Was kostet Brennholz? Kaminholz-Preise im Fokus

Veröffentlicht am 21.01.2020 08:00 | 0 Kommentare
Holzstapel neben Geldstapel
Um Ihren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten, denken Sie vielleicht schon länger über Holz als alternativen und nachwachsenden Rohstoff zum Heizen nach. Natürlich sind Anschaffung und Betrieb eines Kaminofens oder einer Holzheizung auch eine Kostenfrage - neben den Anschaffungskosten sind die Preise für Brennholz hier mitentscheidend. Dabei ist die Frage "Was kostet eigentlich Brennholz?" gar nicht so einfach zu beantworten. Wir erklären im Folgenden, welche Kriterien den Brennholzpreis beeinflussen, wie und warum Preise schwanken und wie Sie beim Kauf sparen können.

Preisentwicklung
Der Kaminholzpreis hat sich während der letzten 10 Jahre zwar erhöht, doch im Gegensatz zu den Sprüngen beim Heizöl stieg der Preis für Kaminholz langsam und moderat. Bei trockenem Hartholz etwa, gespalten und mit einer Scheitlänge von 33 cm, hat sich der durchschnittliche Preis von 77 Euro pro Raummeter im Januar 2009 auf 96 Euro pro Raummeter im Juli 2019 erhöht. Zu diesem Ergebnis kommt das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Straubing in seinem Bericht zur Entwicklung der Brennstoffpreise von 2009 bis 2019. In jüngster Zeit war der Preis durch ein großes Schadholzaufkommen (Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer) und dem damit einhergehendem, steigendem Angebot vielerorts wieder zurückgegangen.
Wovon hängt der Preis ab?
Beim Vergleich von Angeboten fallen einem schnell die unterschiedlichen Brennholzpreise auf. Das hat verschiedene Gründe. Ofenfertiges Brennholz ist natürlich teurer als Holz, dass nicht direkt in den Kaminofen wandern kann. Eng gestapelte, gespaltene Eiche oder Buche ist beim Kauf teurer als lose geschüttetes Weichholz. Höherer Brennwert und mehr Holz bei weniger Zwischenräumen haben Ihren Preis. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, von welchen Faktoren der Brennholzpreis abhängt und wie Sie Ihr Kaminholz zu günstigeren Preisen bekommen.
Wie so oft: Wer viel kauft, kann von Mengenrabatten profitieren. Mit der Menge sinkt der Grundpreis pro Einheit Brennholz. Wenn Sie also Platz für die Lagerung größerer Brennholzmengen haben, dann zahlen Sie weniger pro Raummeter Holz. Apropos Raummeter: Gestapeltes Scheitholz wird in der Regel per Raummeter (RM) verkauft - Grundeinheit ist hier 1m x 1m x 1m Brennholz mit wenig Luft in den Zwischenräumen. Ungestapeltes Holz dagegen wird gern per Schüttraummeter angeboten. Hier ist durch größere Zwischenräume mehr Luft im Kubikmeter. Je nach Schüttung ist dabei die Holzmenge unterschiedlich. Über den Daumen kalkuliert, entspricht 1 RM gestapeltes Holz 1,5 Schüttraummeter.
Kaminfertiges Brennholz bedeutet Arbeit und Arbeit verursacht Kosten. Wenn Sie Ihr Kaminholz gern handlich gesägt und gespalten kaufen, dann zahlen Sie dafür deutlich mehr als für große Stücke oder ganze Stämme. Wer sein Brennholz selbst klein macht, tut also nicht nur etwas für die Fitness, sondern spart auch beim Einkauf des Brennstoffvorrats. Geeignete Werkzeuge zum Spalten und Sägen müssen natürlich vorhanden sein oder angeschafft werden.
Heißer Tipp: Je größer der Brennraum Ihrer Feuerstätte, desto größer können auch die Scheite sein.
Laut der ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes darf nur Kaminholz mit einer Restfeuchte von weniger als 25 Prozent verfeuert werden. Frisch geschlagenes Holz muss 1 bis 2 Jahre, Eiche bis zu 3 Jahren trocken lagern, um diesen Wert zu erreichen. Wenn Sie abgelagertes Brennholz trocken und zur sofortigen Verfeuerung kaufen, dann schlägt der Händler seine Kosten für die Lagerung auf den Preis für das Kaminholz auf. Kaufen Sie dagegen frisches Holz und lagern selbst, profitieren Sie von günstigeren Kaufpreisen.
Holz ist nicht gleich Holz. Für verschiedene Holzarten verlangen Händler einen unterschiedlichen Preis. So ist Hartholz - wie etwa Buche - generell teurer als Weichholz. Der Unterschied im Preis erklärt sich hier mit dem höheren Brennwert des Hartholzes. Aber auch die unterschiedliche Verfügbarkeit bestimmter Holzsorten kann zu beträchtlichen regionalen Preisunterschieden führen.
Kostenbewusste Kaminofenbesitzer legen den Zeitpunkt ihres Holzeinkaufs außerhalb der Heizsaison, denn in der Regel ist Brennholz im Sommer billiger als im Winter - dem großen Angebot steht nur eine geringe Nachfrage gegenüber. Kaufen Sie also Ihr Kaminholz möglichst zwischen Juni und November ein. Bei Nachkauf gegen Ende der Heizperiode müssen Sie wegen saisonal erhöhter Nachfrage mit höheren Holzpreisen rechnen.
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