich eine Hohlkordeldichtung besser anbringen. Ansonsten ist von der Funktionalität her auch eine günstigere Ofenschnur geeignet, wie Sie sie bei uns im Shop finden.

Peter Will, 16.09.2018 08:34

Hallo, ich habe heute Dichtschnur und Kleber erhalten aber leider liegt keine Verschlusshülse bei. Geht es auch ohne ?

Antwort Redaktion Ofenseite:

Hallo Frau Schulte, eine Verschlusshülse ist nicht zwingend notwendig.

Brigitte Schulte, 29.10.2017 00:28

Sehr ausführlich beschrieben. Aber das Wichtigste, welchen Durchmesser man braucht, erfahre ich nicht!

Antwort Redaktion Ofenseite:

Hallo Herr Silbereisen, vielen Dank für den Hinweis, gern aktualisieren wir den Artikel. Der benötigte Durchmesser variiert je nach Ofen - als Faustregel kann man gelten lassen: Entfernen Sie als erstes die alte Ofendichtung, messen Sie Breite und Tiefe der Führungsrille, in die die Schnur eingeklebt ist. Tiefe + 2mm = Durchmesser der benötigten Dichtung. Sollte die Führingsrille deutlich breiter als tief sein, muss hier natürlich beim Durchmesser noch etwas aufgeschlagen werden.

Erich Silbereisen, 08.04.2017 11:50

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